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Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 23:30
von Nikolai Vovocka
Original von Nestor Caprice
Es ist aber klar, dass es nicht Leute wie ich sein werden, die bei Beibehaltung dieser selektiven Studiengebühren noch in der Uni sitzen.
Von nachgelagerter Studiengebühren-Erhebung hast Du noch nichts gehört, oder!?
Diese Form der Finanzierung zeichnet sich dadurch aus, dass sie erst NACH dem Studium fällig wird, also dann wenn der Akademiker ein Einkommen hat, aus dem er die Gebühren in Raten bezahlen kann.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 23:35
von pjotr
Warum also nicht gleich abschaffen und stattdessen die Spitzensteuersätze erhöhen?
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 23:48
von Felipe Gutierrez
Original von pjotr
Warum also nicht gleich abschaffen und stattdessen die Spitzensteuersätze erhöhen?
Die "Spitzensteuersätze" können auswandern, die Universitäten müssen hier finanziert werden.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 23:51
von Nestor Caprice
Original von Nikolai Vovocka
Von nachgelagerter Studiengebühren-Erhebung hast Du noch nichts gehört, oder!?
Ähem, der heutige Arbeitsmarkt lässt mit Sicherheit nicht den Schluss zu, dass man als Uniabsolvent sofort einen hochdotierten Job kriegt, ganz im Gegenteil.
Ein anderer Punkt ist die Familienplanung: Wer ist so blöd und kriegt Mitte 20 Kinder, wenn er noch Schulden abzubezahlen hat? Die schwarz-gelben Lackaffen schiessen sich dabei selbst ins Knie.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 23:55
von Nikolai Vovocka
Original von Nestor Caprice
Ähem, der heutige Arbeitsmarkt lässt mit Sicherheit nicht den Schluss zu, dass man als Uniabsolvent sofort einen hochdotierten Job kriegt, ganz im Gegenteil.
Archäologie studiert?

Vielleicht nicht sofort und hochdotiert (was das heißt, muss ja jeder für sich selbst definieren) aber wenn man sich einigermaßen geschickt anstellt, sollte man schon einen Job finden.
Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:02
von Felipe Gutierrez
Nur die wenigsten werden es sich leisten können, die Gebühr direkt zu bezahlen. Das wissen auch die Politiker, dass wissen die Hochschulen, daher werden vernünftige Angebote geschaffen werden. Es kann sich in diesem Land niemand leisten, wenn plötzlich niemand mehr studiert und das wird auch sicher nicht passieren. Natürlich möchte man (und ich auch nicht) nach dem Studium keine 15.000 € bezahlen müssen, aber wenn die Studienbedingungen dann stimmen bzw. verbessert werden (und das muß beim Thema Studiengebühren eine dringende Bedingung sein, ich will nicht den Thüringer Landeshaushalt sanieren), dann finde ich das durchaus gerechtfertigt, für meine Ausbildung 500€ zu zahlen, weil ich danach eben doch ziemlich gute Jobchancen habe. Und doch, es ist immernoch so, dass man als Akademiker weiterhin gute bis sehr gute Chancen hat. Und wenn man nach dem Studium keinen Job bekommt, dann kann man eben kein Geld zurückzahlen, ist ja beim Bafög auch nicht anders. Die Ausbildung meiner Schwester kostet übrigens so um die 20.000 € für 3 Jahre und die hat sie danach auch auf der Backe und so ist das mittlerweile in einigen anderen Ausbildungsbereichen auch, nur hört man die nie jemanden rumjaulen.
Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:08
von Rafael van der Linden
Original von Felipe Gutierrez
So viel ist das nun auch wieder nicht.
Boris Palmer sprach gestern von 18000 Euro pro Nase.
Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:24
von Hans Sack
Original von pjotr
Bezahlung aus Staatsmitteln.
Natürlich :rolleyes: Als hätten wir noch nicht genug "Soziale" Misswirtschaft.
Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:30
von Sven Wenzel
Die Bezahlung der Universitäten aus Staatsmitteln ist soziale Misswirtschaft?
Verfasst: So 15. Nov 2009, 00:31
von pjotr
Original von Felipe Gutierrez
aber wenn die Studienbedingungen dann stimmen bzw. verbessert werden (und das muß beim Thema Studiengebühren eine dringende Bedingung sein, ich will nicht den Thüringer Landeshaushalt sanieren)
Also ich bezahl hier die Aufrechterhaltung des Bib-Bestandes durch Studiengebühren, nachdem die Staatsregierung ihren Bibliothekentof vor ein paar Jahren in "Sondermittel" umbenannt hat und sich letztens gedacht hat: Ach, was Besonderes gibts im Moment nicht, streichen wir den Topf doch wieder...