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Verfasst: Di 29. Jul 2008, 19:28
von Tennessee Rockefeller
"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast..." :D

Tatsache ist: das Kosten-Leistungsverhältnis sowohl der beitrags-, als auch der steuerfinanzierten Sozialleistungen in Deutschland ist sub omni canones. Man könnte jenen Menschen, die vorübergehend oder dauerhaft außer Stande sind, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Kräften zu bestreiten für einen Bruichteil der Kosten ein besseres Leben ermöglichen als sie es heute haben.

Und wenn der deutsche "Rechtsstaat" endlich aufhören würde, Steuerhinterzieher, Schwarzarbeiter, Schmuggler, Kiffer und andere achtbare Zeitgenossen zu jagen, und statt dessen endlich mal wieder Leben, Gesundheit und Eigentum der Menschen schützen würde - es wäre nicht auszuhalten.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 20:18
von Kreittmayr
Original von Wolfgang Müller
Ich hätte mal gerne Belege
Wir können gerne das Kapital mal gemeinsam durchgehen und herausklamüsern, wo sich Marx (v.a. im Gefolge der klassischen, intrinsischen Werttheorie) überall irrt.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 20:29
von Kreittmayr
Original von Montgomery Scott
Unternehmerisches Know-How ist nur dann wichtig, wenn es im Wettbewerb mit anderem unternehmerischen Know-How steht.
Das ist nicht richtig. Wissen, wie etwas gemacht wird, ist auf jeder Stufe des Produktionsprozesses ganz zentral, vom autark lebenden Bauern, der seine Löffel selber schnitzt, bis hin zum Unternehmer in einer kapitalistischen Austauschwirtschaft, der aufgrund seines Wissens (entweder der Materie selbst oder wo er qualifizierte Experten auftreiben kann) hochkomplexe Massenproduktionsprozesse effizient zu organisieren vermag. Einen Weltkonzern erfolgreich zu leiten (und damit meine ich nicht das Herausschachern von Privilegien vom Staat) erfordert eine ganz ausserordentliche Intelligenzleistung und ein nicht geringes Wissen. Und dieses Wissen ist weitaus komplexer als das des Löffelschnitzers, und gesamtwirtschaftlich gesehen auch weitaus wertvoller als das Wissen, was ein einzelner Fließbandarbeiter von seiner spezifischen Tätigkeit haben mag, da das Wissen des Fließbandarbeiters in seiner Spezialisierung nur operativ werden kann, weil es überhaupt erst einen Bedarf an Fließbandarbeit gibt, wenn als dessen Voraussetzung der Unternehmer da ist mit seinem Wissen, wie ein massenhafter Produktionsprozess effizient zu organisieren sei. Und dieses Wissen wiederum erlangt seinen Wert daher, dass durch einen Massenproduktionsprozess die Bedürfnisse zahlreicher Menschen günstig befriedigt werden können. Daher ist der Unternehmer so reich, und allein deshalb verdient auch der Fließbandarbeiter etwas; und im Vergleich zu dem, was er geistig zur Produktion beiträgt, sogar eine ganze Menge.

Das ist übrigens der Grund, warum Fließbandarbeiter so leicht austauschbar sind, der Wechsel in der Konzerspitze aber über Wohl und Wehe des gesamten Unternehmens entscheiden kann: Es braucht nicht viel, um zu können, was ein Fließbandarbeiter kann. Bei dem, der den ganzen Prozess organisiert und koordiniert, aber schon.
Außerdem ist die Tatsache, dass es einen ungebildeten Arbeiter und einen gebildeten (oder wenigstens halbgebildeten) Unternehmer gibt, Ausdruck einer Arbeitsteilung, die ausschließlich zum Vorteil des Unternehmers praktiziert wird.
Wissen und Können sind keine Dinge, die vom Himmel fallen. Arbeitsteilung gibt es, weil manche Leute bestimmte Dinge besser können als andere. Und weil das so ist, macht jeder, was er am Besten kann, und man arbeitet dann zusammen, um die gegenseitigen Bedürfnisse kostengünstiger und reichlicher befriedigen zu können. Arbeitsteilung nützt allen Beteiligten, nicht nur dem Unternehmer. Der Unternehmer profitiert, wenn er gut ist, in besonderem Maße nur deshalb, weil er - aus der Perspektive der Käufer und Konsumenten - mehr und wichtigeres kann (und sich geistig hart angestrengt hat, es zu lernen), als der ungebildete Arbeiter.

So much for Economics 101.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 20:32
von Wolfgang Müller
Original von Kreittmayr

Wir können gerne das Kapital mal gemeinsam durchgehen und herausklamüsern, wo sich Marx (v.a. im Gefolge der klassischen, intrinsischen Werttheorie) überall irrt.
Dann fang mal an, vielleicht sind wir in 100 Jahren fertig. ;)

Im übrigen müssen wir uns nicht nur mit Marx beschäftigen.;)

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 20:39
von Hajo Poppinga
Original von Montgomery Scott

Die Menschen, die etwas erarbeiten, müssen Steuern zahlen und die, die sich durchs Geld umherschieben daran bereichern, nicht? Sehr gerecht.
Das Geld zum umherschieben ist gemeinhin erarbeitet.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 22:26
von Konrad Grimm
Original von Wolfgang Müller
Ich hätte mal gerne Belege (Zitate und Begründungen aus Schriften, Reden, Essays etc. von Karl Marx, Friedrich Engels, Rosa Luxemburg, Karl und Willhelm Liebknecht, August Bebel, Ferdinand Lassalle, Kurt Schumacher, Pierre-Joseph Proudhon, Robert Owen, Henri de Saint-Simon, Eduard Bernstein, Rudi Dutschke, Karl Kautsky, Robert Havemann, Wolf Biermann u.a.)
http://www.amazon.de/Rotbuch-kommunisti ... 185&sr=8-1

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 23:12
von Montgomery Scott
Original von Hajo Poppinga
Das Geld zum umherschieben ist gemeinhin erarbeitet.
Das, was man gewinnt und was in der Schweiz steuerfrei ist, auch. Nur nicht von dem, der es erhält.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 23:14
von Hajo Poppinga
Klar. Irgendwoher muß das Geld zum investieren doch stammen bzw. Umherschieben ist ja auch eine Beschäftigung.

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 23:44
von James Didot
Original von Konrad Grimm
(siehe Manager Magazin: Abgeltungssteuer - Der neue Steuerwahnsinn...
Das "Manager Magazin" ist sicher so eine seriöse Nachrichtenquelle wie "Neues Deutschland" oder die TAZ. ;)
Original von Tennessee Rockefeller
Steuern sind Diebstahl! Egal wem sie von welchem Einkommen oder welchem wie erworbenen Eigentum abgepresst werden. :]
Dann frag dich mal, wieviele (kommunalen) Dienstleistungen du so alles in Anspruch nimmst, die du allein gar nicht bezahlen könntest. :rolleyes:

Verfasst: Di 29. Jul 2008, 23:46
von Kreittmayr
Original von Montgomery Scott
Das, was man gewinnt und was in der Schweiz steuerfrei ist, auch. Nur nicht von dem, der es erhält.
Und zu meinem Beitrag hast Du nichts zu sagen?