Seite 20 von 24

Verfasst: Do 12. Feb 2009, 23:50
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Wie stellt man sich am Besten auf verschiedene Eventualitäten ein?
Hm. Beten, falls Du dran glaubst.

Mich beruhigen für mich selbst derzeit drei Faktoren: erstens eine kleinere Menge 10-Euro-Silbermünzen, de- und inflationsgesichert. Zweitens dass dieses Haus - legal, versteht sich - dermaßen schwer bewaffnet ist, dass man die russische Armee drei Tage hier aufhalten könnte; Plünderern wünsche ich jedenfalls viel Spaß. Drittens die juristische Ausbildung und die politischen Verbindungen, falls wir in die Staatswirtschaft spazieren.

Ich vermute, dass eine Anpassung im richtigen Moment ausreichen wird, um diese Krise zu überstehen.

Verfasst: Di 17. Feb 2009, 18:45
von Konrad Grimm
Noch eine tolle Zukunftsvision: Wir kriegen jetzt den "wir haben uns alle lieb"-Kuschel-Kapitalismus

Prof. Hertz erwartet also, dass sich die Kapitalisten aller Länder morgen an den Händen halten werden, Obama in der Mitte, und lauthals singen werden. Was? Muss sich zeigen, entweder "Kumbaya my lord" oder "all we are saying is give peace a chance". Oder wie wär's mit "we are the world"?

Ja, lange nicht mehr so gelacht :D

Verfasst: Di 17. Feb 2009, 19:06
von Wolfgang Müller
@Grimm:

Sollte es zu einer DDR 2.0 kommen, würde ich dir zutrauen, dass du einer derjenigen sein wirst, die am heftigsten die rote Fahne schwenken, "Auferstanden aus Ruinen" gröhlen und sich um einen Posten bei der Stasi bewerben. So wie opportunistisch wie du dich gibts.

Verfasst: Di 17. Feb 2009, 19:22
von Konrad Grimm
Original von Wolfgang Müller
Sollte es zu einer DDR 2.0 kommen, würde ich dir zutrauen, dass du einer derjenigen sein wirst, die am heftigsten die rote Fahne schwenken, "Auferstanden aus Ruinen" gröhlen und sich um einen Posten bei der Stasi bewerben. So wie opportunistisch wie du dich gibts.
Naja, das glaube ich nicht. Im großen und ganzen gehe ich mit der Politik um, wie es ein antiker griechischer Philosoph empfohlen hat: behandle Politik wie das Feuer - sei ihm nahe genug, um dich zu wärmen, aber weit genug weg, um dich nicht zu verbrennen.
Wenn man keine Ideale mehr hat, dann opfert man sich auch nicht, wofür auch? Aber mehr als zum Mitläufer reicht schon mein Talent im Heucheln nicht.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 13:38
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Es gibt in Deutschland keinen Boden mehr für die Abschaffung der liberalen Demokratie, weder zugungsten einer kommunistischen Räterepublik, noch zugunsten eines faschistischen Führerstaates.
Das glaube ich bei der derzeitigen Konstellation auch. Aber Zeiten ändern sich, Bedingungen auch. Der demographische Wandel wird auf jeden Fall einiges an Veränderung bringen. Eine Prognose, welche Auswirkungen auf das Gesamtgefüge die Alterung der Gesellschaft und die Auswanderung von überdurchschnittlich (und inzwischen sogar durchschnittlich) leistungsfähigen Menschen haben wird ist vielleicht interessant zu spekulieren. Wenn man sich dafür interessiert. ;)

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 13:46
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Das glaube ich bei der derzeitigen Konstellation auch. Aber Zeiten ändern sich, Bedingungen auch. Der demographische Wandel wird auf jeden Fall einiges an Veränderung bringen.
Ich tippe auf einen formal demokratischen Wohlfahrts-Polizeistaat, eine Gesellschaftsordnung im unaufhaltsamen Niedergang, mit rasant zunehmender Überfremdung und Überalterung. Osteuropa zeigt den Weg auf.

Gibt es Hoffnung? NEIN.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:00
von Johan Kalliklesson
Original von Konrad Grimm
Gibt es Hoffnung? NEIN.
Hoffnung ist auch eher etwas für den privaten Bereich. Dort durchaus wichtig und einfach auch eine immer beim Menschen vorhandene Emotion. Aber alle Dinge kommen und vergehen wieder. Daher ist ein Niedergang der derzeitigen modernen europäischen Kultur auch weder schlimm noch gut. Auch die Menschheit kam irgendwann und geht auch irgendwann wieder.

Nutze den Augenblick sollte die Devise lauten.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:30
von Konrad Grimm
Original von Johan Kalliklesson
Hoffnung ist auch eher etwas für den privaten Bereich.
Hoffnung ist nichts als der Keim der Enttäuschung.

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:38
von Johan Kalliklesson
Original von Konrad Grimm
Hoffnung ist nichts als der Keim der Enttäuschung.
Für die großen Hoffnungen - erst recht für die Utopien - ist dies natürlich (im Wesen der Natur gelegen) richtig.
Ich meinte eher die kleinen, individuellen Wünsche und Erwartungen, die durchaus realistisch erfüllbar sind (durch andere Menschen oder durch das Individuum selbst). Z.B.: Morgen gibt es mein Leibgericht; im Sommer kann ich mir einen Urlaub leisten; ich verstehe die komplizierte Rechnung, die ich schon länger versuche, zu erlernen; morgen kann ich ausschlafen; etc. ;)

Verfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:52
von Michael Schneider
Wie man den Menschen kennt wird zum Schluß sinnlose Gewalt kommen und dann wieder ein Neuanfang mit einem (vielleicht neuem) System.