Seite 2 von 7

Verfasst: Sa 28. Mai 2011, 16:20
von Karina Hudson
Im Falle des "Weißbuches Landesverteidigung" stellt sich offen gesagt schon die Frage, wer eigentlich noch die Meinung der Unionskanzlerin und des Freisteinischen Ministerpräsidenten teilt?

Ich wäre doch sehr überrascht, wenn z. B. der KDU-Koalitionspartner FLA angetan wäre von der Idee, junge Menschen zum Militär einzuziehen, um sie in Kriege um Rohstoffvorkommen zu schicken, und mittels eines "Raketenschirms" das nukleare Gleichgewicht auszuheben, anstatt vertrauenbildende Maßnahmen zwischen den Atommächten zu fördern und auf eine Abrüstung dieser Waffensysteme hinzuwirken?

Verfasst: Sa 28. Mai 2011, 17:55
von Orla von der Katzenburg
Solange die Staaten der Liga ihre Rohstoffe nicht verfügbar machen sollen stellt sich die Frage nicht ob wir uns bedroht sehen aber ich fände ein Statement zu meiner Frage aus der Regierungspartei dennoch sehr positiv.

Natürlich sind auch Meinungen aus dem sozialistischem Lager immer gerne gesehen ;)

Verfasst: So 29. Mai 2011, 09:55
von Helen Bont
Original von Orla von der Katzenburg

Der Krieg um Rohstoffe also? Damit ist eines von zwei Dingen klar: Sie wissen sich nicht auszudrücken oder es wird erkennbar wessen Geistes Kind Sie sind.
Ich bitte daher um eine Erklärung.
Ich denke, dass die Formulierung "Wiederherstellung des ungehinderten Zugangs" klar und deutlich genug ist. Es geht nicht darum, irgend jemanden mit militärischen Mitteln zu zwingen seine Rohstoffe oder andere Waren zu veräußern, sondern darum, Handelswege - das sind die Zugänge - offen zu halten, wenn sie, zum Beispiel durch Piratenaktivitäten, blockiert werden.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass vor Kurzem noch Futuna und andere über solche Störungen der Handelsrouten klagten, nur damals wurden die Handelswege, über die die Handelsströme der Demokratischen Union laufen, nicht tangiert.
Und um die Frage schon mal zu beantworten: auch heute werden die Handelswege nicht bedroht. Es geht um die Vorbereitung für den möglichen Ernstfall. Dass nämlich eine Blockade der Handelswege, zum Beispiel durch Piraten, für immer ausgeschlossen ist, kann niemand garantieren.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 10:20
von Helen Bont
Original von Alexander Krüger
Da steht mit keinem Wort, dass die Rohstoffsicherung nur auf staatenlosen Gebieten erfolgen soll.
Insgesamt geht Werk in eine völlig falsche Richtung, statt Verständigung, setzt man auf Aufrüstung und Panikmacherei.
So etwas hat nicht mit Konservatismus zu tun. Konservatismus ist für mich der Erhalt der Schöpfung, das erreicht man mit Kriegen sicherlich nicht.
Mein Gott, ich komme mir vor wie ein Oppositionspolitiker, dabei kritisiere ich die Chefin meiner Partei. Ich sollte mir wirklich Gedanken machen...
Zunächst einmal freue ich mich, dass wir in der Öffentlichkeit wieder eine kontroverse inhaltliche Debatt führen, die auch über den Wahlkampf bestand haben dürfte.
Es geht mir nicht um ziellose Aufrüstung und Panikmacherei, sondern darum, die Demokratische Union immun zu machen gegen mögliche Epressungsversuche von Aussen.
Was die Bewahrung der Schöpfung angeht, darf ich daran erinnern, dass es uns vor gar nicht so langer Zeit nur deswegen gelungen ist, einen schweren Eingriff in das ökologische Gleichgewicht der Antarktis zu verhindern, weil die damals von mir geführte Unionsregierung deutlich gemacht hat, dass wir notfalls gewillt sind, einen solchen Eingriff, der unabsehbare Folgen für das ökologische Gleichgewicht in der Antarktis gehabt hätte, mit militärischen Mittel zu verhindern.
Dass Sie eine konträre Auffassung haben als ich, und diese öffentlich offensiv vertreten, begrüße ich. Wir haben in der Demokratischen Union schon zu lange, auf Schmuseromantik in der öffentlichen Diskussion gesetzt und uns dann gewundert, dass immer mehr Menschen das Land verlassen.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 10:34
von Helen Bont
Original von Marenus Luther
Nun, eine klare konservative Position.

Bei den zahlreichen Regionen der Welt die keiner staatlichen Kontrolle Unterliegen stellt sich schon die Frage, wie die Interessen unseres Landes dort gesichert werden sollen. Dies entspräche keinen Krieg um Rohstoffe, sondern der Absicherung des freien Zuganges aller Nationen. Es geht also um einen Schutzauftrag und nicht um eine Eroberung. Jedoch brauchen solche Maßnahmen eine Einbettung in multilaterale Übereinkünfte. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass diese Passage sehr Prezisionsbedürftig ist.

Für die Einschätzung der Frage, ob eine Wehrpflicht aus verteidigungspolitischer Sicht notwndig ist, bräuchte die Öffentlichkeit noch weitere Daten. Könnte die Unionsregierung darlegen, in wie weit die derzeitigen Kräfte für den Auftrag der Landesverteidigung nicht ausreichen?
Die derzeitge Größe der Unionsstreitkräfte liegt bei 700.000 Soldaten, davon 550.000 beim Heer.
Um diese Zahl aufrecht zu erhalten, sind jedes Jahr umfangreiche und kostenintensive Werbeaktionen notwendig, die durch die Wehrpflicht eingeschränkt werden können.
Des Weiteren kranken die Unionssteitkräfte daran, dass sie keine Reserve haben, weil aus dem Dienst ausscheidende Soldaten in der Regel in Rente gehen. Eine Wehrpflicht kann hier Abhilfe schaffen.
Drittens: indem wir eine Wehrpflichtigen-Armee aufstellen, die sich auf die Landesverteidigung konzentriert, können wir auf der anderen Seite bei den Berufssoldaten Potentiale gewinnen, die im Rahmen des RdN für Friedensmissionen zur Verfügung stehen.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 10:44
von Helen Bont
Original von Karina Hudson

Nun, vielleicht ist es auch für die KDU an der Zeit, sich einmal Gedanken zu machen?

Mit Hajo Poppinga und Anastasia von Metternich hat sie jüngst zwei Führungspersönlichkeiten verloren. Ein weiterer KDU-Spitzenpolitiker, Alexander Krüger, zweifelt jetzt öffentlich am Kurs seiner Partei und der von dieser geführten Regierung. In einer Umfrage zur anstehenden Unionsparlamentswahl erreicht die KDU unter drei antretenden Listen bereits nicht einmal mehr ein Drittel der Stimmen.

Kurz vor einer Unionsparlamentswahl, die ganz im Zeichen der Diskussionen um staatsorganisatorische Reformen steht, präsentiert man jetzt ein Papier, das sich um Rohstoffkriege, Zwangsdienste und "Star Wars"-Verteidigungstechnologien dreht.

Ob das wirklich klug ist?
Wenn es mir um reine Opportunität ginge, hätte ich dieses Papier nie veröffentlicht, weil es ja meinem Ansehen und dem meiner Partei schaden könnte. In diesem Sinne ist eine Veröffentlichung alles andere als klug.
Mir geht es aberv darum, dass wir ein Politikfeld diskutieren, das lange Zeit unbeachtet blieb: die Außen- und Sicherheitspolitik.
Ich hätte jetzt eine Schmuserethorik fahren können: wir leben in einer heilen und militärische Konflikte und Bedrohungen finden nur auf dem Mars statt. Alle wären zufrieden wieder eingeschlafen.
Ich wähle den anderen Weg: ich denke, wir müssen die Welt so annhemen, wie sie uns darstellt: anarchisch strukturiert, mit ein paar Komponenten, sie zu ordnen.
Und zweitens: wir brauchen wieder mehr kontroverse Debatten in der Demokratischen Union, die dieses Land interessant machen und Menschen animieren, hier mitzumachen, ihre Meinung zu äußern und sich einzubringen. Ich bin davon überzeugt, dass dies für die demographische Entwicklung der Demokratischen Union mehr bringt als alle Verfassungsreformen und Länderfusionen zusammen.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 10:53
von Helen Bont
Original von Karina Hudson
Im Falle des "Weißbuches Landesverteidigung" stellt sich offen gesagt schon die Frage, wer eigentlich noch die Meinung der Unionskanzlerin und des Freisteinischen Ministerpräsidenten teilt?

Ich wäre doch sehr überrascht, wenn z. B. der KDU-Koalitionspartner FLA angetan wäre von der Idee, junge Menschen zum Militär einzuziehen, um sie in Kriege um Rohstoffvorkommen zu schicken, und mittels eines "Raketenschirms" das nukleare Gleichgewicht auszuheben, anstatt vertrauenbildende Maßnahmen zwischen den Atommächten zu fördern und auf eine Abrüstung dieser Waffensysteme hinzuwirken?
Zunächst: ich will gar nicht, dass alle meiner Meinung sind; ich will die kontroverse Diskussion, weil wir nur so vorankommen.

Zweitens: ich will Wehrpflichtige nicht in Kampfeinsätze schicken und schon gar nicht in Rohstoffkriege. Bei der Wehrpflicht geht es um nichts anderes als um die Stärkung der Landesverteidigung und um die Offenhaltung der Zugänge zu den Rohstoffquellen um nichts anderes als um die Freiheit der Handelswege.
Was die von Ihnen kritisierte strategische Raketenabwehr angeht: so lange Staaten nicht nur in der Lage sind sondern auch willens sind, mit Hilfe von Raketensystemen und ABC-Waffen die Zivilbevölkerung anderer Staaten zu bedrohen und anzugreifen - zuletzt in Andro geschehen - , und so lange die Demokratische Union - aus gut begründeten Erwägungen heraus - nicht teilnimmt am atomaren Gleichgewicht, wir also keinen nuklearen Zweitschlag ausführen können, werde ich alles tun, um unsere Zivilbevölkerung zu schützen und auf den Eventualfall vorzubereiten.
Die Schaffung der ABC-Abwehreinheiten war der erste Schritt. Ich bin der festen Überzeugung, dass jetzt der zweite Schritt folgen muss.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 13:40
von Hans Sack
Also bis auf die sache mit der Wehrpflicht sehe ich hier keine Probleme.

Vorallem weiß ich nicht welches Problem am Kriegsfall um Rohstoffe liegen soll. Wenn wir von Lebenswichtigen Rohstoffen abgeschnitten werden, dann müssen wir uns besagte eben auf andere weise beschaffen, ich erachte das als absolut legitim.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 13:42
von Hans Sack
Original von Orla von der Katzenburg
Solange die Staaten der Liga ihre Rohstoffe nicht verfügbar machen sollen stellt sich die Frage nicht ob wir uns bedroht sehen aber ich fände ein Statement zu meiner Frage aus der Regierungspartei dennoch sehr positiv.

Natürlich sind auch Meinungen aus dem sozialistischem Lager immer gerne gesehen ;)
1. Meinungen aus dem Sozialistischen Lager sind nie gern gesehen ;)

2. Ich verstehe nicht warum gerade sie sich beschweren. Wenn man sich ihr Land ansieht, könnte man meinen, das sie sich zum Thema bedrohungen besser bedeckt halten sollten.

Verfasst: So 29. Mai 2011, 19:35
von Orla von der Katzenburg
Ich denke, dass die Formulierung "Wiederherstellung des ungehinderten Zugangs" klar und deutlich genug ist. Es geht nicht darum, irgend jemanden mit militärischen Mitteln zu zwingen seine Rohstoffe oder andere Waren zu veräußern, sondern darum, Handelswege - das sind die Zugänge - offen zu halten, wenn sie, zum Beispiel durch Piratenaktivitäten, blockiert werden.
Und was ist wenn wir unsere Meerenge schliessen?