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Routinier
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Ich finde den Gedanken von Konrad Grimm recht Interessant.

In der tat ohne eine Gesellschaft gibt gibt es auch kein Verbrechen da die Gesellschaft ja überhaupt erst Verbrechen definiert.

Ich möchte allerdings auch meinen das es ein Gerücht ist das durch einen Anstieg an Individualität die Rate der Gewaltverbrechen zu nehmen.

Den Mensch zum Menschen macht erst sein Individuelles Denken , wie sagte einst der Philosoph Rene Descartes "ich Denke also bin ich" .

Es ist eine Fehleinschätzung zu meinen Gesellschaft und Kollektiv wären eine Einheit. Die Gesellschaft ist ein verband von Menschen der durch feste Richtlinien versucht das Zivilisierte zusammenleben zu gewährleisten. Das Kollektiv hingegen ist ein Fehlprodukt der Gesellschaft da dieses durch einen Einheitlichen Zwang und die Instrumentalisierung der Menschen ihnen ihre Individualität nimmt und somit ihr freies Denken was bedeutet das sie den Sinn ihrer Existenz verlieren. Somit ist das Kollektiv eine zu Überwindende Geißel der der Menschheitsgeschichte.

Das war jetzt zwar irgend wie am Thema vorbei aber was solls ^^
 

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Ich bin Legastheniker und bitte um Verständnis

Senator der Freien Republik Katista
Grünschnabel
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Grünschnabel

Beitrag von Lady Enigma »

Original von Konrad Grimm

Das hat aber nichts mit Verbrechen zu tun. Das folgt der Moral "bist du schwächer, kriegst du aufs Maul, bin ich schwächer, kriege ich aufs Maul".

Nein, ich sehe da tatsächlich eine Glockenkurve der Kriminalität. Es gibt an beiden Enden keine und ein Maximum im liberalen Staat. Geht es über den liberalen Staat hinaus, sinkt die Kriminalität erneut. Polizeiliche Überwachungsmaßnahmen nehmen zu. Es findet ein zunehmender sozialer Ausgleich statt. Bildungseinrichtungen tragen zur Sozialisierung bei. Am Ende steht der heute noch dystopische Ameisenstaat mit der Degradierung des einzelnen zum Rädchen im System, ohne eigenen Willen nur den Gemeininteressen verpflichtet.
Schön polemisch, weil halb wahr....
Selbst bei Schimpansen und Wölfen gibt es erkennbare Regeln für Sanktionen. Und wir unterscheiden uns nicht von denen. Höchstens oberflächlich. Wenn ich die Macht an mich reiße, dann drück ich den Unterlegenen meine Regeln auf und sei es mit Gewalt. Und ich muß gewisse Grenzen achten, weil ich sonst weg vom Fenster bin.
Und eine kollektivistische Gesellschaft? Sicher gibt es da weniger Verbrechen aber niemals keine, selbst nach deren Regeln. Egal, wie ameisenhaft sie ist.
Und das wesentliche, was Verbrechen sind, definiert immer die herrschende Gruppe in Wechselwirkung mit der Gesellschaft....
 

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Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Beitrag von Konrad Grimm »

Original von Lady Enigma
Selbst bei Schimpansen und Wölfen gibt es erkennbare Regeln für Sanktionen.
Ja, dort ist aber klar, dass die Regeln Produkt von Macht und Willkür sind. Das Alpha-Tier bestimmt halt, solange es im Rangkampf nicht unterliegt. Ein Territorium gehört solange einem Wolfsrudel, bis ein anderes kommt und es vertreibt. Die Natur kennt nur ein Recht, und das ist das Recht des Stärkeren. Das ist aber ja gerade das GEGENTEIL dessen, was der Homo Sapiens "Recht" schimpft. Und deswegen gibt es im Tierreich eben keine Verbrechen - wer immer sich durchsetzt, hat eben recht, basta. Erst das menschliche Gehirn hat die Phantasterei von "Recht" und "richtig" erfunden.
Und eine kollektivistische Gesellschaft? Sicher gibt es da weniger Verbrechen aber niemals keine, selbst nach deren Regeln. Egal, wie ameisenhaft sie ist.
Du denkst nicht weit genug. Technologie mag eines Tages die Gesellschaft zu so vollständigen Gehirnwäschen befähigen, vielleicht zudem zu Zuchtmöglichkeiten, dass jede Eigenheit und Persönlichkeit verschwimmt und nur noch das Kollektiv zählt. Die Roman-Dystopien wie Brave New World oder 1984 sind da ja alle noch einen Schritt davon entfernt, weil es noch einzelne Abweichler gibt. Aber warum nicht den Schritt weitergehen und die Menschen dem zivilisatorischen Endzustand, einer Insektengesellschaft, zuordnen?
 

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Grünschnabel
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Beitrag von Lady Enigma »

Nachtrag zur Todesstrafe: Hier müssen sich gerade zwei Leute wegen falscher Zeugenaussage verantworten. Die haben einen Unschuldigen belastet, der darauf acht Jahre wegen Mordes gesessen hat. Dann hat man den wahren Täter gefasst....
 

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