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Verfasst: So 22. Feb 2009, 21:21
von Robert Cullen
Dann lass dich aufstellen und versuche die Welt zu retten - ich pass mich lieber an.

Was das mit SS zu tun hat, kann ich nicht nachvollziehen, denn das sind zwei verschiedene Dinge, das eine ist eine Entwicklung die es gab und immer geben wird, das anderen waren kranken widerliche Menschen, die anderen Millionen von unschuldige töteten. Klar, wenn in der Türkei Jeansveredler durch mit Sandstrahlen ausgelöstem Lungenverätzungen sterben, ist das sicherlich was schlechtes. Sicherlich sind viele Dinge in der Globalisierung falsch. Aber ich vertraue darauf dass der Markt sich auch wieder richten wird.

Und Herr Grimm, ich mache mir wirklich Gedanken über ihre Tendenzen, wenn Sie sich hinstellen und sagen: das "verbrechen" war zu verlieren, dann nehmen Sie es mir nicht übel, dann bezweifle ich ihren Verstand. Es sei denn sie sind mehr braun als man denkt...dann kann man ihre Thesen ja nachvollziehen.

Verfasst: So 22. Feb 2009, 21:34
von pjotr
Meinetwegen kann man die Waffen-SS auch durch "DDR Grenztruppen", "Rote Khmer" oder "wie auch immer die Armee Idi Amins hieß" ersetzen...

Verfasst: So 22. Feb 2009, 21:36
von pjotr
Original von Robert Cullen
Dann lass dich aufstellen und versuche die Welt zu retten - ich pass mich lieber an.
Aufstellen und versuchen die Welt zu verändern - anpassen und still halten, weil ja sowieso alles vorherbestimmt ist
Ich bin mir ziemlich sicher, welche der beiden Alternativen mein Favorit ist.

by the way dazu Jack Kerouac: "Great things are not accomplished by those who yield to trends and fads and popular opinion."

Verfasst: So 22. Feb 2009, 21:46
von Robert Cullen
Glaub mir, in meinem echten Leben, realen Leben bin ich eher "strange" und kämpfe gegen so manche Ungerechtigkeit, aber nach einem wirklich schlimmen, grauenhaften Jahr kann ich sagen, die Bekloppten kann man nicht aufhalten. "Dumm ist der der dummes tut".

Aber was die Globalisierung angeht, glaube ich eben einfach nicht, das "links" es rettet, so einfach ist das.

Verfasst: So 22. Feb 2009, 22:11
von Konrad Grimm
Original von Robert Cullen
...dann bezweifle ich ihren Verstand.
Naja. Ich glaube nicht, dass mein Verstand durch den Zweifel an seiner Existenz Schaden nehmen wird.

Verfasst: Mo 23. Feb 2009, 09:10
von Montgomery Scott
Original von Robert Cullen
Aber was die Globalisierung angeht, glaube ich eben einfach nicht, das "links" es rettet, so einfach ist das.
Aber die Globalisierungskritik als solche wird eben dem linken Lager zugeordnet. Die Wahl der Mittel hin zu einer humanen Globalisierung sind ja zu diskutieren aber Deine Haltung kommt mir da sehr unentschlossen vor. Entweder Du findest es legitim, dass die Industrienationen die Dritte Welt erpressen, den Schutz ihrer Volkswirtschaft aufzugeben und gleichzeitig den ihrer eigenen aufrechterhalten oder Du bist dafür, das zu ändern.

Verfasst: Mo 23. Feb 2009, 12:08
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
Aber die Globalisierungskritik als solche wird eben dem linken Lager zugeordnet.
Völlig zu unrecht. Wenn man mal die geschichtlich eher falsche heutige Einordnung nach "links" und "rechts" als Grundlage nimmt:
Längst tobt ein geräuschloser dritter Weltkrieg um politische Macht und Wohlstand. Die Opfer dieses Weltwirtschaftskrieges finden sich aber nicht auf Schlachtfeldern, sondern auf Arbeitsämtern und unter Brücken. Europa erlebt den Globalisierungsangriff rücksichtsloser asiatischer Aufsteigergesellschaften, die seine Sozialstaaten in Schutt und Asche legen. Will Europa bestehen, muß es den Staat als entschlossenen Wirtschaftsgestalter, Regelsetzer und Sozialschützer wiederentdecken.

...

Wie die 30 größten „deutschen“ Aktiengesellschaften zeigen, wird im Heimatmarkt oftmals nur noch mit Rumpfbelegschaften gearbeitet. Seit wenigen Jahren beschäftigen die Dax-30-Konzerne mehr Menschen im Ausland als im Inland, womit sich Firmeninteressen und Nationalinteressen entkoppeln. Die Möbelbranche, Stahlindustrie und Textilwirtschaft, die Informations- und Unterhaltungsbranche und neuerdings die Pharmaindustrie schließt im Westen immer häufiger ihre Werkstore zu und macht diese für Niedriglöhner in Fernost wieder auf. Europa dient zunehmend nur noch als Absatzmarkt, aber nicht mehr als Produktions- und Steuerstandort. Eine verantwortliche Wirtschaftspolitik hätte dafür zu sorgen, daß auf den Heimatmärkten nur noch derjenige Profite erzielen darf, der dort auch produziert und Steuern zahlt. Erst dann entstehen wieder binnenwirtschaftliche Wertschöpfungsketten.

...

Die Wirtschaftsautorität des Staates

Für die Europäer stellt sich angesichts der schwindenden Weltdominanz der USA und dem Aufstieg Asiens die Systemfrage neu. Wenn sie im Globalisierungszeitalter bestehen wollen, haben sie sich politisch und wirtschaftlich zu entliberalisieren. Auf das asiatische Modell staatlich gelenkter Marktwirtschaften muß Europa mit der Abkehr vom neoliberalen Nachtwächterstaat antworten und endlich das Primat der Politik über die Wirtschaft und des Staates über den Markt wiederherstellen.
Quellenquiz: MLPD, Linkspartei, Nationalbolschewistische Aktion oder NPD?

Verfasst: Mo 23. Feb 2009, 13:44
von Montgomery Scott
Original von Damian Fuller

Völlig zu unrecht. Wenn man mal die geschichtlich eher falsche heutige Einordnung nach "links" und "rechts" als Grundlage nimmt:
Dass radikale Rechte, die ja im Grunde nicht viel mit Ökonomie am Hut haben, linke Positionen übernehmen, sofern es in ihr Weltbild passt, ist da ja kein Gegenargument.

Verfasst: Mo 23. Feb 2009, 14:12
von pjotr
Du kannst zwischen den Programmen jeglicher politischer Partei in Deutschland und der NPD Parallelen finden, einfach aufgrund dessen dass deren Programm zusammengeflickschustert aus Punkten anderer Programme ist, gewürzt mit einem mehr-als-gesunden Nationalismus.

Verfasst: Mo 23. Feb 2009, 18:46
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
Dass radikale Rechte, die ja im Grunde nicht viel mit Ökonomie am Hut haben, linke Positionen übernehmen, sofern es in ihr Weltbild passt, ist da ja kein Gegenargument.
Nein, weder Gegen- noch Für-Argument. Die "linke" Kritik an der Globalisierung überschneidet sich nur in den meisten Punkten mit der "rechten", bzw. international- und national-sozialistische Ideen passen in vielen Bereichen zusammen. Der Rassismus ist im heutigen Mainstream der Linken allerdings nicht mehr so ausgeprägt wie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Wie Joseph Göbbels es damals gesagt hat: "Nationalsozialismus und Kommunismus sind eine Art Geschwisterkinder".