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Verfasst: Di 3. Feb 2009, 13:54
von Wolfgang Müller
Original von Gustav von Struve
Die Opposition heisst deswegen Opposition, weil sie gegen die Regierung ist. Warum sollte sie dann den Kanzler der "Konkurrenz" wählen? Da erschließt sich mir die Gedankengänge der Freunde der "Linken Liste" nicht. Dass mein Parteigenosse derart verhindert ist, ist ein bedauerlicher Umstand, der aber auch zeigt, wie sehr die hiesigen Mehrheitsverhältnisse auf der Kippe durch dieses unsägliche Vielparteiensystem steht. Es wird offensichtlich Zeit für eine grundlegende Reform des Unionsparlamentes bzw. vorrangig vermutlich der Wahlen dazu.
Herrje, wie oft denn noch, ich habe mich nur zynisch in Reimform über den Rückzieher der FDU aus der Koalition ausgelassen. Sind alle Bürgerlichen aufeinmal hier Irre, dass diese so einen Blödsinn daraus herrausinterpretieren, dass ich die Opposition zur Mitwahl auffordern würde?

Langsam geht mir dieser Verfolgungswahn unter dem Leitspruch "Böse Kommunisten planen das Errichten einer Diktatur und wollen alle enteignen", inklusive Lagerdenken und halt eben solchen Diffamierungen durch falsches Halbwissen, tierrisch auf den Senkel.
Original von Christopher Adomeit

Wenn die Bezeichnung "Regime" eine Beleidigung ist, dann war auch Ihr Reim eine Beleidigung. Denn Sie setzen damit voraus, dass alle, die nicht links wählen, Verräter an der Demokratischen Union sind. Nicht nett, wie ich finde. Jedoch sollten wir uns wieder der Sache zuwenden...
Wieder so eine Fehlinterpretation. Ich habe nur zynisch gemeint, dass die FDU angetreten ist SRM und die FLA abzulösen, aber statt halt eben PWM zu tolerieren, um dem Spuck FLA ein Ende zu machen, stimmt diese gegen PWM.
Original von Fabian Montary
Naja, kommunistische Parteien gibt es auch drei mittlerweile. Das Ding ist nur: Die vertragen sich, offensichtlich anders als die Bürgerlichen. Warum kein liberaler und bürgerlicher Konsens hergestellt werden kann, verschließt sich mir - inhaltlich, denn es sind dann immer nur persönliche Eitelkeiten - ebenso, warum man bei der Linken da drei Parteien braucht.
Ich kritisiere selber, dass nicht direkt eine einzige linke Partei gebildet wird. Wobei die Regionalparteien sich ja schon zu Sammlungsbewegungen gemausert haben.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 13:59
von Pandora Friedmann
Original von Wolfgang Müller
Herrje, wie oft denn noch, ich habe mich nur zynisch in Reimform über den Rückzieher der FDU aus der Koalition ausgelassen. Sind alle Bürgerlichen aufeinmal hier Irre, dass diese so einen Blödsinn daraus herrausinterpretieren, dass ich die Opposition zur Mitwahl auffordern würde?
Was soll Ihre Äußerung denn sonst bedeuten?

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:00
von Gustav von Struve
Die persönlichen Eitelkeiten scheint mir in der Tat eines der größten Hindernisse der politischen Gesellschaft hier zu sein.

Patentrezepte für das "Wähler-Problem" habe ich natürlich auch nicht. Vielleicht ein "Verbot" der Einzellisten? Die 15 % Hürde? Verringerung des Parlamentes? Alles bekannte Schlagworte eigentlich. Hab ich ja schon einmal geschrieben.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:04
von Isabelle Corinne de La Fayette
Original von Fabian Montary
Naja, kommunistische Parteien gibt es auch drei mittlerweile. Das Ding ist nur: Die vertragen sich, offensichtlich anders als die Bürgerlichen. Warum kein liberaler und bürgerlicher Konsens hergestellt werden kann, verschließt sich mir - inhaltlich, denn es sind dann immer nur persönliche Eitelkeiten - ebenso, warum man bei der Linken da drei Parteien braucht.
Meine ganz persönliche Meinung ist es auch, dass eigentlich eine Sozialistische Partei mit einem Unionsverband und Landesverbänden optimal wäre.

Jedoch muss man eben ganz wie Sie bereits sagten berücksichtigen, dass die Linke ihre Kräfte auf Unionsebene entschieden bündelt. In der Linken Liste arbeiten derzeit zwei linke Landesparteien, die KPDU sowie parteilose linke Politiker zusammen. Ein solches Modell sollte Vorbildcharakter für die völlig zersplitterte und zerrissene Rechte haben.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:11
von Fabian Montary
Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Jedoch muss man eben ganz wie Sie bereits sagten berücksichtigen, dass die Linke ihre Kräfte auf Unionsebene entschieden bündelt. In der Linken Liste arbeiten derzeit zwei linke Landesparteien, die KPDU sowie parteilose linke Politiker zusammen. Ein solches Modell sollte Vorbildcharakter für die völlig zersplitterte und zerrissene Rechte haben.
Sagen Sie's nicht zu laut... ;)

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:16
von Isabelle Corinne de La Fayette
Warum nicht? Als aktive Verfechterin der parlamentarischen Demokratie wünsche ich mir eine handlungsfähige Vertretung aller zahlenmäßig einigermaßen relevanten Schichten und Gruppen der Bevölkerung im Parlament. Auch derjenigen, die nicht meiner Meinung sind. Denn eine Demokratie, in der große Teile der Bevölkerung nicht wirksam repräsentiert sind, ist keine Demokratie mehr.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:25
von Gustav von Struve
Wenn man sich die Ergebnisse der letzten Wahlen anschaut, ist man versucht das Schlagwort "Protestwähler" als Standard für die Union festzuschreiben. Kaum eine Regierung, die über mehrere Legislaturperioden sicher regieren konnte. Regiert in der DU die "Spaßwählerschaft"?

Die Bündelung der Gruppierungen "Mitte" und "Rechts" gegenüber den "Linken" könnte zu einer echten bereicherung führen. Aber, wie oben bereits erwähnt, persönliche Eitelkeiten verhindern einen Zusammenschluss permanent. Da werden sicherlich oft nur "inhaltliche Differenzen" vorgeschoben, um nicht mit dem Einen oder Anderen koalieren zu müssen.

Hier gibt es aber nicht nur Schwarz-Grau-Weiß, sondern genug Mischfarben dazwischen. Und da scheitern dann die Koalitionen der Regierenden oder die Geschlossenheit der Opposition.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 14:38
von Fabian Montary
Original von Isabelle Corinne de La Fayette
Warum nicht? Als aktive Verfechterin der parlamentarischen Demokratie wünsche ich mir eine handlungsfähige Vertretung aller zahlenmäßig einigermaßen relevanten Schichten und Gruppen der Bevölkerung im Parlament. Auch derjenigen, die nicht meiner Meinung sind. Denn eine Demokratie, in der große Teile der Bevölkerung nicht wirksam repräsentiert sind, ist keine Demokratie mehr.
Ja, aber wenn es eine Meinung nicht mehr gibt, dann ist sie tot und bleibt tot.

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 15:10
von pjotr
Original von Fabian Montary
Naja, kommunistische Parteien gibt es auch drei mittlerweile.
Ahja?

Verfasst: Di 3. Feb 2009, 16:45
von Fabian Montary
Original von pjotr

Ahja?
Ach, gibt es noch mehr nationale Kommunistenvereine?!