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Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:44
von Oliver von Palm
Original von Palin Waylan-Majere
"Der Westen" gegen "den Islam". :hammer:
Was ist daran so lustig?

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:46
von Rainer Zufall
Diese Bewegung muß vom Islam ausgehen und tut es auch. Viele Muslime in Deutschland leben entweder säkular oder gemäßigt-religiös in völligem Rahmen der deutschen Gesetze und sind integrationswillig. Jene, die es nicht sind, sind es in der Hauptsache wegen des weithin verkorksten deutschen Bildungssystems, welches nicht in der Lage ist, Menschen aus sozialschwachen Schichten oder gar sprachfremder familiärer Situation der Integration zuzuführen. Das hierdurch erreichte Gefühl von Ablehnung führt natürlich zur Abschottung, zur Suche der eigenen Identität in dem, was einem vom Lehrer unterscheidet: Das kann der Islam sein, oder die Ghettomentalität oder der Machokult. Der Mehmed von nebenan läuft nicht durch die Gassen und bedroht andere mit dem Messer, weil er ein Moslem ist und sein Imam ihm das sagt (wir bezweifeln mal, was er regelmäßig eine Moschee besucht oder überhaupt religiös ist, schließlich säuft auch er sich wie seine deutschen Altersgenossen regelmäßig die Hucke voll, fastet nicht, vögelt mal rum und schaut sich Pornographie an), sondern, weil er sich in ein soziales Milieu gedrängt fühlt, das dieses Verhalten gutheißt. Anleihen zum Islam oder zum Graue-Wölfe-Nationalismus sind hier nebensächlich. Wäre Mehmed von der Gesellschaft mitgenommen worden, hätte er Unterstützung und Anerkennung in der Schule erhalten, eine vernünftige Ausbildung genossen, würde er auch niemals in das Jihadmilieu geraten.
Der moderne westliche Industriestaat ist auch für den jungen Mpslem attraktiv - aber nicht, wenn man sich ihm verschließt.

Dialog ist auch ein Punkt. Ständig zu sagen: "Ihr seit Terroristen und Faschisten und verschleiert eure Frauen" wird nicht dazu führen solche Vorstellungen aus den Köpfen zu kriegen. Man muß sich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen. "Klar dürft ihr Eure Moschee bauen! Nur eben nicht drei in einem Stadtteil oder als intransparente Monsterbauten."

Der liberale Islam (wie seit Jahrhunderten in Bosnien, im Kaukaus, auch ursprünglich in Afghanisatn und Zentralasien praktiziert) existiert und ist kompatibel mit unseren Gesellschaftauffassungen - man muß ihm nur eine Chance lassen, das Feld eben nicht den Islamisten überlassen, sondern die stärken, die die Integration befürworten.

Ach ja: Und in deren Länder einzumarschieren ist auch nicht hilfreich.

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:46
von Tennessee Rockefeller
Original von Oliver von Palm
Nun, ich will dir ja nicht widersprechen, aber wenn wir tatsächlich mal in dese Situation kommen, dass der Westen sich gewaltsam gegen den Islam verteidigen muss, dann wird es nur noch heißen können: Entweder bist du für uns, oder gegen uns.
Eine Notwehrsituation setzt frühestens dann ein, wenn ein rechtswidriger Angriff unmittelbar bevorsteht. Man kann sich nicht legitimerweise gegen Angriffe verteidigen, die vielleicht irgendwann stattfinden werden, oder auch nicht. Oder anders: im Falle eines Überfalles der islamischen Staaten auf die freie Welt, oder eines islamistischen Aufstandes in diesen ist militärischer wie auch gewaltsam ziviler Widerstand (Levée en masse) selbstvertsändlich nur gegen Kombattanten und Freischärler zulässig, aber keine Repressionen gegen unbeteiligte Moslems. Diese könnten zwar irgendwann zum zweiten Streich ausholen, aber es spräche gerade der Vernunft und Humanität, die wir verteidigen würden Hohn, sie präventiv zu liquidieren.

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:50
von Oliver von Palm
Original von Tennessee Rockefeller

Eine Notwehrsituation setzt frühestens dann ein, wenn ein rechtswidriger Angriff unmittelbar bevorsteht. Man kann sich nicht legitimerweise gegen Angriffe verteidigen, die vielleicht irgendwann stattfinden werden, oder auch nicht. Oder anders: im Falle eines Überfalles der islamischen Staaten auf die freie Welt, oder eines islamistischen Aufstandes in diesen ist militärischer wie auch gewaltsam ziviler Widerstand (Levée en masse) selbstvertsändlich nur gegen Kombattanten und Freischärler zulässig, aber keine Repressionen gegen unbeteiligte Moslems. Diese könnten zwar irgendwann zum zweiten Streich ausholen, aber es spräche gerade der Vernunft und Humanität, die wir verteidigen würden Hohn, sie präventiv zu liquidieren.
Nun, ich sagte ja auch nichts von Präventivschlägen, sondern davon, dass es tatsächlich einen Angriff gibt. Ein solcher faktischer Bürgerkrieg würde wohl kaum irgendwen außen vor lassen.

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:52
von Oliver von Palm
Übrigens hoch interessant:

Bild
Für Irritationen sorgte, dass Gegner des antisemitischen Aufzuges sich hinter Absperrgittern aufstellen mussten - 30 Meter von den Islamisten entfernt. Einigen gelang es dennoch, zur Kantstraße vorzudringen. Die Polizei beschlagnahmte bei diesen Demonstranten Israel-Flaggen. Ein Polizeisprecher begründete die Beschlagnahmung damit, dass Provokationen vermieden werden sollten und die genehmigte Kundgebung nicht gestört werden dürfe. Es wurden sieben Platzverweise ausgesprochen.
Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html

Es geht übrigens um den gestrigen Al-Quds-Tag, von Khomeini begründet, an dem für die Vernichtung Israels demonstriert wird.

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:52
von Rainer Zufall
Das wäre dann aber wie in der Srpska - uh, die Kroaten sind in vermeintliches Großserbien eingefallen, dann laß uns mal gehen und ein paar potenzielle Kroaten massakrieren, schließlich ist ja Bürgerkrieg. Viel Spaß im Haag denn, wer so handelt.
Es geht übrigens um den gestrigen Al-Quds-Tag, von Khomeini begründet, an dem für die Vernichtung Israels demonstriert wird.
Die von Pro Köln sollen demonstrieren dürfen. Warum dann nicht die Palis?

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:53
von Oliver von Palm
Original von Rainer Zufall
Diese Bewegung muß vom Islam ausgehen und tut es auch. Viele Muslime in Deutschland leben entweder säkular oder gemäßigt-religiös in völligem Rahmen der deutschen Gesetze und sind integrationswillig. Jene, die es nicht sind, sind es in der Hauptsache wegen des weithin verkorksten deutschen Bildungssystems, welches nicht in der Lage ist, Menschen aus sozialschwachen Schichten oder gar sprachfremder familiärer Situation der Integration zuzuführen. Das hierdurch erreichte Gefühl von Ablehnung führt natürlich zur Abschottung, zur Suche der eigenen Identität in dem, was einem vom Lehrer unterscheidet: Das kann der Islam sein, oder die Ghettomentalität oder der Machokult. Der Mehmed von nebenan läuft nicht durch die Gassen und bedroht andere mit dem Messer, weil er ein Moslem ist und sein Imam ihm das sagt (wir bezweifeln mal, was er regelmäßig eine Moschee besucht oder überhaupt religiös ist, schließlich säuft auch er sich wie seine deutschen Altersgenossen regelmäßig die Hucke voll, fastet nicht, vögelt mal rum und schaut sich Pornographie an), sondern, weil er sich in ein soziales Milieu gedrängt fühlt, das dieses Verhalten gutheißt. Anleihen zum Islam oder zum Graue-Wölfe-Nationalismus sind hier nebensächlich. Wäre Mehmed von der Gesellschaft mitgenommen worden, hätte er Unterstützung und Anerkennung in der Schule erhalten, eine vernünftige Ausbildung genossen, würde er auch niemals in das Jihadmilieu geraten.
Der moderne westliche Industriestaat ist auch für den jungen Mpslem attraktiv - aber nicht, wenn man sich ihm verschließt.

Dialog ist auch ein Punkt. Ständig zu sagen: "Ihr seit Terroristen und Faschisten und verschleiert eure Frauen" wird nicht dazu führen solche Vorstellungen aus den Köpfen zu kriegen. Man muß sich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen. "Klar dürft ihr Eure Moschee bauen! Nur eben nicht drei in einem Stadtteil oder als intransparente Monsterbauten."

Der liberale Islam (wie seit Jahrhunderten in Bosnien, im Kaukaus, auch ursprünglich in Afghanisatn und Zentralasien praktiziert) existiert und ist kompatibel mit unseren Gesellschaftauffassungen - man muß ihm nur eine Chance lassen, das Feld eben nicht den Islamisten überlassen, sondern die stärken, die die Integration befürworten.

Ach ja: Und in deren Länder einzumarschieren ist auch nicht hilfreich.
Hälst du das tatsächlich für den einzigen Grund? Kann es deiner Meinung nach nicht daran liegen, dass der Koran bereits einen schönen Faschismus lehrt?

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:55
von Oliver von Palm
Original von Rainer Zufall
Das wäre dann aber wie in der Srpska - uh, die Kroaten sind in vermeintliches Großserbien eingefallen, dann laß uns mal gehen und ein paar potenzielle Kroaten massakrieren, schließlich ist ja Bürgerkrieg. Viel Spaß im Haag denn, wer so handelt.
Das kann man doch nicht verglleichen.
Es geht übrigens um den gestrigen Al-Quds-Tag, von Khomeini begründet, an dem für die Vernichtung Israels demonstriert wird.
Die von Pro Köln sollen demonstrieren dürfen. Warum dann nicht die Palis?
Hat ProKöln irgendwann zur Vernichtung eines Staates und zum Völkermord aufgerufen?

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:56
von Rainer Zufall
Wie ich bereits eben ausführte, lebt der Großteil der nicht-integrationswilligen Ausländer islamischen Glaubens nicht wirklich korangemäß. Er lebt westlich. Doch er ruft ab und zu "Scheiß Deutscher" - dann ist er maximal ein Rassist, aber bestimmt kein Islamist.

Verfasst: So 28. Sep 2008, 14:57
von Rainer Zufall
Original von Oliver von Palm

Das kann man doch nicht verglleichen.
Klar, wir sprechen vom Verhalten im Falle eines Bellum civile.
Hat ProKöln irgendwann zur Vernichtung eines Staates und zum Völkermord aufgerufen?
Das ist m.A.n. wie gesagt Wurst. Demonstrationsfreiheit gilt für alle oder für niemanden.