Nein, sie hat beides getan.Original von Montgomery Scott
Sie hat bestenfalls letzteres getan.
Man kann zu der DDR stehen wie man will, dazu sag ich gar nichts, weil ich keinen Nutzen darin sehe (Wäre die DDR so toll gewesen, würde sie vielleicht noch existieren... aber sie ist nunmal ein gescheiterter, diktatorischer Staat gewesen, was in der Faktenlage nicht schönredbar ist, trotz einiger, sicherlich findbarer, Vorteile, aber das bestreitet doch niemand). Aber eine solche Perversion, wie hier geäußert, kann man nicht stehen lassen. Es ist völlig legitim, konsumgeil zu sein. Was spricht dagegen? Nichts. Es spricht auch nichts dagegen, einen Zustand anzustreben, in dem dieses Bedürfnis umsetzbar ist. Nun sagt die gute rätselhafte Person, diese Menschen sind "wegen" dieser Konsumgeilheit (= individuelles Interesse) gestorben. Genauso, wie man "wegen" einer Krankheit stirbt. Ihre Konsumgeilheit hat sie aber nicht getötet. Es waren Kugeln. Was für Motive die Menschen hatten, als sie versuchten, der DDR zu entkommen, ist doch völlig unerheblich. Es gehört nur aber zum anständigen Menschenverstand, zu akzeptieren, dass man Menschen an Grenzen nicht abknallt, nur weil sie das Land verlassen wollen. Klar, sie wussten um das Risiko. Aber das macht es nicht besser.
Widerwertigen Mord zu rechtfertigen und gleichzeitig die Opfer zu beschuldigen ist unangebracht (für die geistige Adaptionshaltung der Ideologie muss man nur mal den Gebrauch des Wortes "wir" bei dieser Person anschauen - als ob alle DDR Bürger für die Mauer waren), und das will ich hier nicht sehen. Es macht mich krank, diese Menschenverachtung zu sehen.

