Verfasst: Mi 21. Jan 2009, 13:08
NowOriginal von Konrad Grimm
die SPD hat Keynes entstaubt (der in Wahrheit den Mainstream darstellt - "we are all Keynesians now!"),
Das, was von Ratelon über ist und als Imperia-Freistein bekannt ist.
https://ratelon.nationen.org/boards/
NowOriginal von Konrad Grimm
die SPD hat Keynes entstaubt (der in Wahrheit den Mainstream darstellt - "we are all Keynesians now!"),
Ich behaupte: Die Wirtschaftspolitik war ungebrochen keynesianisch. Immerhin haben insbesondere die USA sogar unter Reagan und mehr noch unter Bush über die Militärausgaben ein gewaltiges deficit spending betrieben, das in der liberalen Schule so nicht vorkommt.Original von Montgomery Scott
Naja, von den Sozialwissenschaften und der Wirtschaftshistorik hat der seit Ende der 70er Jahre vorherrschende Mainstream in der Wirtschaftspolitik ja gerade den Namen "Neoliberalismus" bekommen, die Namensübereinstmmung mit der "Schule" aus der ersten Hälfte des 20. Jhds. ist da nur mittelbar relevant.
Klar, wirklich zurückgezogen hat der Staat sich nur sehr eingeschränkt. Aber die Rolle des Staates hat sich insofern geändert, dass der Staat die Wirtschaft nicht mehr für das Gemeinwohl in die Pflicht nimmt sondern durch immer mehr Freiräume stimuliert und sich bei der Schaffung wirtschaftlicher Anreize nicht mehr auf den Konsum konzentriert.Original von Konrad Grimm
Ich behaupte: Die Wirtschaftspolitik war ungebrochen keynesianisch. Immerhin haben insbesondere die USA sogar unter Reagan und mehr noch unter Bush über die Militärausgaben ein gewaltiges deficit spending betrieben, das in der liberalen Schule so nicht vorkommt.
Ja, durchaus, auch berechtigt. Allerdings wollte ich es grundsätzlich noch mal festhalten, weil Du die Ökonomie praktisch als fast gleichgeschaltet "neoliberal" darstellst. Tatschlich kommen aber auch aus diesem Fachgebiet die verschiedensten Ansätze und Theorien, ein Großteil davon deutlich entfernt vom eigentlichen Neo-/Ordoliberalismus.Original von Montgomery Scott
Die Zweitgenannte ist eine Sozialwissenschaft
Also doch eine willkürliche Umdefinierung als Kampfbegriff je nach Brauchbarkeit für die Instrumentalisierung?Naja, von den Sozialwissenschaften und der Wirtschaftshistorik hat der seit Ende der 70er Jahre vorherrschende Mainstream in der Wirtschaftspolitik ja gerade den Namen "Neoliberalismus" bekommen, die Namensübereinstmmung mit der "Schule" aus der ersten Hälfte des 20. Jhds. ist da nur mittelbar relevant.
Das ist meiner Einschätzung nach nicht einmal der ökonomische Mainstream, aber erst recht nicht der politische Mainstream. Aber selbst wenn er das wäre, ist das nun halt keineswegs neoliberale Ordnungspolitik.Original von Montgomery Scott
Der Mainstream umfasst eben zusammen genommen Liberalisierung in guten Zeiten und staatliche Intervention in Krisenzeiten.
Ich nicht. Ein sozialstaatliches Wohlfahrtsmodell mit neo-/ordoliberalem Wirtschaftsrahmen hat sich in den 50er- und 60er-Jahren in der BRD bewährt.Original von Kreittmayr
Ich bin gegen den Neoliberalismus.
Es war disfunktional und ist wesentlich mit Schuld daran, dass wir jetzt hier sind, wo wir sind.Original von Rafael van der Linden
Ich nicht. Ein sozialstaatliches Wohlfahrtsmodell mit neo-/ordoliberalem Wirtschaftsrahmen hat sich in den 50er- und 60er-Jahren in der BRD bewährt.
Für die Weltwirtschaftskrise wird wohl kaum der bundesrepublikanische Sozialstaat verantwortlich sein.Original von Kreittmayr
Es war disfunktional und ist wesentlich mit Schuld daran, dass wir jetzt hier sind, wo wir sind.
Das "jetzt" bezog sich nicht auf die Wirtschaftskrise.Original von Palin Waylan-Majere
Für die Weltwirtschaftskrise wird wohl kaum der bundesrepublikanische Sozialstaat verantwortlich sein.