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Verfasst: So 15. Nov 2009, 16:43
von Felipe Gutierrez
Original von Rafael van der Linden
Boris Palmer sprach gestern von 18000 Euro pro Nase.
Schön, weißt du was die Meisterschule in manchen Bereichen kostet?

Verfasst: So 15. Nov 2009, 17:12
von pjotr
Hat jemand behauptet dass es gut sei dass die so viel kostet?

Verfasst: So 15. Nov 2009, 17:16
von Palin Waylan-Majere
Original von Victoria Sewell

Die Linken zahlen doch gerne Steuern. ;) Das ist also kein Argument, sich nicht vorher schon an der Finanzierung des doch eigentlich so verehrten Staatstums zu beteiligen.
Man bezahlt zweimal - zuerst durch Gebühren, hinterher durch Steuern.
Die Qualität der Hochschulen ist dadurch nicht besser geworden, das Essen in den Mensen nicht günstiger, die Bibliotheken nicht besser ausgestattet. Allein das Wort Studiengebühren führt ja schon in die Irre, da die meisten dieser Gelder doch in die Finanzierung der Staatsschulden oder neuer Panzer fließen, statt für neue Sitzbänke im Hörsaal. Die Konsequenz ist die vermehrte private Verschuldung, der verstärkte Zwang zu dauerhaften Nebenjobs und der Verzicht auf eine akademische Bildung oder der Umzug in ein Bundesland ohne Gebühren.

Letztlich sind die Studiengebühren die Vorform für Schulgebühren, zumindest für die Sekundarstufe II.

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 17:50
von Nikolai Vovocka
Original von Nestor Caprice
Damit der Kreis der Nicht-Studierer nicht noch grösser wird, damit kein Klassensystem in der Bildung Einzug hält, muss jetzt etwas getan werden. In ein paar Monaten ist es zu spät.
Die Zahl der Studienanfänge ist in Deutschland sehr groß, aber die Durchfallraten sind ebenso. Die Hörsäle sind überfüllt und da soll der Anteil der "Studierer" nicht groß genug sein?

Bei der Berufsberatung wurde mir gesagt, dass das System daran scheitere, dass die sehr guten Schüler studieren, die guten eine Ausbildung machen und die schlechten studieren. Aber für Leute, die es auf der Uni nicht packen, gibt es kaum noch Einstiegsmöglichkeiten.

Ich bin übrigens kein Kind reicher Eltern und habe studiert. Für nachgelagerte Studiengebühren, die den Hochschulen zu gute kommen, bin ich aber dennoch...

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 18:17
von Palin Waylan-Majere
Original von Nikolai Vovocka
Ich bin übrigens kein Kind reicher Eltern und habe studiert. Für nachgelagerte Studiengebühren, die den Hochschulen zu gute kommen, bin ich aber dennoch...
Diese heißen "Lohnsteuer".

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 18:27
von Felipe Gutierrez
Original von Palin Waylan-Majere
Diese heißen "Lohnsteuer".
Lohnsteuerzahler sind aber auch viele Menschen, die nicht studiert haben und nicht primäre Nutznießer des universitären Angebots sind. Eine konrekte Beteiligung der Studierenden an den Kosten des Studiums mit einem machbaren Studienbeitrag sind also sozial ausgewogener und gerechter.

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 18:41
von Tony Gold
Original von Felipe Gutierrez

Lohnsteuerzahler sind aber auch viele Menschen, die nicht studiert haben und nicht primäre Nutznießer des universitären Angebots sind. Eine konrekte Beteiligung der Studierenden an den Kosten des Studiums mit einem machbaren Studienbeitrag sind also sozial ausgewogener und gerechter.
Die Machbarkeit liegt immer im Auge des Betroffenen.

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 18:45
von Palin Waylan-Majere
Original von Felipe Gutierrez

Lohnsteuerzahler sind aber auch viele Menschen, die nicht studiert haben und nicht primäre Nutznießer des universitären Angebots sind. Eine konrekte Beteiligung der Studierenden an den Kosten des Studiums mit einem machbaren Studienbeitrag sind also sozial ausgewogener und gerechter.
Dann wäre es auch sozial ausgewogen und gerecht, wenn die Bundeswehrangehörigen alle selber ihre Geschosse bezahlen, die sie bei Manövern verballern. Von Gebühren für Gerichte, Schulen, die Polizei und die Feuerwehr ganz zu schweigen.

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 18:48
von Tony Gold
Original von Palin Waylan-Majere

Dann wäre es auch sozial ausgewogen und gerecht, wenn die Bundeswehrangehörigen alle selber ihre Geschosse bezahlen, die sie bei Manövern verballern. Von Gebühren für Gerichte, Schulen, die Polizei und die Feuerwehr ganz zu schweigen.
Das wär krass - schon mal nen Katalog für Feuerwehrbedarf gelesen? Ist aber wirklich die gleiche Logik. Und ich garantier dir, müssten wir uns unser "Hobby" selbst finanzieren, es gäbe keine freiwilligen Feuerwehren mehr in Deutschland. Hier zahlt der Staat (genauer : Die Kommune) ja auch - wieso also nicht bei der Bildung auch?

RE: Studentenproteste

Verfasst: So 15. Nov 2009, 21:39
von Felipe Gutierrez
Original von Tony Gold
Die Machbarkeit liegt immer im Auge des Betroffenen.
Natürlich gibt es soziale Härten und die sollen auch abgefedert werden. Aber ein Beitrag des Studenten für seine Universität, für die die Gemeinschaft bezahlt ist durchaus drin.