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Verfasst: Di 27. Mai 2008, 14:43
von Montgomery Scott
Original von Konrad Grimm
Ja: Deutschland hat ein Ausländerproblem. Und unserem Land würde es gut tun, wenn wir ein paar Hunderttausend von denen rausschmeißen würden.
Nein: Das Problem der Arbeitslosigkeit kriegen wir so nicht gelöst.
Ja: Deutschland hat ein soziales Problem. Es besteht darin, dass wir hier einen Haufen Flüchtlinge und Auswanderer aufgenommen haben, weil es ethisch geboten ist. Dadurch entstehen mitunter soziale Spannungen.

Nein: Es bedeutet das Ende für unsere auf Menschenrechte und Demokratie aufbauende politische Kultur, wenn wir den dumpfen fremdenfeindlichen Reflexen halb- bis ungebildeter Deutscher nachgeben und den Respekt vor ausländischen Mitbürgern verlieren.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 14:49
von Montgomery Scott
Original von David G. Whitman
Sicher gibt es diese Barrieren, das wil ich gar nicht abstreiten. Ich sage nur, dass diese nicht unüberwindbar sind. Das man darüber nachdenken muss, dass soziale Barrieren im Sinne der durchlässigkeit wieder gelockert werden, ist in der Tat logisch und wird von mir gar nicht bestritten. Gleichzeitig ist mir diese deterministische Sichtweise häufig suspekt, dass gewisse Menschen keine Chancen haben. Das verkennt dann all jene, die es trotzdem schaffen. Da stellt sich wiederum dann die Frage, wieso das nicht allseits vermittelt werden kann. Was wiederum damit zu tun hat, dass vieles in dieser Gesellschaft einen auf Ambitionslosigkeit drillt, aber das ist ein anderes Thema.
Theoretische Chancen hat man immer. Keine Barriere ist unüberwindbar. Das besagt überhaupt nichts.

Tatsächlich gibt es bestimmte Schichten, innerhalb derer man auf Ambitionslosigkeit getrimmt wird. Dabei handelt es sich vorallem um jene Schichten, die von unserer Gesellschaft in Beug auf Bildung, Kultur und Integration systematisch vernachlässigt werden, am krassesten von der CDU-Sozialpolitik, SPD und FDP machen sich in dieser Frage aber auch keine Ehre.
Ich sprach, wie der Patrick schon sagte, nicht von 400-Euro Jobs, sondern von Menschen, die 150 Stunden im Monat arbeiten und dafür die genannten 1.300 Euro bekommen, von denen so 900 Euro bleiben. Unnötig zu erwähnen, dass diese Differenz auf diesem Niveau einen massiven Unterschied macht. Dadurch, dass sie einen (sozial)Staat mitfinanzieren, der die eigentlich die Schwachen stützen soll, werden sie selbst überproportional schwächer gestellt. Das ist doch paradox.
Was die untere Mittelschicht angeht: Die muss dringend entlastet und gefördert werden. Da gebe ich Dir/Euch völlig recht.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 14:55
von SRM
Original von Konrad Grimm
Ähem... gute Heimreise, oder wie hieß das auf den NPD-Plakaten?
Die Jugendlichen, die ICH meine, haben in der Regel den deutschen Pass, sind also zu Hause...
Ja: Deutschland hat ein Ausländerproblem. Und unserem Land würde es gut tun, wenn wir ein paar Hunderttausend von denen rausschmeißen würden.
Und genau diese eindimensionale Sichtweise verhindert wahres Wachstum.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 15:28
von Montgomery Scott
Original von SRM
Die Jugendlichen, die ICH meine, haben in der Regel den deutschen Pass, sind also zu Hause...
Diese Gruppe meint die NPD durchaus auch. "Überfremdung" endet für solche Menschen nicht mit dem Erhalt eines Passes.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 15:54
von Konrad Grimm
Original von Montgomery Scott
Diese Gruppe meint die NPD durchaus auch. "Überfremdung" endet für solche Menschen nicht mit dem Erhalt eines Passes.
Für mich auch nicht. Die Übernahme der deutschen Leitkultur ist Voraussetzung jeder Integration.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 17:18
von vSzP
Original von Konrad Grimm
Richtig: Du bezahlst über Deinen KV-Beitrag. Eben!
Ja, aber doch nicht weniger!

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 17:41
von Konrad Grimm
Original von vSzP
Ja, aber doch nicht weniger!
Ja, es handelt sich ja auch um eine Versicherung, die vor allem dann zum Tragen kommt, wenn Du ernsthaft krank wirst, nicht, wenn Du wegen nem Schnupfen mal zum Arzt gehst.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 17:46
von vSzP
Original von Konrad Grimm

Ja, es handelt sich ja auch um eine Versicherung, die vor allem dann zum Tragen kommt, wenn Du ernsthaft krank wirst, nicht, wenn Du wegen nem Schnupfen mal zum Arzt gehst.
Ich bezweifle, dass sich die Krankenkasse selbst dann lohnen würde... Man bezahlt auch immer die Ineffizenz des Systems mit.

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 17:55
von Konrad Grimm
Original von vSzP
Ich bezweifle, dass sich die Krankenkasse selbst dann lohnen würde... Man bezahlt auch immer die Ineffizenz des Systems mit.
Das kommt stark drauf an, für wen. Junge, kerngesunde Gutverdiener fahren mit der PKV besser, keine Frage...

Verfasst: Di 27. Mai 2008, 18:31
von Rainer Zufall
Original von Konrad Grimm

Für mich auch nicht. Die Übernahme der deutschen Leitkultur ist Voraussetzung jeder Integration.
Sag das mal Erwin Huber, der gehört dann aber auch raus =)