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Verfasst: Do 13. Nov 2008, 14:54
von Joseph A. Gladstone
Zu deinem letzten Absatz würde ich gerne anmerken: Es war doch klar, dass es so kommt. Schade, denn damit wird eine eigentlich völlig richtige Sache korrumpiert. Diese linksradikalen Demonstranten, die demonstrieren, weil sie sich gerne kloppen, sind sowieso die größten Idioten.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 14:58
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Hm, naja.
Ich war vorher ja in dem Bündnis in Hannover. Keiner hatte da den Eindruck, dass so etwas passieren könnte.
Wir hattenzwar einige sehr linke dabei, aber mit denen konnte man eigentlich gut reden. Diese Leute waren ja auch schon bei der Demo im Frühjahr dabei und da war alles friedlich. Oldenburg und Braunschweig war auch sehr, sehr linkslastig und da wurde friedlich demonstriert.
Wir wurden überrascht.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:01
von Hajo Poppinga
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Hier in Niedersachsen wurde das unter großem Tamm-Tamm vor kurzem wieder (halb) gekippt, weil man sich dem Elternwillen einfach beugen musste.
Naja, aber mal im Ernst - bei den Bedingungen, die daran geknüpft sind, wird es sehr schwer bleiben, Gesamtschulen zu gründen bzw. umzuwandeln. Gerade im ländlichen Raum.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:02
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Deshalb in Klammern das "halb".

Ich wollte das jetzt nicht in aller Ausführlichkeit ausbreiten.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:06
von Hajo Poppinga
Persönlich finde ich das auch gut - es ist wenigstens konsequent, wenn man für das dreigliedrige Schulsystem steht. Mal davon abgesehen hab eich gerade mal auf eurer Homepage vorbeigeschaut - ich wußte ja, daß der LSR traditionell links ist, aber daß ihr zurzeit derart auf Oppositionslinie seit? Und warum fordert ihr die Abschaffung der Kopfnoten / Verlängerung der Amtszeit von Schulvorstandsmitgliedern? Gerade was Oberstufenschüler angeht, macht eine einjährige Amtszeit doch Sinn. Einige brechen nach der 12 ab, oder machen Fachabi, andere wechseln zur Oberstufe nochmal die Schule usw.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:26
von Rafael van der Linden
Original von Montgomery Scott
Es geht eben nicht ums auf die Sprünge helfen sondern um eine gleichgestellte, individuelle und gemeinschaftliche Betreuung, die jedem Schüler ohne Schranken eine optimale Entwicklung ermöglichen soll.
Das ist durchaus auch wünschenswert. Ich habe ja auch wie gesagt nichts gegen längeres gemeinsames Lernen, wenn es intern differenziert ist und real existierende Unterschiede nicht mit "pädagogischer" Gewalt zu nivellieren versucht.
Und früher oder später wird sich zeigen, welche Neigungen und Voraussetzungen das Kind/der Jugendliche hat und man wird differenzieren müssen, es sei denn alle sollen den gleichen Schulabschluss machen mit den gleichen Fächern. Ein längeres gemeinsames Lernen, wie z.B. in Schweden, mit Abgangsmöglichkeit mit mittlerem Bildungsabschluss nach 9 Jahren und Weiterbildungsmöglichkeit zum Abitur nach 12 Jahren.
Nur muss neben dem Förderungsprinzip auch dabei das Leistungsprinzip, die Vergleichbarkeit und mögliche Differenzierungen nach verschiedenen Stärken der Schüler gewahrt bleiben.
Das ist ein wundervolles Plädoyer für die Gemeinschaftsschule
Danke, ich bin ein eloquenter Redner, wenn ich mal in Fahrt bin. Aber die Form der Schule ist weiterhin meiner Meinung nach weniger wichtig, als die Lehrmethoden, die finanzielle Ausstattung und die Förderung.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:29
von Rafael van der Linden
Spiegel.de
In der Hauptstadt hatten sich nach einem Demonstrationszug in Mitte rund 5000 Schüler zu einer Kundgebung versammelt. Von dort drangen bis zu tausend jugendliche Demonstranten in die Universität ein. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen seien "Teile des Hauptgebäudes stark in Mitleidenschaft gezogen worden", teilte die Hochschule mit. Die Demonstranten hielten das Gebäude für rund 20 Minuten besetzt (siehe Video). Feuerlöscher wurden von den Wänden gerissen und versprüht, die Schaukästen aufgebrochen, Flyer und Toilettenpapier auf dem Boden verteilt. An eine Wand schrieb jemand: "Mehr Bildung für alle."
So schützt der Staat (besonders das Rot-Rot verheerte Berlin) seine Bürger. Jedes brauchbare System hätte auf die Proteste mit dem lehrreichen Einsatz von Tränengas, Schlagstock und Gummigeschoss reagiert.
Dieses Beispiel spricht eher für allgemeine Verrohung, gegen die man mit Polizei-Durchgreifen allein nicht viel machen kann.
Allgemein ist jedoch die Polizei oft auch überfordert, weil sie, gerade z.B. in Berlin massiv unterfinanziert und personell unterbesetzt ist.
Verfasst: Do 13. Nov 2008, 15:32
von Patrick van Bloemberg-Behrens
@Hajo:
Nö, wenn man wirklich stur für das gegliederte Schulsystem steht, hätte man das Verbot beibehalten müssen.

Jo, wir sind ein linker LSR - aber wie kommst du zu der Erkenntnis, dass wir auf Oppositionslinie wären?
Wir sind gegen Kopfnoten, weil eine gerechte Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten nur willkürlich bewertet werden kann. Ein großes Problem ist auch, dass der Einfachheit halber überall Standartnoten vergeben werden. Die Standartnoten können aber innerhalb einer Kommune von Schule zu Schule variieren. Fair können nur ausformulierte Texte sein.
Zum letzten Punkt: Die Meiung habe ich auch. Aber manchmal ist man eben als Vorsitzender mit seiner Meiung fast allein, wird überstimmt und muss dann das mitvertreten.

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 16:03
von Hajo Poppinga
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Wir sind gegen Kopfnoten, weil eine gerechte Bewertung von Arbeits- und Sozialverhalten nur willkürlich bewertet werden kann.
Was?

Verfasst: Do 13. Nov 2008, 16:16
von Patrick van Bloemberg-Behrens
^^
Du weißt, was ich mein.
