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Verfasst: Do 18. Jun 2009, 10:04
von Helen Bont
Original von Montgomery Scott

Frau Bont, es gibt für alles eine falsche und eine richtige Zeit. Einen Schritt bei t=1 als falsch und t=2 als richtig anzusehen, ist nicht widersprüchlich. Ich räume gerne ein, dass das Agieren der Linken in den letzten Tagen kritikwürdig und verbesserungsfähig ist. Wie dann aber der Schluss auf die Beurteilung der Vereinsgründung geht, ist mir wiederum schleierhaft.
Sicherlich wandeln sich Ansichten im Laufe der Zeit, Herr Scott. Dass diese sich aber so rasant ändern, kaum dass sich der Gang in die Opposition abzeichnet, dürfte eigentlich selbst Sie überraschen.
Es ist ja durchaus positiv anzumerken, wenn Sie, wenn auch nur zaghaft, andeuten, dass die Linke Liste in der Vergangenheit Fehler gemacht haben könnte. Nur, Herr Scott, Erkenntnis allein ist nicht ausreichend, man muss auch danach handeln. Davon ist die Linke Liste aber noch meilenweit entfernt, wie man zum Beispiel im Unionsparlament sehen: Sie starten eine Wahl, obwohl Sie wissen mussten, dass die an den Kollegen Veitayaki geschickten Wahlunterlagen eine Bezeichnung enthielten, die er als Beilidigung auffassen würde. Und obwohl sich eine Mehrheit der Abgeordneten für einen Abbruch des laufenden Wahlvorgangs zum Parlamentspräsidenten und für eine neue Wahl ausgesprochen hat, lassen sie die Wahl weiter laufen.
Sie und Ihre Parteigenossen haben in der letzten Zeit eine Reihe von Menschen massiv gegen Kopf gestoßen und sich dann gewundert, wenn diese dementsprechend reagieren - ich nenne nur die alberne Strafanzeige von Herrn Jerrkov gegen die SPDU.
Wissen Sie was das Tragische an Ihnen und Ihrer Partei ist? Dass sie in Ihrer Kritik nicht in der Lage sind, Maß zu halten. Wäre ich Sozialdemokrat, würde ich mir, nach allem was in den letzten Tagen sgegen die SPDU und ihren Repräsentanten gesagt wurde, erst nach 10 Legislaturperioden überlegen, ob eine Koalition mit einer wie auch immer genannten Linkspartei in Erwägung gezogen werden kann.
In Ihrem Gründungsaufruf sprechen Sie zwar davon, dass Sie und Ihre Partei gemeinsam mit anderen Menschen etwas erreichen wollen, das ist aber leider nur der Anspruch. In der Realität haben Sie die Gesellschaft weiter polarisiert und bestehende Gräben nicht nur vertieft, sondern haben sogar neue - zu SPDU und Grünen - aufgerissen.

Edit: Grammatische Fehler korrigiert.

Verfasst: Do 18. Jun 2009, 10:18
von Joeli Veitayaki
:klatsch:

Verfasst: Do 18. Jun 2009, 10:28
von Fiete Schulze
Was mir hier einfach auffällt ist, dass immer behauptet wird, wir hätten der SPDU gegen den Kopf gestoßen.
In meinen Augen ist das etwas falsch, es war doch die SPDU die eine Zusammenarbeit mit uns abgelehnt und sich für die Radikalkapitalisten entschieden hat.
Den Schwarzen Peter jetzt der Vereinigten Linke zuschieben zu wollen, halte ich etwas an der Realität vorbei argumentiert.
Besonders wenn man bedenkt, dass der Koavertrag mit der FDU wesentlich genauer und stichaltiger war, als der KLL-Vertrag.
Warum verbreitet denn der SPDU-Vorsitzende in seiner Partei einen Brief, in dem er gegen eine Zusammenarbeit mit der LL aufruft, statt das Gespräch mit uns zu suchen??
Und das, liebe Frau Bont, ist geschehen, bevor es zu einer massiven Kritik an die Ex-Sozialdemokraten kam.
Herr Hennrich ist ein herausragender Wirtschaftspolitiker, doch leider kein guter Parteipolitiker. Weder Parteitaktik noch Parteiarbeit kann er erfolgreich umsetzen, deswegen gab es z.B. auch keine anständige Liste der SPDU zur letzten Wahl und nicht mal ein Wahlprogramm.
Und mal ganz ehrlich, wenn die VL nicht die SPDU etwas in die Öffentlichkeit bringen würde, wer würde heute noch über diese Partei reden?
Also kann sie uns eigentlich dankbar sein.

Verfasst: Do 18. Jun 2009, 20:24
von Helmut Hennrich
Original von Vanessa Garland

Lustig, Herr Hennrich, lustig... :rolleyes:

Nur zu Ihrer Information: in stilistisch schönem Lateinisch gehört das Verb des Hauptsatzes an dessen Ende. Im Deutschen sollte es stets möglichst nahe beim Subjekt stehen! :tongue: :]
Also, wenn man sich schon an Schachtelsätze wagt, dann sollte man diese gut durchdenken, bevor man sie loslässt. Sie gestatten, dass ich Sie zitiere? "Die SPDU hat jeden Anspruch verspielt, sich noch als Vertreterin der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Intellektuellen, der Menschen mit Interesse an einer von Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern geprägten Welt, der Menschen mit Sorge um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere als unsere Mitgeschöpfe, der Menschen mit dem ehrlichen Glauben an Gerechtigkeit und Solidarität als unverzichtbare Fundamente jedes menschlichen Zusammenlebens."
Das ein Verb fehlt wird deutlich, wenn man den Nebensatz verkürzt:
"Die SPDU hat jeden Anspruch verspielt, sich noch als Vertreterin der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ... " ja, was? Aufzuspielen, anzupreisen? Am Satzende fehlt ein Verb, ohne den dieser Satz unvollständig ist.
Original von Vanessa Garland
Und im Übrigen: es erschließt sich wohl nur Ihnen und einigen fossilen SPDU-Nostalgikern, inwiefern eine Partei, die den vom Marktradikalisten Rousseau-Mason ferngesteuerten Veitayaki auf den Kanzlerschild hebt, "zu ihren sozialdemokratischen Grundsätzen steht und sozialdemokratische Politik betreibt".
Dann sind Sie nicht auf dem Laufenden: der Koalitionsvertrag trägt eine deutliche sozialdemokratische Handschrift. Wenn Sie so wollen, sind KLL und Liberale Liste ins sozialdemokratische Lager gewechselt.
Original von Vanessa Garland
Und die neue Linkspartei wird natürlich auf dem bewährten Personal und den unverleugbaren Erfolgen der Linken Liste aufbauen. Sie wird sich stolz in die Tradition der linken Parteien und Bündnisse Ratelons sowie der von ihnen erreichten politischen Erfolge einreihen! Wir wollen gar nicht wegwerfen, was die Linke in der Vergangeheit für dieses Land erreicht hat, und wir wollen uns nicht von dem mutigen und engagierten Kampf linker Politiker gegen das unheilvolle Treiben von KLL und IRP distanzieren!

Wir wollen und werden unsere Kräfte bündeln und neu strukturieren, wir wollen und werden an Erreichtes anknüpfen, und unsere Erfolge, auf die wir zu Recht stolz sind, zum Wohle dieses Landes und seiner Menschen mehren!
Ich bin gespannt, ob Sie und die neue Linkspartei mehr drauf haben, als núr Phrasendrescherei.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 10:54
von Helen Bont
Original von Fiete Schulze
Was mir hier einfach auffällt ist, dass immer behauptet wird, wir hätten der SPDU gegen den Kopf gestoßen.
In meinen Augen ist das etwas falsch, es war doch die SPDU die eine Zusammenarbeit mit uns abgelehnt und sich für die Radikalkapitalisten entschieden hat.
Der Parteitag der SPDU hat souverän und in einem demokratischen Prozess eine Entscheidung getroffen. Nur weil diese gegen eine Koalition aus FDU und LL gefallen ist, weiß ich nicht, wo hier beide vor dem Kopf gestoßen worden sein sollen. Es sei denn, sie leiten für die LL irgendein Vorrecht auf eine Koalition mit der SPDU ab.
Im übrigen, Herr Schulze, und da offenbaren Sie die Diffamierungskampagne, die die LL gegen ihre politischen Gegner fährt, ist die SPDU keine Koalition mit Radikalkapitalisten eingegangen, sondern mit politischen Kräften, die, wie auch die SPDU - zumindest schätze ich sie so ein - , für das Prinzip einer freien und zugleich sozialen Marktwirtschaft eintritt. Mit Radikalismus hat dies nichts zu tun. Radilalismus sehe ich eher bei denen, die andere so etwas unterstellen.
Original von Fiete Schulze
Den Schwarzen Peter jetzt der Vereinigten Linke zuschieben zu wollen, halte ich etwas an der Realität vorbei argumentiert.
Besonders wenn man bedenkt, dass der Koavertrag mit der FDU wesentlich genauer und stichaltiger war, als der KLL-Vertrag.
Das Problem ist, dass die LL nicht nur den Schwarzen Peter der SPDU zuschieben will, sondern völlig überzogen auf deren Entscheidung reagiert hat. Allein schon der Vorwurf, die SPDU habe ihre sozialdemokratischen Prinzipien über Bord geworfen, ist völlig verfehlt.
Original von Fiete Schulze
Warum verbreitet denn der SPDU-Vorsitzende in seiner Partei einen Brief, in dem er gegen eine Zusammenarbeit mit der LL aufruft, statt das Gespräch mit uns zu suchen??
Was seine persönliche Motivation angeht, müssen Sie schon selber fragen. Insgesamt scheint aber die Kommunikation innerhalb der Linksregierung nicht gerqade sehr ausgeprägt gewesen zu sein.
Und das, liebe Frau Bont, ist geschehen, bevor es zu einer massiven Kritik an die Ex-Sozialdemokraten kam.
[/quote]
Original von Fiete Schulze
Herr Hennrich ist ein herausragender Wirtschaftspolitiker, doch leider kein guter Parteipolitiker. Weder Parteitaktik noch Parteiarbeit kann er erfolgreich umsetzen, deswegen gab es z.B. auch keine anständige Liste der SPDU zur letzten Wahl und nicht mal ein Wahlprogramm.
Zumindest mir ist die Programmatik der SPDU noch von der letzten Wahl her bekannt.
Original von Fiete Schulze
Und mal ganz ehrlich, wenn die VL nicht die SPDU etwas in die Öffentlichkeit bringen würde, wer würde heute noch über diese Partei reden?
Also kann sie uns eigentlich dankbar sein.
Das denke ich auch. Ihre überzogene Kritik an den Sozialdemkoraten und die absolut lächerliche trafanzeige Ihres Parteigenossen dürfte zu einer Solidarisierung der Sozialdemokraten mit der SPDU-Führung und zu einer Mobilisierung der sozialdemkoratischen Anhänger führen und diesen bei der nächsten Wahl ein Mehr an Stimmen einbringen.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 11:03
von Fiete Schulze
Frau Bont, Sie können sich ja gerne Ihre Wahrheit zusammenschustern wie Sie wollen, aber so leicht lassen sich die Bürgerinnen und Bürger dann doch nicht täuschen. Wer z.B. bei Joukers Wahlprogramm noch von einer sozialen Marktwirtschaft redet, für den scheint dieser Begriff wohl unendlich dehnbar zu sein.
Fakt ist, dass die Vereinigte Linke innerhalb kürzester Zeit zur größten linken Partei geworden ist und auf dem besten Wege ihre Mitgliederanzahl gegenüber der Ex-Volkspartei SPDU zu verdoppeln.
Die Leute scheinen sich wieder Parteien zu wünschen, die ein klares und deutliches Profil haben. Wo man auch weiß, wähle ich links, bekomm ich auch eine linke Partei und kein Überraschungsei ohne Ziel und ohne Richtung.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 11:09
von Joeli Veitayaki
man könnte auch sagen, ihr seid stehengeblieben und habt euch nicht weiterentwickelt. Linksideologisch unflexibel mit mangelnder Konsensfähigkeit.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 11:15
von Fiete Schulze
Original von Joeli Veitayaki
man könnte auch sagen, ihr seid stehengeblieben und habt euch nicht weiterentwickelt. Linksideologisch unflexibel mit mangelnder Konsensfähigkeit.
Weiterentwicklung bedeutet für einen Konservativen die eigenen Werte über Bord zu werfen...Sie machen gerade richtig gute Eigenwerbung für Ihre KLL.
Und man kann uns gerne unflexibel nennen, weil wir halt nicht mit einer KLL zusammen arbeiten wollen oder mit der Libealen "baut die soziale Marktwirtschaft ab" Liste.
Solche Worte sind ein Lob für uns, weil man uns wieder als eine linke Partei ansieht und nicht als Zutat eines geschmacklos gewordenen Einheitsbreis.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 11:20
von Helen Bont
Original von Fiete Schulze
Frau Bont, Sie können sich ja gerne Ihre Wahrheit zusammenschustern wie Sie wollen, aber so leicht lassen sich die Bürgerinnen und Bürger dann doch nicht täuschen. Wer z.B. bei Joukers Wahlprogramm noch von einer sozialen Marktwirtschaft redet, für den scheint dieser Begriff wohl unendlich dehnbar zu sein.
Der Begriff ist mit Sicherheit nicht beliebig dehnbar. Die Frage ist aber, ob wir unter soziale Marktwirtschaft ein Alimentierbetrieb sehen, mit so unrealistischen Vorstellungen wie einem bedingungslosem Grundeinkommen, bei dem den Menschen jeder Reiz zur Selbsthilfe, Selbstinitiative und letztendlich ein selbstbestimmtews Leben und jede Würde genommen - und der Gesellschaft insgesamt jeder Impuls, der sie weiterbringt, oder ob wir unter soziale Marktwirtschaft eine Ordnung verstehen, die den Menschen fördert, Hilfe zur Selbsthilfe bietet, die Selbstinitiative der Menschen anregt und ihnen ein Leben in Selbstbestimmung und würde ermöglicht.
Original von Fiete Schulze
Fakt ist, dass die Vereinigte Linke innerhalb kürzester Zeit zur größten linken Partei geworden ist und auf dem besten Wege ihre Mitgliederanzahl gegenüber der Ex-Volkspartei SPDU zu verdoppeln.
Das ist in der Tat bedauerlich.
Original von Fiete Schulze
Die Leute scheinen sich wieder Parteien zu wünschen, die ein klares und deutliches Profil haben. Wo man auch weiß, wähle ich links, bekomm ich auch eine linke Partei und kein Überraschungsei ohne Ziel und ohne Richtung.
Nun, hat sich die LL nicht erst neulich als Überraschungsei erwiesen? Gestern noch gegen eine Fusion ihrer Mitgliedsparteien, ist sie heute dafür. Bei so einer Mal-Hü-mal-Hott-Politik weiß man wirklich, woran man ist.

Verfasst: Fr 19. Jun 2009, 11:22
von Helen Bont
Original von Fiete Schulze

....
Solche Worte sind ein Lob für uns, weil man uns wieder als eine linke Partei ansieht und nicht als Zutat eines geschmacklos gewordenen Einheitsbreis.
Das sagt jemand, der auf dem linken Parteienspektrum für einen Einheitsbrei ... ich wollte natürlich sagen für die Gründung einer Einheitspartei gesorgt hat.