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Verfasst: Di 27. Mai 2008, 18:43
von Literoy Goldheart
Original von Konrad Grimm

Das kommt stark drauf an, für wen. Junge, kerngesunde Gutverdiener fahren mit der PKV besser, keine Frage...
Du hast die Begriffe "unverheiratet" und "kinderlos" vergessen. Denn mit denen wird es teurer. Andererseits ist die Behandlung einfach besser.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 18:45
von Literoy Goldheart
Original von Konrad Grimm

Für mich auch nicht. Die Übernahme der deutschen Leitkultur ist Voraussetzung jeder Integration.
So sehe ich das nicht unbedingt. Ich habe im Ausland gearbeitet und war dort durchaus integriert - und das selbst mit nur äußerst rudimentären bis gar keinen Sprachkenntnissen.
Ich würde sagen es ist der gute Wille, der zählt.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 18:49
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Für mich auch nicht. Die Übernahme der deutschen Leitkultur ist Voraussetzung jeder Integration.
Es gibt keine deutsche Leitkultur. Das ist eine Konstruktion zur Rechtfertigung nationalistischer Politik.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 19:14
von Carl Philipp van Tulpe
Original von Konrad Grimm

Für mich auch nicht. Die Übernahme der deutschen Leitkultur ist Voraussetzung jeder Integration.
Fängst du schon wieder mit dieser rechtsradikalen Rhetorik ala NPD, DVU und REP an.
Das du bei der FDP warst, erstaunt mich. Bis auf Wirtschaftsfragen hast du mit denen nichts gemein.

Ich bin generell dafür, dass man die deutsche Staatsbürgerschaft nicht mehr auf Abstammung festmacht, sondern nach dem Territorialprinzip. Das Abstammungsprinzip und auch die Anforderung die eigene Kultur aufzugeben ist völkisch/nationalsozialistisch und hat in einer sich globalisierten Welt nichts mehr zu suchen.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 19:21
von Montgomery Scott
Original von Carl Philipp van Tulpe
Das du bei der FDP warst, erstaunt mich. Bis auf Wirtschaftsfragen hast du mit denen nichts gemein.
Da musst Du nicht erstaunt sein. Bis auf Wirtschaftsfragen haben die mit sich selbst auch nichts mehr gemein.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 20:15
von David G. Whitman
Original von Montgomery Scott
Theoretische Chancen hat man immer. Keine Barriere ist unüberwindbar. Das besagt überhaupt nichts.
Wieso bestehst Du so auf der Theorie? Es gibt die praktische Ausnahme, insofern ist seit der Bildungsexpansion tatsächlich eine Veränderung der Bildungsmöglichkeiten eingetreten, die aber vielleicht nicht so weit geht, wie man sich das erhofft und vorgestellt hat. Das Problem ist aber dann nicht nur, dass zuwenige Leute an die Universitäten kommen, oder höhere Bildungswege beschreiten, sondern dass in Folge dessen, dass fast die Hälfte aller Schüler eine Hochschulreife bekommen, eine Entwertung der anderen Abschlüsse erfolgt.
Tatsächlich gibt es bestimmte Schichten, innerhalb derer man auf Ambitionslosigkeit getrimmt wird. Dabei handelt es sich vorallem um jene Schichten, die von unserer Gesellschaft in Beug auf Bildung, Kultur und Integration systematisch vernachlässigt werden, am krassesten von der CDU-Sozialpolitik, SPD und FDP machen sich in dieser Frage aber auch keine Ehre.
Ich weiß jetzt nicht, was an der durch und durch sozialdemokratischen CDU-Sozialpolitik so grundlegend falscher ist, als bei der SPD. Man muss sich daran erinnern, dass für den Sozialstaat in diesem Lande (und die Bildungsexpansion) die CDU maßgeblich beteiligt war. Von da aus teilen sich die "großen" Parteien in Bezug auf das Versagen des Systems in meinen Augen die Verantwortung.

Ich will damit nicht sagen, dass ich damit zufrieden bin. Nur halte ich das System für gar nicht so schlecht, wie es gemacht wird. Die soziale Ungerechtigkeit hat einfach auch mit Faktoren außerhalb der Bildungspolitik zu tun. Da wir da ohnehin andere Ansichten vertreten, wie diese zu verbessern wären, verzichte ich auf nähere Erläuterung. ;)
Was die untere Mittelschicht angeht: Die muss dringend entlastet und gefördert werden. Da gebe ich Dir/Euch völlig recht.
Und nun stimmst Du mit einem Liberalen überein. Was sagt Dir das? Die herrschende Politik ist viel, aber nicht liberal. ;)

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 20:23
von Montgomery Scott
Original von David G. Whitman
Wieso bestehst Du so auf der Theorie? Es gibt die praktische Ausnahme, insofern ist seit der Bildungsexpansion tatsächlich eine Veränderung der Bildungsmöglichkeiten eingetreten, die aber vielleicht nicht so weit geht, wie man sich das erhofft und vorgestellt hat. Das Problem ist aber dann nicht nur, dass zuwenige Leute an die Universitäten kommen, oder höhere Bildungswege beschreiten, sondern dass in Folge dessen, dass fast die Hälfte aller Schüler eine Hochschulreife bekommen, eine Entwertung der anderen Abschlüsse erfolgt.
Wir müssen einfach endlich das dreigliedrige Schulsystem abschaffen, dass die herkunftsbestimmte Sozialschichtung zementiert. Dabei handelt es sich nicht um blose Meinung sondern das ist in der Bildungsforschung seit langer Zeit Fakt.
Ich weiß jetzt nicht, was an der durch und durch sozialdemokratischen CDU-Sozialpolitik so grundlegend falscher ist, als bei der SPD.
Ich kann nur für uns hier in Hessen sprechen: Das Geld für Jugend- und Integrationseinrichtungen wurde gekürzt, das dreigliedrige Schulsystem beibehalten, in öffentlichen Ansprachen ausländische Mitbürger ausgegrenzt.
Ich will damit nicht sagen, dass ich damit zufrieden bin. Nur halte ich das System für gar nicht so schlecht, wie es gemacht wird. Die soziale Ungerechtigkeit hat einfach auch mit Faktoren außerhalb der Bildungspolitik zu tun. Da wir da ohnehin andere Ansichten vertreten, wie diese zu verbessern wären, verzichte ich auf nähere Erläuterung. ;)
Ich wäre aber gespannt ;)
Was die untere Mittelschicht angeht: Die muss dringend entlastet und gefördert werden. Da gebe ich Dir/Euch völlig recht.
Und nun stimmst Du mit einem Liberalen überein. Was sagt Dir das? Die herrschende Politik ist viel, aber nicht liberal. ;)
Das ist sie auch nicht. Sie hat nur wirtschaftsliberale Dogmen assimiliert.

Im Übrigen stand das Ziel der Förderung und Stabilisierung des Mittelstands über 15 Jahre im PDS-Parteiprogramm und steht soweit ich weiß auch in den Programmatischen Leitlinien der Linken. Die liberale Partei in Deutschland hat in dieser Zeit jedoch Klientelpolitik für die Großindustrie betrieben.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 21:09
von Konrad Grimm
Original von Carl Philipp van Tulpe
Fängst du schon wieder mit dieser rechtsradikalen Rhetorik ala NPD, DVU und REP an.
Wer dauerhaft in diesem Land leben möchte, von dem kann und muss man verlangen, dass er sich alltagstauglich in der deutschen Sprache verständigen kann und die Werteordnung des Grundgesetzes akzeptiert. Ich habe da überhaupt kein Problem damit, das so zu vertreten, dazu stehe ich.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 21:12
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Wer dauerhaft in diesem Land leben möchte, von dem kann und muss man verlangen, dass er sich alltagstauglich in der deutschen Sprache verständigen kann und die Werteordnung des Grundgesetzes akzeptiert. Ich habe da überhaupt kein Problem damit, das so zu vertreten, dazu stehe ich.
Das heißt, wir können Deiner Meinung nach alle Menschen ausbürgern, die die Werteordnung des Grundgesetzes nicht akzeptieren? Das ist ja spitze, ich freue mich schon darauf, die ganzen Feinde der Gleichberechtigung über die Grenze zu karren und gleich danach kommen die, die sich über "Eigentum verpflichtet" mokieren!

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 21:16
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Das heißt, wir können Deiner Meinung nach alle Menschen ausbürgern, die die Werteordnung des Grundgesetzes nicht akzeptieren?
Das hast Du gesagt, nicht ich.