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Verfasst: So 1. Feb 2009, 10:58
von Rafael van der Linden
Weiß jemand was darüber, wann Irland den Staatsbankrott erklären muss.
Es soll auf der Insel den Spruch geben: Was ist der Unterschied zwischen Island und Irland? - Ein Buchstabe und sechs Monate.

Verfasst: So 1. Feb 2009, 11:25
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Auch De-Regulierung ist Regulierung, womit die Verantwortung wieder bei der Politik liegt.
Nach dieser Definition gäbe es ja gar keinen Weg zu weniger Regulierung.

Verfasst: So 1. Feb 2009, 12:36
von Konrad Grimm
Original von Rafael van der Linden
Weiß jemand was darüber, wann Irland den Staatsbankrott erklären muss.
Es soll auf der Insel den Spruch geben: Was ist der Unterschied zwischen Island und Irland? - Ein Buchstabe und sechs Monate.
Ich tippe noch darauf, dass das UK schneller ist.
Irland ist Euroland. Werden die schon nicht pleite gehen lassen.

Übrigens, die Freunde von Standard & Poors werten Irland Triple-A. Ich mach auch mal ne Rating-Agentur auf. "So, Zimbabwe möchte also in unsere neue Rating-Einstufung Fünffachadoppelplus geratet werden? Okay. Macht 500.000 Euro. Wie? Zimbabwe-Dollar?! Vergesst es!"

Verfasst: So 1. Feb 2009, 12:38
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Nach dieser Definition gäbe es ja gar keinen Weg zu weniger Regulierung.
Richtig. Wenn die Manager tun können, was sie wollen, dann liegt es daran, dass die Politik das so will. Wenn die Manager tun, was sie müssen, dann liegt das daran, dass die Politik das so will. Faktisch passiert immer der Wille des Staates.

Im übrigen gibt es auch keinen Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Denn da sich das "Privateigentum" auf staatliche Vorschriften zurückführt - Grundgesetz etc. - ist in Wahrheit der Herrscher doch der Staat, der nur die Verwaltung an einzelne überträgt.
(Tatsächlich wäre das Eigentum nur dann privat, wenn es sich auf Naturrecht zurückführen ließe. Dann wiederum gibt es aber keinen Sozialismus, weil man Naturrecht eben gar nicht abschaffen kann.)

Sozialismus und Kapitalismus, das macht keinen Unterschied.

Es gibt nur zwei Zustände im menschlichen Zusammenleben: Staat - oder bellum omnium contra omnes. Ich wähle den zweiten.

Verfasst: So 1. Feb 2009, 15:52
von Konrad Grimm
Original von Konrad Grimm
Ich tippe noch darauf, dass das UK schneller ist.
Auf der Todesliste stehen übrigens außer den Inselaffen noch die Spanier und Griechen - und die Österreicher. Denn die Österreicher zittern im Moment vor dem Platzen der Osteuropa-Blase, die vor allem von Österreichischen Banken wie der Bank Austria finanziert wurde. Wenn die platzt ist Österreich pleite - und Strache wird Reichskanzler :D

Verfasst: So 1. Feb 2009, 16:24
von Rafael van der Linden
Original von Konrad Grimm
Wenn die platzt ist Österreich pleite - und Strache wird Reichskanzler :D
Ich war geschichtlich auch eher Anhänger der großdeutschen Lösung, mit föderalem Aufbau.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:50
von Konrad Grimm
Es gibt übrigens noch immer eine Bank, die trotz Krise Rekordgewinne macht :)

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 15:16
von Baudouin de Billancourt
Original von Konrad Grimm
Richtig. ...
Ich habe noch nie soviel Rationalismus innerhalb eines Beitrags gelesen. Du bist schon ein Künstler.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 15:30
von Konrad Grimm
Original von Baudouin de Billancourt
Ich habe noch nie soviel Rationalismus innerhalb eines Beitrags gelesen. Du bist schon ein Künstler.
Sauber angewendeter Satz vom ausgeschlossenen Dritten. Irgendeinen Fehler in meiner Logik gefunden? :D

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 15:31
von Konrad Grimm
Die Wirtschaftswoche denkt inzwischen übrigens auch laut drüber nach, wie es weitergehen könnte

http://www.wiwo.de/finanzen/was-droht-i ... se-385635/