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Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 14:04
von Hans Sack
Original von Carmen de Mora-Trauenstein

Doch, ER hat! Und ich bin froh, dass er weg ist!
Ja genau, ohne Osama hätte es keine Anschläge geben und ohne Hitler, keinen Zweiten Weltkrieg, ohne Mario Barth, keinen neuen Tiefpunkt der Deutschen Fernsehgeschichte und natürlich nicht zu vergessen, hätten wir Fidel Castro daran gehindert eine Zeitmaschine zu bauen, währe die Titanic nie untergegangen. :rolleyes: :rolleyes:

Ach und zum Thema Prozess, den habe ich auch nicht erwartet, schließlich verträgt sich das Rechtsempfinden der Amis nicht mit den Menschenrechten.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 14:35
von Stella von Brion
Original von Hans Sack
Ach und zum Thema Prozess, den habe ich auch nicht erwartet, schließlich verträgt sich das Rechtsempfinden der Amis nicht mit den Menschenrechten.
:rolleyes: Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand meint, sich durch plumpen Anti-Amerikanismus profilieren zu müssen. Willst Du gleich noch was gegen Israel sagen, damit dem moralisierenden Herabschauen auf andere Ausreichend gefröhnt wurde und wir zum Thema zurück kehren können?

Natürlich wäre ein Prozess schöner gewesen, aber manchmal ist die radikale Lösung auch nicht schlecht - so manch einer ist im Feuergefecht umgekommen, und niemanden hat es danach groß gestört. Mal davon abgesehen, dass ich viel drauf wetten würde, das Bin Laden sich den Amerikanern nicht ergeben hätte. Und offensichtlich hat sich Bin Laden ja auch ausreichend gewehrt.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 14:38
von Anastasia von Metternich
Original von SRM
Wenn er juristisch zum Tode verurteilt wird - okay. Aber die USA spielen den Henker und greifen einem Verfahren voraus. Das ist gegen jeden Menschenrechtsgrundsatz, der auch für Massenmörder gilt.
Wo das möglich ist, sicher (wobei solche Einrichtungen wie der Internationale Strafgerichtshof für die weltweite Achtung der Menschenrechte mehr Schaden als Nutzen anrichten). Aber ich finde nicht, dass man das Leben weiterer Menschen riskieren muss, um jemandem wie OBL einen solchen Prozess zu machen. Er hätte sich ja stellen können. Stattdessen hat er sich gewaltsam widersetzt und musste dafür die Konsequenzen tragen. Dumm gelaufen, nicht zu ändern, schade für ihn.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 14:39
von SRM
Original von Stella von Brion
Und offensichtlich hat sich Bin Laden ja auch ausreichend gewehrt.
Naja, ich glaube da kein Wort. Das wird als Propaganda-Push für eine gescheiterte Regierung aufgebauscht - wenn die Hälfte davon stimmt, wäre ich positiv überrascht. Wenn Osama jetzt noch Hundebabies erwürgt hätte, wäre das das Sahnehäubchen für ein willfähriges Wahlvolk.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 15:04
von Stella von Brion
Original von SRM

Naja, ich glaube da kein Wort. Das wird als Propaganda-Push für eine gescheiterte Regierung aufgebauscht - wenn die Hälfte davon stimmt, wäre ich positiv überrascht. Wenn Osama jetzt noch Hundebabies erwürgt hätte, wäre das das Sahnehäubchen für ein willfähriges Wahlvolk.
Du glaubst ernsthaft, Bin Laden wäre da gestanden und hätte gesagt "Hier bin ich. Nehmt mich mit, damit ihr mich vor Gericht stellen könnt."? Also Verschwörungstheorien sollten zumindest einen Hauch von Logik beinhalten. Dieser Mann hat die USA offenbar aus tiefstem Herzen gehasst. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass er zulassen würde, dass man dort, bei den Ungläubigen, über ihn urteilt - das überhaupt jemand anderes als Allah über ihn urteilt.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 15:22
von Laura van Middelburg
Wenngleich bin Laden nicht das administrative Haupt der al-Qaida war (ein solches gibt es in dem Sinne ja nicht), so war er doch deren Galeonsfigur und Vordenker. Und in dieser Funktion eine permanente Gefahr für die Leben tausender Menschen nicht nur in den USA, sondern in aller Welt.

Natürlich wäre es naiv zu glauben, mit seinem Tod sei die von diesem Netzwerk ausgehende Gefahr - nicht nur für die USA und Westeuropa, sondern auch viele islamische Staaten wie z. B. Pakistan - in nennenswertem Ausmaß gebannt. Aber bin Laden als ideelles Oberhaupt verloren zu haben ist ein schwerer Schlag für die al-Qaida.

Berücksichtigen muss man dabei auch seine Rolle als Finanzier des Terrornetzwerkes. Ich kenne mich nun weder mit dem islamischen Erbrecht aus, noch weiß ich, inwiefern dieses betreffend bin Ladens Nachlass durchsetzbar ist. Auch weiß ich nicht, wie bin Laden sein Vermögen seit seinem endgültigen Wegzug aus Saudi-Arabien genau verwaltet und bewegt hat. Aber Angesichts der engen Beziehungen der weitverzweigten Familie bin Laden mit dem saudischen Königshaus, das den Islamismus wiederum fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass bin Ladens Tod auch finanziell ein Rückschlag für das Terrornetzwerk ist.

In der Gesamtschau dieser Faktoren halte ich seine auch gezielte Tötung schon als einen Akt der Gefahrenabwehr für gerechtfertigt. Die ethische Unmöglichkeit, Leben gegen Leben abzuwägen gilt nämlich selbstverständlich nur für die Leben zweier oder mehr unschuldiger Menschen. Geht von einem Menschen eine Gefahr für einen anderen aus, ist die Situation anders zu bewerten.

Das gilt sowohl global für das Vorgehen gegen bin Laden an sich, als auch für die konkrete Situation in seiner "Residenz". Warum sollten die dort eingedrungenen US-Soldaten das Risiko in Kauf nehmen, durch Widerstandshandlungen bin Ladens gegen seine Festnahme verwundet oder getötet zu werden? Sie sollten sterben, weil sie einen sich gegen seine Festnahme wehrenden Massenmörder nicht notfalls erschießen durften?

Diese Vorstellung finde ich ethisch untragbar!

Und endlich muss man sich fragen, welche Folge eine Ingewahrsamnahme bin Ladens durch die USA gehabt hätte, Stichwort: Erpressung.

Was wäre gewesen, wenn bin Laden irgendwo auf der Welt auf einem Territorium unter US-Hoheit inhaftiert worden wäre, und es sodann wären Flugzeuge entführt, Botschaften besetzt worden o. ä., um ihn freizupressen? Wie viele unschuldige Menschen hätten dabei sterben können?

Man muss all diese Überlegungen und Gründe sicherlich vom Stolz eines US-Präsidenten auf bin Ladens Unschädlichmachung sowie die Freude der Bevölkerung darüber trennen. Aber verwerflich finde ich auch diese nicht.

Die Welt ist ein Stück weit sicherer geworden, weil bin Laden nun nicht mehr in ihr wirken kann. Das zu erreichen war mehr als zehn Jahre lang eine der außen-/sicherheitspolitischen Prioritäten der USA, deretwegen Kriege geführt wurden, und nun ist dieses Ziel erreicht. Zum Wohle der gesamten Menschheit.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 16:25
von Hans Sack
Original von Stella von Brion

:rolleyes: Es war nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand meint, sich durch plumpen Anti-Amerikanismus profilieren zu müssen. Willst Du gleich noch was gegen Israel sagen, damit dem moralisierenden Herabschauen auf andere Ausreichend gefröhnt wurde und wir zum Thema zurück kehren können?

Natürlich wäre ein Prozess schöner gewesen, aber manchmal ist die radikale Lösung auch nicht schlecht - so manch einer ist im Feuergefecht umgekommen, und niemanden hat es danach groß gestört. Mal davon abgesehen, dass ich viel drauf wetten würde, das Bin Laden sich den Amerikanern nicht ergeben hätte. Und offensichtlich hat sich Bin Laden ja auch ausreichend gewehrt.
"Viele beklagen sich über den,in Mode kommenden, oberflächlichen Anti-Amerikanismus. Dabei ist meiner gar nicht oberflächlich!"
Volker Pispers


Aber mal im Erst, ich weiß ja nicht in welche Klischees du mich hier schieben möchtest, aber ich bin sicherlich kein Baumknuddler der sich über die Böse Westliche Welt beschwert. Und nur weil ich die wie immer Plumpe Us Propaganda (wenn es diesen begriff überhauptnoch wert ist.) nicht glaube und zu recht auf Problem der Amis mit den Menschrechten verweise, ist das noch lange kein akt der profilierung.

Und zum Thema Israel, also was soll ich sagen, ich war dort. Das Land ist Hässlich, Das Essen ist Grauenvoll (Nehmt NIEMALS!! ein Koscheres Hotel ! :puke: ) und es gibt wenig interessantes zu sehen außer Religiösen klim bim. Aber ansonszten habe ich weder etwas gegen den Staat, noch gegen die Juden an sich. Ich frage mich also warum du dies vermutest ? 8)

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 16:29
von Carmen I.
Original von SRM

Naja, ich glaube da kein Wort. Das wird als Propaganda-Push für eine gescheiterte Regierung aufgebauscht - wenn die Hälfte davon stimmt, wäre ich positiv überrascht.
Das werden wir sowieso nie heraus kriegen, was da genau gelaufen ist und wie das passiert ist. Ändert aber auch nichts am Endergebnis: Osama ist tot, Obama profitiert davon und die Welt hat einen gewichtigen Terroristen weniger zu fürchten, auch wenn damit noch lange nichts endgültig vorbei ist.

Und um es mal mit den Worten unserer Kanzlerin zu sagen: Ich freue mich, dass er tot ist. Wobei ich das sagen darf, ich muss nicht diplomatisch sein, aber Angie hätte sich das verkneifen sollen, finde ich. Ein "Ich bin froh, dass man seiner habhaft geworden ist" hätte es auch getan.

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 16:58
von Heinrich von Löwenherz
Original von SRM
Wenn er juristisch zum Tode verurteilt wird - okay. Aber die USA spielen den Henker und greifen einem Verfahren voraus. Das ist gegen jeden Menschenrechtsgrundsatz, der auch für Massenmörder gilt.
Glaubst Du man hat ihn standrechtlich erschossen? Oder das es keine (massive) Gegenwehr gab und die Soldaten letztlich nur so handeln konnten?

Verfasst: Mo 2. Mai 2011, 17:14
von Stella von Brion
Original von Hans Sack
Aber mal im Erst, ich weiß ja nicht in welche Klischees du mich hier schieben möchtest, aber ich bin sicherlich kein Baumknuddler der sich über die Böse Westliche Welt beschwert. Und nur weil ich die wie immer Plumpe Us Propaganda (wenn es diesen begriff überhauptnoch wert ist.) nicht glaube und zu recht auf Problem der Amis mit den Menschrechten verweise, ist das noch lange kein akt der profilierung.
Mit Verlaub, wenn jemand eine so unqualifiziert-pauschalisierend-polemische Äußerung wie
"Ach und zum Thema Prozess, den habe ich auch nicht erwartet, schließlich verträgt sich das Rechtsempfinden der Amis nicht mit den Menschenrechten."
abgibt, dann nehme ich mir auch das recht heraus, ihn in das Klischee des sich für moralisch überlegen haltenden Westeuropäers ohne große Ahnung von den USA zu schieben. Das Problem mit den Menschenrechten lässt sich in Deutschland grundsätzlich ebenso finden. Und wenn man Kritik bringen will, dann bitte auch konkret und so, dass man sie ernst nehmen kann. Und nicht so platt. Aber der Satz ist nun einfach mal hahnebüchener Unsinn. Ich würde fast sagen, dass sich das Rechtsempfinden "der Amerikaner" nicht annähernd von dem "der Deutschen" unterscheidet.
Und zum Thema Israel, also was soll ich sagen, ich war dort. Das Land ist Hässlich, Das Essen ist Grauenvoll (Nehmt NIEMALS!! ein Koscheres Hotel ! :puke: ) und es gibt wenig interessantes zu sehen außer Religiösen klim bim. Aber ansonszten habe ich weder etwas gegen den Staat, noch gegen die Juden an sich. Ich frage mich also warum du dies vermutest ? 8)
Üblicherweise folgt nach den Anschuldigungen über den mangelnden Respekt der USA vor Menschenrechten die Kritik an Israel wegen seines Verhaltens gegenüber seiner Umgebung, vor allem den Palästinensern. Und auch ich darf mal unsubstantiiert etwas in den Raum stellen. ;) Wenn dem nicht so ist, finde ich das gut.