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Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 13:35
von Literoy Goldheart
Das Problem ist nicht der Vertriebenenverband sondern die Töne, die so manchmal daraus hervorschlugen und die Herrschaften, die diesem Verband vorstanden.
Meine Großeltern waren Besitzer eines Weingutes bei Pilzen (Welch Ironie - wahrscheinlich die einzigen Weinbauern in der Bierstadt) und wurden 45 vertrieben. Das ist jetzt sechzig Jahre her, Schwamm drüber.
Das sich Burgi über eine Vertreibung anno 1979 mehr echauffiert ist durchaus gerechtfertigt, steht aber auf einem anderen Blatt.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 13:54
von Franz Sendlhofer
Original von Schrobi
Und nicht vergessen bei VOX anzufragen, wenn du zum "Auswanderer" wirst.
Nene, ich will ja schon hierbleiben. Fühl mich als Pfälzer und will auch hier wohnen bleiben. Mit der pol. Staatsbürgerschaft kann aber mir dann keiner mehr kommen und sagen, ich wär als Pfälzer automatisch Deutscher.
Das eine Land, aus dem meine Vorfahren kommen, vergibt keine Staatsbürgerschaften, das andere aber. Ich fühl mit dem deutschen Volk nicht mehr zugehörig, wie dem österreichischen, oder dem französischen, was soll ich dann noch mit dieser Staatsbürgerschaft?
Original von Joseph A. Gladstone
Wenn du in Polen zum Dienst eingezogen werden willst
Zu welchem Zeitpunkt wird man da eingezogen?
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 14:57
von Otto von Wegenstein
:rolleyes: Au backe.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 15:54
von Literoy Goldheart
Original von Franz Sendlhofer
Nene, ich will ja schon hierbleiben. Fühl mich als Pfälzer und will auch hier wohnen bleiben.
Naja, wenn Du hier bleiben möchtest kannst Du auch gleich Deutscher bleiben.
Steuern musst Du ohnehin hier zahlen, was soll das also?
Eine einfachere Möglichkeit bieten Staaten wie z.B. Nigeria oder Tonga. Da fliegst Du hin, drückst einem Beamten sein Monatsgehalt in die Hand und gibst ein Paßfoto ab und am nächsten Tag hast Du einen Ausweis. Für zwei Monatsgehälter trägt der Mann Dir auch einen Wunschnamen ein.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 15:59
von Michael Schneider
Original von Literoy Goldheart
Das Problem ist nicht der Vertriebenenverband sondern die Töne, die so manchmal daraus hervorschlugen und die Herrschaften, die diesem Verband vorstanden.
Meine Großeltern waren Besitzer eines Weingutes bei Pilzen (Welch Ironie - wahrscheinlich die einzigen Weinbauern in der Bierstadt) und wurden 45 vertrieben. Das ist jetzt sechzig Jahre her, Schwamm drüber.
Das sich Burgi über eine Vertreibung anno 1979 mehr echauffiert ist durchaus gerechtfertigt, steht aber auf einem anderen Blatt.
Schwamm drüber? Warum? Weils länger her ist? Ich weiß wer zuerst "Hitler" sagt hat verloren aber: wenn Deutschland den krieg gewonnen hätte und erst später aus uns wieder ne Demokratie geworden wäre würden wir jetzt auch net mehr über die Judenverfolgung sprechen oder was? Und sagt jetzt bloß nicht das war ne andere Dimension. Rechnet nicht auf. Unrecht bleibt Unrecht. Es kamen tausende deutsche Zivilisten nach Kriegsende ums Leben und hunderttausende wurden vertrieben. Von ihrem ehrlichem Besitz!
Und der Vorstand des Vertriebenenverbandes besteht aus guten Personen. Es will mir immer noch nicht in den Kopf wieso ein deutscher Vertriebenenverband nicht in einer deutschen Stadt wie Berlin ein entsprechendes Haus errichten sollte sondern das einen Sturm der Entrüstung auslöst. Es bleibt den Polen doch offen ein ebensolches Haus in Breslau zu errichten.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 16:56
von Oliver von Palm
Original von Literoy Goldheart
Naja, wenn Du hier bleiben möchtest kannst Du auch gleich Deutscher bleiben.
Steuern musst Du ohnehin hier zahlen, was soll das also?
Eine einfachere Möglichkeit bieten Staaten wie z.B. Nigeria oder Tonga. Da fliegst Du hin, drückst einem Beamten sein Monatsgehalt in die Hand und gibst ein Paßfoto ab und am nächsten Tag hast Du einen Ausweis. Für zwei Monatsgehälter trägt der Mann Dir auch einen Wunschnamen ein.
In Nigeria können Weiße keine Staatsbürger werden. Das ist Neg... äh, Schwarzen vorbehalten. Wie in den meisten afrikanischen Ländern. Aber man stelle sich das Gekreische vor, wenn die westlichen Staaten ihre Staatsbürgerschaft so vergeben würden.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 16:58
von Oliver von Palm
Original von Michael Schneider
Vollkommen korrekt. Ostpreußische Bauern haben mehr SPD gewählt als sonstwas. Und ich werde garantiert nicht vergessen wie noch 1979 die Cousine meines Vaters samt ihrer ganzen Familie aus Polen voin ihrem Hof vertrieben wurden! Sie bekamen nen Appel und nen Ei für alles. Nicht mal Deutsch durften sie sprechen und ihr Mann musste ne Woche ins Gefängnis weil ein Denunziant sie wegen Deutschsprechens angezeigt hatte! Als sie ihren Hof 1995 wiedergesehen hat sie geweint über die Ruine die sie da hinterlassen haben.
Also hör bloß auf hier so zu tun als hätten Deutsche kein Recht auf einen Vertriebenenverband. Auge um Auge gilt im Menschenrecht überhaupt nichts. Es wurde nicht nur Nazideutsche vertrieben sondern jede Menge Unschuldiger. In Polen, Tschechien, Ungarn, Russland und vielen anderen Ländern.
Die Vertreibungen unmittelbar nach dem Krieg kann ich noch verstehen. Nicht gutheißen, aber verstehen. Aber 1979 war der Krieg schon seit über 30 Jahren aus. Da gibt es nichts mehr zu rechtfertigen.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 17:07
von Rainer Zufall
Glaub mir, in Afrika kriegst du für genügend Dollars alles.....
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 17:09
von Oliver von Palm
Die dortigen Staatsbürgerschaftsgesetze sind so gelagert.
Verfasst: Mo 22. Okt 2007, 17:15
von Franz Sendlhofer
Original von Literoy Goldheart
Naja, wenn Du hier bleiben möchtest kannst Du auch gleich Deutscher bleiben.
Steuern musst Du ohnehin hier zahlen, was soll das also?
Eine einfachere Möglichkeit bieten Staaten wie z.B. Nigeria oder Tonga. Da fliegst Du hin, drückst einem Beamten sein Monatsgehalt in die Hand und gibst ein Paßfoto ab und am nächsten Tag hast Du einen Ausweis. Für zwei Monatsgehälter trägt der Mann Dir auch einen Wunschnamen ein.
Was es mir bringt?
Polen ist wie geschrieben die Heimat eines Teils meiner Vorfahren.
Das Gebiet der BRD ist für mich persönlich zum größten Teil genauso Ausland wie Österreich oder Frankreich.
Es macht für mich persönlich schon ein Unterschied ob es bei mir so ausschaut:
Volkszugehörigkeit: Pfälzisch (wenn man es Österreichern und Luxemburgern zugesteht, warum nicht auch Pfälzer?)
Staatsangehörigkeit: Deutsch (für mich ohne emotionalen Bezug)
oder
Volkszugehörigkeit: Pfälzisch
Staatsangehörigkeit: Polnisch (durch die Vorfahren einen Bezug)
Was hätte ich von einer nigerianischen bzw tonganesischen Staatsbürgerschaft? Dann könnte ich ja gleich die Deutsche behalten. Abgesehen davon, dass beide außerhalb der EU liegen.