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Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:50
von Kathryn Janeway
Original von Lady Enigma
Einräumen würde ich sie jedem, der sich legal hier aufhält.
Wer sie nutzt, ist für die Gesellschaft ein Aktivposten.
Auch sollte man die Abschiebepraxis endlich sinnvoll gestalten. Hier gab es vor einiger Zeit zwei Fälle. Nigerianer. Drogendealer, gewalttätig, Vergewaltiger. Abschiebung gescheitert.
Familie, Ex-Jugoslawien, alle voll integriert, alles super, die mussten raus, Asylantrag abgelehnt. Nach X Jahren. Ist doch widersinnig!
Und leider nach meinen Erfahrungen nicht die Ausnahme. Weder hier noch in Deutschland....
Die Leute, die sich hier wirklich integrieren lassen sich auch einbürgern.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:54
von Stigman
Original von Lady Enigma
Einräumen würde ich sie jedem, der sich legal hier aufhält.
Wer sie nutzt, ist für die Gesellschaft ein Aktivposten.
Nichts anderes habe ich gesagt!

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 13:04
von Lady Enigma
Weiß ich. Bezog sich auf den Post über meinem.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 14:36
von Amber Marie Ford
Ich bin weiß Gott nicht sonderlich gut auf das deutsche Schulwesen, die deutsche Lehrerschaft usw. zu sprechen. Verlierer werden nicht geboren, sondern gemacht, und in Deutschland z. B. ganz erheblich durch eine verfehlte Bildungspolitik. Darüber müssen wir uns nicht unterhalten.

Aber man muss auch mal einen Punkt machen und den Einfluss anderer Faktoren anerkennen. Zum Beispiel den des Elternhauses. Schulen, Jugendämter und ähnliche Einrichtungen können sich noch so große Mühe geben, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft zu integrieren - wenn ihre Familien und ihr Zuhause so etwas wie hermetisch abgeschirmte Brückenköpfe eines strenggläubig-konservativen Islam, oder, auch ein Problem, des türkischen Nationalismus sind, wo ihnen vermittelt wird, dass sie eben nicht Teil dieser Gesellschaft sind und das auch überhaupt nicht anstreben sollen, dann sind alle Integrierungsbemühungen zum Scheitern verurteilt.

Man kann nicht in diesem Land leben wollen, für sich Meinungs- und Religionsfreiheit, Respekt seines kulturellen Hintergrundes und Schutz vor Diskriminierung einfordern, und dabei der Meinung sein, dass die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte eigentlich "westliche Irrlehren" seien, auf Grund derer sich z. B. niemand darin einzumischen habe, wie man seine Kinder erzieht.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 15:03
von Roland Neugebauer
Original von Lady Enigma
Einräumen würde ich sie jedem, der sich legal hier aufhält.
Wer sie nutzt, ist für die Gesellschaft ein Aktivposten.
Auch sollte man die Abschiebepraxis endlich sinnvoll gestalten. Hier gab es vor einiger Zeit zwei Fälle. Nigerianer. Drogendealer, gewalttätig, Vergewaltiger. Abschiebung gescheitert.
Familie, Ex-Jugoslawien, alle voll integriert, alles super, die mussten raus, Asylantrag abgelehnt. Nach X Jahren. Ist doch widersinnig!
Und leider nach meinen Erfahrungen nicht die Ausnahme. Weder hier noch in Deutschland....
Der Fall Zogaj?

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 15:10
von Kathryn Janeway
Original von Roland Neugebauer

Der Fall Zogaj?
Für die, die es nicht wissen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Abschiebun ... ilie_Zogaj

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 15:31
von Lady Enigma
Nee, die meinte ich nicht. Hab die Zeitung leider nicht mehr, es war auch kein Medienereignis. Was die Zogajs angeht, ich sprach von legal hier. Info

Verfasst: Di 13. Okt 2009, 16:48
von Lady Enigma
Wieso nur fällt mir hierzu
Artikel 27
1 Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern. Dieses Recht wird durch kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis beschränkt. Niemand darf benachteiligt werden, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht.
2 Die Freiheit der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens ist gewährleistet.
ein.....

Verfasst: Di 13. Okt 2009, 17:09
von Heinrich Julius von Jagonburg
Die Leute, die sich hier wirklich integrieren lassen sich auch einbürgern.
Ich habe Leute kennengelernt, die voll integriert waren und seit Jahren in Deutschland gearbeitet und gelebt haben und dennoch keine Staatsbürgerschaft beantragt haben, obwohl es für sie selbst finanziell und auch vom Lebensstandard her besser gewesen wäre. Rein aus einer Nostalgie heraus. Deswegen kann ich deine starre Gleichung so nicht unterschreiben.

Verfasst: Di 13. Okt 2009, 17:28
von Rafael van der Linden
Original von Heinrich Julius von Jagonburg
Ich habe Leute kennengelernt, die voll integriert waren und seit Jahren in Deutschland gearbeitet und gelebt haben und dennoch keine Staatsbürgerschaft beantragt haben, obwohl es für sie selbst finanziell und auch vom Lebensstandard her besser gewesen wäre. Rein aus einer Nostalgie heraus. Deswegen kann ich deine starre Gleichung so nicht unterschreiben.
In vielen anderen Ländern hat man als dort arbeitender und längerfristig lebender Ausländer etliche, teils erhebliche Nachteile hinzunehmen. Das ist in Deutschland großteils nicht so, bzw. Deutschland ist ein strukturell sehr wenig staatsbürgerschafts-exklusiver Staat. Das finde ich auch in den meisten Fällen gut. Viel wichtiger sind doch Sprache, Benehmen und zivilisiertes Verhalten. Und das unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Mir ist ein gut integrierter Ausländer lieber als ein asozialer Deutscher. Und umgekehrt.

Letztes Mal sagte bei einem Kurs, an dem ich teilnahm, ein Türke, der gut Deutsch sprach und auch sonst ganz gut erzogen schien, zu einem anderen Türken, der die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hatte, allerdings eher scherzhaft gemeint: "Verräter."
Er erklärte das damit: Ein Türke, der seine Staatsangehörigkeit aufgibt, kann u.a. in der Türkei kein Haus mehr kaufen und gilt als Abtrünniger von der türkischen Tradition und Kultur.

Der Nationalismus in der Türkei ist allgemein noch sehr groß. Hier kann Deutschland ein Vorbild sein, wie man selbstbewusst, aber locker und nicht-fanatisch mit Nation, Herkunft und Kultur etc. umgehen könnte.
Leider fehlt es Deutschland dazu noch an unverkrampften, unideologischem und gerade dadurch selbstbewusst-lockerem Umgang mit dem eigenen Land.