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Verfasst: Do 13. Nov 2008, 11:02
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Das stimmt nicht, er hat eine Koalition "grundsätzlich abgelehnt".
Ja, aber der Günther hat ja auch folgerichtig nichts mehr zu melden in der CSU.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 11:10
von Montgomery Scott
Und wenn Frau Ypsilanti vorher verzichtet hätte, wäre das mit der Linken kein Problem gewesen? Wers glaubt...

Es ist ja eben keine rein persönliche Frage sondern eine politische. Sonst hätte man ja Ypsilanti als persönlich unsymphatisch abstempeln und die Regierungsbildung akzeptieren können.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 11:47
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Sonst hätte man ja Ypsilanti als persönlich unsymphatisch abstempeln und die Regierungsbildung akzeptieren können.
Fakt ist jedenfalls: Es gab seitens der CSU keine Vorfestlegung gegen eine Koalition, sondern nur eine Absichtserklärung, so etwas nicht zu wollen. Das ist etwas anderes als das Versprechen, keine zu bilden, das auch von Beckstein nie abgegeben wurde. Und es war auch eine ganz andere Erwartungshaltung: In Hessen wurde davon ausgegangen, dass die SPD keine Koalition bilden werde; in Bayern, dass die CSU im Zweifel sich schon mit der FDP zusammenraufen wird.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:32
von Rafael van der Linden
Original von Montgomery Scott
Und wenn Frau Ypsilanti vorher verzichtet hätte, wäre das mit der Linken kein Problem gewesen? Wers glaubt...
Ums in Deinem Stil zu sagen ;):

Dass es sich hier um einen grundliegenden Unterschied handelt ist ja wohl klar.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 19:03
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm

Fakt ist jedenfalls: Es gab seitens der CSU keine Vorfestlegung gegen eine Koalition, sondern nur eine Absichtserklärung, so etwas nicht zu wollen. Das ist etwas anderes als das Versprechen, keine zu bilden, das auch von Beckstein nie abgegeben wurde. Und es war auch eine ganz andere Erwartungshaltung: In Hessen wurde davon ausgegangen, dass die SPD keine Koalition bilden werde; in Bayern, dass die CSU im Zweifel sich schon mit der FDP zusammenraufen wird.
Den Unterschied sehe ich so nicht: ich glaube nicht, dass Ypsilanti irgendwo gesagt hat, dass sie es "hoch und heilig verspreche". Sie hat gesagt, es käme für sie nicht in Frage. Wie auch Beckstein das getan hat. Bei Ypsilanti hat die Presse halt immer weiter gebort, was die Äußerung als stärker erschienen ließ. Und auch die Erwartungshaltung kann ich so nicht sehen: Wir wussten in Hessen eigentlich alle, dass es darauf hinaus laufen würde, sofern die Linke den Einzug in den Landtag schafft. Das war völlig eindeutig, weshalb es auch im Vorfeld soviel Aufregung um Ypsilantis Kurs gab.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 21:10
von Rafael van der Linden
Original von Montgomery Scott
Wir wussten in Hessen eigentlich alle, dass es darauf hinaus laufen würde, sofern die Linke den Einzug in den Landtag schafft. Das war völlig eindeutig, weshalb es auch im Vorfeld soviel Aufregung um Ypsilantis Kurs gab.
Ich glaube, der Unterschied liegt auch darin, dass die CSU in Bayern um die absolute Mehrheit kämpfte und daher keine Stimmen an mögliche Koalitionspartner verschwenden wollte.
Bei der SPD in Hessen war wahrscheinlich, dass es auch für SPD und Grüne zusammen nicht reichen wird. Daher hat man im Vorfeld schon heiß diskutiert, ob die SPD im Westen mit der Linkspartei sollte oder nicht. Und auf diese eindeutige Diskussion hat Ypsilanti gesagt, dass es mit Ihr nicht gemacht würde.
Dass die CSU erst an die absolute Mehrheit denkt und danach die Koalitionskröte schluckt war im Vorfeld auch klar.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 21:28
von Montgomery Scott
Original von Rafael van der Linden
Ich glaube, der Unterschied liegt auch darin, dass die CSU in Bayern um die absolute Mehrheit kämpfte und daher keine Stimmen an mögliche Koalitionspartner verschwenden wollte.
Bei der SPD in Hessen war wahrscheinlich, dass es auch für SPD und Grüne zusammen nicht reichen wird. Daher hat man im Vorfeld schon heiß diskutiert, ob die SPD im Westen mit der Linkspartei sollte oder nicht. Und auf diese eindeutige Diskussion hat Ypsilanti gesagt, dass es mit Ihr nicht gemacht würde.
Dass die CSU erst an die absolute Mehrheit denkt und danach die Koalitionskröte schluckt war im Vorfeld auch klar.
Die Situation war genau die gleiche. Es war völig klar - und Ypsilanti hat das auch rhetorisch keinesfalls verborgen - dass es in erster Linie darum ging, den Einzug der Linken zu verhindern.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 21:56
von Konrad Grimm
Nochmal: Die CSU hat meinen lieben "Freund" Günther abserviert. Er hat sich eine Koalitionsregierung nicht vorstellen können - er durfte keine bilden. Der Horscht hat sowas nie gesagt, und weder Parteivorstand noch Parteitag einen entsprechenden Beschluss gefällt. "Wir" sind insofern nicht wortbrüchig geworden.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 22:11
von Montgomery Scott
Ich verurteile die CSU auch nicht, weil sie eine Koalition eingeht. Die Äußerung Becksteins war dumm und nun gilt es, seine Verantwortung als Landtagsfraktion wahrzunehmen. Dass die CSU nach der Wahl fix ihren Spitzenkandidaten ausgewechselt hat und nun jemand an der Regierung ist, den kein CSU-Wähler durch sein Votum ins Amt befördern wollte, ändert aber nichts an den Tatsachen.

Verfasst: Fr 14. Nov 2008, 12:38
von Michael Schneider
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Die Ähnlichkeit ist nur peripher vorhanden. Außerdem hat Koch sogar seinen Verzicht angeboten und das wurde abgelehnt. Mit einer eindeutig demokratischen CDU will man nciht koalieren aber mit der linksextremen Linken schon...das passt einfach nicht.