Original von Amber Marie Ford
@Grimm: Es geht hier nicht um Staatsfeindlichkeit, sondern um Menschenfeindlichkeit!
"Eigentlich müsste man sich überlegen, ob man nicht generell Spieler ausschließt, die im RL einer vom Verfassungsschutz überwachten Partei angehören." - vSzP
Gut: Der Verfassungsschutz interessiert sich nicht für Libertäre, weil er sie
(zurecht) nicht ernst nimmt. Andernfalls hätte ich aber glaube ich inzwischen meinen Platz im VS-Bericht sicher. (Nun bin ich zwar inzwischen kein Libertärer mehr, aber noch viel subversiver als früher

)
Ich bin prädestiniert für den Rauswurf. Thomas ist längst nicht so anti-bundesrepublikanisch wie ich.
Er ist eben ein Kind der DDR. Da hat man nen anderen Blickwinkel ("das Sein bestimmt [mit] das Bewusstsein"). Die Amis leisten jeden Morgen einen Schwur auf ihren rot-weiss-blauen Rotzlappen und die Indianer vernichtende, Neger versklavende "Republik, für die sie steht". Whatsoever.
Und was hat die DDR denn nun gar so schrecklich gemacht? Die Mauer? Jeder, der drüber geklettert ist, wusste, dass er damit sein Leben in Gefahr bringt, so wie jeder hierzulande weiss, dass er sein Leben in Gefahr bringt, wenn bei Rot über die Straße geht (jeder denkbare Unterschied zwischen diesen beiden Vorgängen ist mir vollkommen bewusst, schon im Voraus danke für den Hinweis).
Wenn ich heute in einem System wie der DDR leben würde, und ich hätte die Wahl, unter Einsatz meines Lebens in ein System wie die BRD zu klettern - DEN TEUFEL WÜRDE ICH TUN!
Würde ich Widerstand leisten? Nun, bei guter Gelegenheit, bei guter Aussicht auf Erfolg - ja. Unter allen Umständen? Sicher nicht. Dafür ist der Leidensdruck, den ein solches System erzeugt, viel zu gering; gleiches gilt für die BRD. Da müsste schon anderes geschehen
(ich kann andererseits beispielsweise Juden nicht verstehen, die widerstandslos in die Gaskammer gegangen sind. Weil der Widerstand zwecklos war? Na und? Erschossen oder vergast werden, was macht das für einen Unterschied? Vielleicht nehme ich zumindest noch einen meiner Peiniger mit in den Tod oder koste die Deutschen wenigstens eine wertvolle Patrone. Vielleicht löse ich mit meinen Widerstand aber sogar doch den Aufstand aus und - überlebe. Wenn jeder Jude zumindest in der letzten, ausweglosen Todesgewissheit nach Kräften Widerstand geleistet hätte, wäre der Holocaust unpraktizierbar geworden. Aber die Judenschafe ertrugen ihr Schicksal und gingen zu Jahwe - Amen. Und die deutschen Freiheits und Bananensüchtigen sprangen über die Mauer und wurden für sinnlose Ziele getötet.
Idioten. Allesamt.)
Wo ist der Unterschied zwischen bundesdeutschen und deutschdemokratischen Gesetzen? Als Rechtsrealist sehe ich keinen. Es gibt kein "richtiges Recht". Was "richtig" ist, das ist nur eine Frage von Macht. Gestern waren die Verbrecher, die über den Zaun geklettert sind, heute sind es die, die sie daran gehindert haben. Und morgen? Wer kann das wissen? Vielleicht entschließt die Menschheit sich morgen, mal wieder Rothaarige zu verbrennen, wer weiß. Geschichte wird von Siegern geschrieben, Gesetze von den Mächtigen.
(Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich hierin staatsfeindlich, antidemokratisch, menschenverachtend und DDR-relativierend geäußert habe. Für ein eventuelles Spielleitungstribunal)