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Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 14:41
von kapuczynski
Ein Hamburger und Pommes mit viel Majo ist ja mal nicht schlecht. Wer aber immer nur dieses Zeug isst, ist selber schuld. Das mit der Mehrwertsteuer ist alledings lächerlich, wer fett essen will, der wird auch mehr dafür bezahlen.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 15:39
von Jürgen Haitner
Original von Oliver von Palm
Seien wir brave Staatsbürger und trinken nur noch Diätlimo, Cola Light (trotz dem Aspertam, dass im Gegensatz zu Zucker im Verdacht steht, Krebserregend zu sein) und futtern Diätschokolade und -bonbons.
Ich bin schon lange ziemlich brav! Ziemlich, weil die meisten Produkte einen dann eher zur Bulemie (*würg*) zwingen würden, aber was tut man nicht alles...

Aber ich bin ja auch ein Vorzeige-Diabetiker. 8)

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 18:26
von Kreittmayr
Und die Interventionsspirale dreht sich. Die innere Logik verstaatlicher Gesundheitssysteme ist eben doch unbestechlich.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 19:25
von Konrad Grimm
Original von Kreittmayr
Und die Interventionsspirale dreht sich. Die innere Logik verstaatlicher Gesundheitssysteme ist eben doch unbestechlich.
Ganz klar. Traurig ist, dass es sogar einen empirischen Beweis für diese Mörderlogik gibt: Das Idealgewicht verringert zwar krankheitsbedingte Arbeitsausfälle, Berufsunfähigkeit und die Kosten für zahlreiche ernährungsbedingte Krankheiten. Derweil ist die Fachwelt sich weitgehend einig, dass die Lebenserwartung bei Übergewichtigen höher ist als bei Ideal- und Normalgewicht (siehe etwa FAZ vom 06. Mai 07)

Das bedeutet im Klartext: Weniger Dicke verursachen weniger Kosten für das staatliche Gesundheitssystem - und, weil sie früher sterben, entlasten sie zudem das Rentensystem. Die Forderung ist damit nichts als eine neue "Aktion T4" (Codename des NS-"Euthanasie"-Programms zur "Vernichtung lebensunwerten Lebens") In jedem Politiker steckt ein bisschen Hitler.

Ob diese Logik ihres Handelns Herrn Seehofer, Frau Künast und all den anderen bewußt ist, weiss ich nicht. Bei Herrn Seehofer, einem grenzenlos ekelerregenden, machtgierigen Opportunisten, kann ich es mir gut vorstellen.

Wesentlich besser ist aber auch die vorgeschobene Begründung, man wolle ja die armen Übergewichtigen nur beschützen. Hier vertreten ja auch einige diese Auffassung. Sie ist zutiefst totalitär, weil sie in den letzten Kernbereich freier Selbstbestimmung, in den Wesensgehalt der Privatautonomie überhaupt eingreift. Nicht andere sollen geschützt werden, nein: Vor sich selbst sollen diese Menschen geschützt werden!
Damit erheben sich einige Vertreter der Gattung Mensch zu Herrenmenschen, die den dummen Sklaven sagen müssen, was gut für sie ist.

Dass dieser Paternalismus kommen wird, ist beschlossene Sache. Die Europäische Health Claim Verordnung ist bereits in Kraft, und obwohl Werbewirtschaft und Nahrungsmittelindustrie angekündigt haben, das Bundesverfassungsgericht und den Europäischen Gerichtshof anzurufen, ist die Hoffnung gering.

Ob die Dicken aufwachen? Sich unter dem Schlachtruf "Mein Bauch gehört mir" erheben werden und die miesen Drecksäcke in Berlin und Brüssel zur Hölle schicken werden? Unwahrscheinlich. Denn der Meinungsterror hat die meisten Übergewichtigen soweit gebracht, dass sie ihn glauben.

Es ist zum Kotzen!

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 19:45
von Konrad Grimm
Original von Patrick Behrens-Nilsson

...
Wir brauchen dringend eine "Nationale Aktion gegen Homosexualität"! Da verweichlichen die Jungs von Kindesbeinen an und spielen mit Barbies, und die Eltern tun nichts dagegen! Der kleine Patrick wird in der Schule immer als "Schwuchtel" gehänselt. Aus Trotz zieht er sich total tuntig an und wird natürlich noch mehr gemobbt. Mit 16 hängt er in Szenekneipen im Schwulenmilieu rum; was soll er auch sonst machen? Die normalen Jungs wollen alle nichts mit ihm zu tun haben, und Freundin hat er auch keine. Mit 17 wird er von zwei Typen in schwarzen Lederklamotten entjungfert. Mit 20 entdeckt er, um seinen Frust zu übertünchen, das Barebacking für sich. Und mit 42 stirbt er an HIV.

Trifft sicherlich nicht auf jeden Fall zu. Aber oft genug.

Und deswegen ist die Forderung christlicher Fanatiker richtig, homosexuelle Kinder möglichst frühzeitig zum Psychiater oder ein Umerziehungslager zu bringen.

Du hast ganz recht: Wer gemobbt wird, der ist selbst (oder zumindest seine Eltern) schuld und soll sich gefälligst ändern. Denn was richtig ist, das bestimmt in einer Demokratie doch bitte das Empfinden aller "billig und gerecht Denkenden". Und wenn so ein Fettsack oder ne Tunte oder ein Nigger oder so'n Spasti deren Sinn für Ästhetik stört, dann soll er sich gefälligst ändern. Welch schöne Welt!

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 19:49
von Hajo Poppinga
Es ist halt wie immer. Wenn überhaupt, sollte man freiwillige Aufklärung anbieten, aber keine Umerziehungsmaßnahmen. Wenn jemand fett werden will, dann soll er doch.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 20:40
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Es liest auch keiner, was ich geschrieben hab, was? ;)

Kinder haben von alldem noch keine Ahnung und können nicht entscheiden ob sie fett werden wollen oder nicht.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 20:43
von Marko Untrial
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Es liest auch keiner, was ich geschrieben hab, was? ;)

Kinder haben von alldem noch keine Ahnung und können nicht entscheiden ob sie fett werden wollen oder nicht.
Ja, da stimme ich dir wohl zu. Aber da hilft eine Steuer auch weniger. ;) Da sind die Eltern gefragt, das sie ihre Kinder richtig aufklären. Wenn sie dann immer noch entscheiden sich vollzufressen, ist das dann ihr Ding.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 21:19
von Konrad Grimm
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Kinder haben von alldem noch keine Ahnung und können nicht entscheiden ob sie fett werden wollen oder nicht.
Oder ob sie schwul werden wollen oder nicht.

Verfasst: Mo 14. Mai 2007, 21:21
von kapuczynski
Schwul wird man aber nicht durch Erziehung.