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Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Nivellierung der Klassenunterschiede? Wohl ein Euphemismus... Aber gut, das soll nicht polemisch werden, daher hätte ich einfach mal ein paar Fragen.
Wie soll denn diese Nivellierung oder wie auch immer durchgesetzt werden?
Und was passiert, wenn bei der nächsten Wahl das Volk wieder für
die kapitalistische Richtung entscheidet?
Wie soll denn diese Nivellierung oder wie auch immer durchgesetzt werden?
Und was passiert, wenn bei der nächsten Wahl das Volk wieder für
die kapitalistische Richtung entscheidet?

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Nein, Nivellierung ist ein ganz wertneutraler Ausdruck. Exakt darum geht es im revolutionären Sozialismus laut Marx.Original von Lady Enigma
Nivellierung der Klassenunterschiede? Wohl ein Euphemismus...
Auf wen beziehst Du Dich jetzt? Auf Marx?Wie soll denn diese Nivellierung oder wie auch immer durchgesetzt werden?
Und was passiert, wenn bei der nächsten Wahl das Volk wieder für
die kapitalistische Richtung entscheidet?

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Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Nee, auf "demokratischen Sozialismus", wenn man Demokratie im derzeit allgemein akzeptierten Sinn verwendet.
Aber bleiben wir mal bei Karlchen.
Wir sind uns ja einig, daß laut Marx für einen Umsturz der Gesellschaftsordnung eine revolutionäre Situation vorliegen muß.
Ich gehe also nach Deiner Frage mal davon aus, daß Du nicht Wahlen im Sinn hast, um den Sozialismus einzuführen. Liege ich da richtig?
Aber bleiben wir mal bei Karlchen.
Wir sind uns ja einig, daß laut Marx für einen Umsturz der Gesellschaftsordnung eine revolutionäre Situation vorliegen muß.
Ich gehe also nach Deiner Frage mal davon aus, daß Du nicht Wahlen im Sinn hast, um den Sozialismus einzuführen. Liege ich da richtig?

Der gebildete Mensch hat die Pflicht, intolerant zu sein
Nicolas Gomez Davila
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Nein, zum Einen ist deine Interpretation von Marx und Engels da sehr verkürzt, zum anderen ist Demokratischer Sozialismus eben wesentlich auf Wahlen und Abstimmungen begründet.Original von Lady Enigma
Nee, auf "demokratischen Sozialismus", wenn man Demokratie im derzeit allgemein akzeptierten Sinn verwendet.
Aber bleiben wir mal bei Karlchen.
Wir sind uns ja einig, daß laut Marx für einen Umsturz der Gesellschaftsordnung eine revolutionäre Situation vorliegen muß.
Ich gehe also nach Deiner Frage mal davon aus, daß Du nicht Wahlen im Sinn hast, um den Sozialismus einzuführen. Liege ich da richtig?

Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Du wirst aber einräumen müssen, dass man nicht gleichzeitig Demokrat und orthodoxer Marxist sein kann.Original von Montgomery Scott
Nein, zum Einen ist deine Interpretation von Marx und Engels da sehr verkürzt, zum anderen ist Demokratischer Sozialismus eben wesentlich auf Wahlen und Abstimmungen begründet.
Beiträge: 5381
Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Doch, selbstverständlich kann man das. Ich kenne von Marx und Engels nur Textstellen, in denen die Diktatur des Proletariats demokratisch von statten geht.Original von Konrad Grimm
Du wirst aber einräumen müssen, dass man nicht gleichzeitig Demokrat und orthodoxer Marxist sein kann.

Beiträge: 934
Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Verkürzt? Worauf? Wohl doch aufs wesentliche. Diktatur des Proletariates ist ja wohl eine etwas andere als die hier übliche Form der Demokratie. Gewählt wird selbst in Nordkorea.
Und was das Zustandekommen der Diktatur des Proletariates betrifft,
was bitte meinst Du mit demokratischem Zustandekommen? Revolution? Klassenkampf?
Oder beziehst Du Dich darauf, daß Marx das Proletariat als Klasse in der Mehrheit sah und von daher auch ein gewaltsamer Umsturz eigentlich ein Akt der Demokratie war?
Und was das Zustandekommen der Diktatur des Proletariates betrifft,
was bitte meinst Du mit demokratischem Zustandekommen? Revolution? Klassenkampf?
Oder beziehst Du Dich darauf, daß Marx das Proletariat als Klasse in der Mehrheit sah und von daher auch ein gewaltsamer Umsturz eigentlich ein Akt der Demokratie war?

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Nicolas Gomez Davila
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Registriert: Do 15. Mär 2007, 12:30
Bei Marx ging es nicht um gewaltsame Umstürze, da bringst Du Marx und Lenin durcheinander. Die Diktatur des Proletariats besagt nicht mehr als dass sich die Arbeiterklasse zusammenschließt und vereint Politik zu ihrem eigenen Interesse, nämlich zur Vergesellschaftung der Produktionsmittel betreibt. Das ist durchaus im Rahmen des GG möglich.Original von Lady Enigma
Oder beziehst Du Dich darauf, daß Marx das Proletariat als Klasse in der Mehrheit sah und von daher auch ein gewaltsamer Umsturz eigentlich ein Akt der Demokratie war?

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Registriert: So 18. Mär 2007, 17:49
Schau mal ins ManifestWenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen die Existenzbedingungen des Klassengegensatzes, die Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf

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Nicolas Gomez Davila
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