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Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 08:39
von Palin Waylan-Majere
Das macht natürlich extrem viel Sinn! Die deutsche Republik produziert Straftäter und verschickt die dann in irgendwelche Länder, weil die Eltern des Straftäters diese Staatsbürgerschaft vererbt haben. Mal ganz davon abgesehen, dass die dortigen Behörden genau so sagen können: "zurück an den Absender" - was machen wir denn mit straffällig gewordenen Uiguren, Palästinensern, Kurden, Tschetschenen, Tamilen, Tutzi, Sahrauis etc.?

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 08:45
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere
Das macht natürlich extrem viel Sinn! Die deutsche Republik produziert Straftäter und verschickt die dann in irgendwelche Länder, weil die Eltern des Straftäters diese Staatsbürgerschaft vererbt haben. Mal ganz davon abgesehen, dass die dortigen Behörden genau so sagen können: "zurück an den Absender" - was machen wir denn mit straffällig gewordenen Uiguren, Palästinensern, Kurden, Tschetschenen, Tamilen, Tutzi, Sahrauis etc.?
Die deutsche Republik hat diese Straftäter eben nicht produziert. Oder bist du schuld, wenn dein Gast zum Straftäter wird? Die Länder, deren Staatsbürger das sind sind die Absender. Und ja: Ich würde auch Uiguren, Palästinenser, Kurden, Tschetschenen, Tamilen, Tutsi, Saharauis und und und zurückschicken, wenn sie hier gewalttätig werden.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 09:08
von Palin Waylan-Majere
Original von Kathryn Janeway

Die deutsche Republik hat diese Straftäter eben nicht produziert. Oder bist du schuld, wenn dein Gast zum Straftäter wird?
Ein Gast kommt zum Abendessen und geht später wieder. Das trifft auf die meisten Migranten aber nicht zu - die Vorstellung von der Rotation der Gastarbeiter ist jahrzehntealt. Jemanden, der hier geboren wurde, wegzuschicken, weil seine Ahnentafel nicht genügend Deutsche beinhaltet, ist doch absurd.
Wenn du es unbedingt als Vergleich mit dem häuslichen Leben haben willst, dann wären das Pflege- Adoptiv- oder Stiefkinder.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 09:13
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere

Ein Gast kommt zum Abendessen und geht später wieder. Das trifft auf die meisten Migranten aber nicht zu - die Vorstellung von der Rotation der Gastarbeiter ist jahrzehntealt. Jemanden, der hier geboren wurde, wegzuschicken, weil seine Ahnentafel nicht genügend Deutsche beinhaltet, ist doch absurd.
Wenn du es unbedingt als Vergleich mit dem häuslichen Leben haben willst, dann wären das Pflege- Adoptiv- oder Stiefkinder.
Und warum müssen wir ihn zwingend betreuen, nur weil er zufällig hier geboren wurde? Er ist ein Gewalttäter, er gehört nicht zu diesem Staat, damit gehört er abgeschoben. Soll sich seine Heimat um ihn kümmern.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 09:37
von Palin Waylan-Majere
Entweder haben wir seinen Eltern/Großeltern Asyl gewährt oder sie kamen als Gastarbeiter in die BRD - beides geschah mit staatlicher Erlaubnis oder gar auf staatliche Initiative hin. Von "zufällig hier geboren" kann überhaupt keine Rede sein.
Wenn er Gewalttäter ist, muss er eine gerechte Strafe und u.U. eine Therapie bekommen. Strafen müssen sich aber an die Verhältnismäßigkeit halten - Zwangsdeportation in ein für ihn fremdes Land und dauerhafte Illegalisierung der gesamten Existenz ist weder gerecht noch verhältnismäßig (es sei denn, man hält Hammurabis Gesetzesstele immernoch für einen großen zivilisatorischen Fortschritt).
Das GG hat den Art. 3 ja nicht zum Spaß. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Diese Sätze sind keine netten Empfehlungen, sondern binden Recht und Gesetzgebung im Geltungsbereich - und nicht nur für all jene, die Mitglied im Club der echten Deutschen sind.
Und seine "Heimat" kann ja wohl schwerlich ein Land sein, dass er gar nicht kennt.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 11:52
von Kathryn Janeway
Original von Palin Waylan-Majere
Entweder haben wir seinen Eltern/Großeltern Asyl gewährt oder sie kamen als Gastarbeiter in die BRD - beides geschah mit staatlicher Erlaubnis oder gar auf staatliche Initiative hin. Von "zufällig hier geboren" kann überhaupt keine Rede sein.
Wenn er Gewalttäter ist, muss er eine gerechte Strafe und u.U. eine Therapie bekommen. Strafen müssen sich aber an die Verhältnismäßigkeit halten - Zwangsdeportation in ein für ihn fremdes Land und dauerhafte Illegalisierung der gesamten Existenz ist weder gerecht noch verhältnismäßig (es sei denn, man hält Hammurabis Gesetzesstele immernoch für einen großen zivilisatorischen Fortschritt).
Das GG hat den Art. 3 ja nicht zum Spaß. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Diese Sätze sind keine netten Empfehlungen, sondern binden Recht und Gesetzgebung im Geltungsbereich - und nicht nur für all jene, die Mitglied im Club der echten Deutschen sind.
Und seine "Heimat" kann ja wohl schwerlich ein Land sein, dass er gar nicht kennt.
Staatsbürgerschaft ist im Artikel 3 nicht aufgezählt. Und Heimat ist juristisch nun mal das Land, in dem man Bürger ist und nicht zwingend das, wo man lebt. Ich fordere eine Abschiebung auch nur für wiederholte Gewalttäter. Wer 3 mal zuschlägt, geht. Egal was auf ihn dort zukommt.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:26
von Stigman
Zuallererst(!) müssen hier die Grundvoraussetzungen geschaffen werden, daß jeder gute Chancen hat etwas aus sich und seinem Leben zu machen. Wer sich dann nicht an die Spielregeln hält muß die Konsequenzen tragen! Das kann dann natürlich auch die Fahrkarte ins Land der eigenen Staatsbürgerschaft sein. Warum auch nicht?

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:32
von Lady Enigma
Was für Voraussetzungen will man denn noch schaffen?
Wenn das vorhandene nicht reicht, weiß ich auch nicht...
Sprachkurse.... Kein Problem. Beratung? Auch nicht.
Bildung kann man mit Bildungswillen erwerben, auf den verschiedensten Wegen.
Wem das Vorhandene nicht reicht, der soll sich was besseres suchen.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:33
von Kathryn Janeway
Erstmal müssen diese Chancen aber den eigenen Bürgern und EU-Bürgern eingeräumt werden und erst dann Drittstaatenangehörigen.

Verfasst: Sa 10. Okt 2009, 12:45
von Lady Enigma
Einräumen würde ich sie jedem, der sich legal hier aufhält.
Wer sie nutzt, ist für die Gesellschaft ein Aktivposten.
Auch sollte man die Abschiebepraxis endlich sinnvoll gestalten. Hier gab es vor einiger Zeit zwei Fälle. Nigerianer. Drogendealer, gewalttätig, Vergewaltiger. Abschiebung gescheitert.
Familie, Ex-Jugoslawien, alle voll integriert, alles super, die mussten raus, Asylantrag abgelehnt. Nach X Jahren. Ist doch widersinnig!
Und leider nach meinen Erfahrungen nicht die Ausnahme. Weder hier noch in Deutschland....