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Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 15:22
von Francis Taubenschlag
Original von pjotr
Auch Nationalstaaten sind "auseinandergeflogen". Das ist kein Argument..
Die Frage ist ja in dem Fall: Was macht einen Staat, bzw. eine Verwaltungs- und Ordnungform (im modernen, wie im antiken oder mittelalterlichen Sinn) stabil und im geschichtlichen Sinne längerfristig erhaltungsfähig. Bzw. für die Bestandsfähigkeit anpassungsfähig an wechselnde Situationen.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 15:57
von pjotr
Eine effiziente Bürokratie und eine nachhaltige Regierungspolitik würde ich sagen. Jedenfalls keine Identitätsbildung durch Nationalität...
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 17:38
von Francis Taubenschlag
Original von pjotr
Eine effiziente Bürokratie und eine nachhaltige Regierungspolitik würde ich sagen. Jedenfalls keine Identitätsbildung durch Nationalität...
Hm, eine möglichst effiziente Verwaltung ist vor allem aufgrund der längerfristigen Finanzierbarkeit notwendig. Aber unter dem Begriff 'nachhaltige' Regierungspolitik bedarf einer näheren Definition und Ausgestaltung.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 17:45
von Hans Sack
Selbstverständlich befarf es einer Nationalität. Ein Volk zeichnet sich durch seine Kultur und Geschichte aus, was wäre ein Volk das nicht wüsste wer es ist und wo her es kommt ?
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 17:48
von Fiete Schulze
Original von Hans Sack
Selbstverständlich befarf es einer Nationalität. Ein Volk zeichnet sich durch seine Kultur und Geschichte aus, was wäre ein Volk das nicht wüsste wer es ist und wo her es kommt ?
Einfach Menschen...wir sind doch immerhin die Menschheit. Und wir haben allen den gleich Ursprung, also bedarf es keinem nationalistischen Unfug.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 18:01
von pjotr
Original von Francis Taubenschlag
Hm, eine möglichst effiziente Verwaltung ist vor allem aufgrund der längerfristigen Finanzierbarkeit notwendig. Aber unter dem Begriff 'nachhaltige' Regierungspolitik bedarf einer näheren Definition und Ausgestaltung.
Das ist wohl das Problem daran: Diese Nachhaltigkeit ist nicht unbedingt objektiv fassbar und wird daher von anderen Menschen auch anders gesehen.
Original von Hans Sack
Selbstverständlich befarf es einer Nationalität. Ein Volk zeichnet sich durch seine Kultur und Geschichte aus, was wäre ein Volk das nicht wüsste wer es ist und wo her es kommt ?
Dieser Ansatz von kollektivem Wissen ist interessant. Bei mir ist da vor allem mein Gehirn dran beteiligt. Wie schaut das bei einem Volk aus, gibt es da sozusagen eine Gehirn-Stabsstelle die kollektive Erinnerungen veröffentlicht?
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 18:44
von Franz Sendlhofer
Original von Fiete Schulze
Einfach Menschen...wir sind doch immerhin die Menschheit. Und wir haben allen den gleich Ursprung, also bedarf es keinem nationalistischen Unfug.
Wieso hat das gleich mit Nationalismus zu tun?
Jeder Mensch braucht mMn etwas wie Heimat, wo er hingehört. Dein Mecklenburg ist zwar schön, aber ich könnt mich da auch Dauer nicht wohlfühlen.
Ich fühl mich nur hier in der Pfalz wohl. Wenn ich mich schon mit MeckPomm ned identifizieren kann, wie soll das erst mit Litauen oder Lettland gehen?
MeckPomm, okay dt. Sprache. Litauen, Lettland, okay Christen.
Aber dann ist auch wirklich die Schmerzgrenze erreicht (-> nein zur Türkei in der EU).
Deshalb versteh ichs auch ned, Leute, die mal hier, mal da wohnen, die haben ja nirgends ihre Wurzeln.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 22:22
von pjotr
Ich versteh noch immer ned das Konzept dass ich mich einem lettischen Biermoser zugetaner fühlen soll, weil sein Volk christlich ist, als einem türkischen Studenten.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 22:26
von Tony Gold
Original von pjotr
Ich versteh noch immer ned das Konzept dass ich mich einem lettischen Biermoser zugetaner fühlen soll, weil sein Volk christlich ist, als einem türkischen Studenten.
Geht mir ähnlich.
Verfasst: Sa 14. Nov 2009, 22:33
von Rafael van der Linden
Original von Tony Gold
Geht mir ähnlich.
Der Thread heißt ja auch passenderweise "20 Jahre Reisefreiheit". Man kann heute in die meisten Länder reisen, unabhängig von Kultur oder dortiger Staatsideologie. Daraus muss doch aber nicht folgen, dass man die EU-Staaten zu einem Zentralstaat zwangsvereinigt.