Seite 2 von 3
Verfasst: Di 25. Jan 2011, 12:20
von Lord Macshire
Original von Bernardo Macaluso
Die Idee ist an sich interessant (hab ich vor Ewigkeiten auch mal probiert) aber die DU ist insofern ungeeignet, als dass man fremdsprachigen Neuankömmlingen kaum die existierende Ausgestaltung der Länder und die Geschichte und Idee der DU überhaupt nahebringen können wird.
Wieso nicht? Ich kann den Einwand nicht ganz nachvollziehen. Dazu müßten sich nur mal die jeweiligen Landeschefs bemühen, die Landesseiten mit Inhalt zufüllen. Solange das nicht geschieht, wird man auch deutschsprachigen Neuankömmlingen die existierende Ausgestaltung der Länder nicht nahebringen.
/edit: die Idee/das Prinzip der DU ist ja nun auch kein Staatsgeheimnis, Micronationen gibt es auch in anderen Ländern.
Verfasst: Di 25. Jan 2011, 13:54
von Laura van Middelburg
Als wesentlich problematischer denn die nachvollziehbare Darstellung der politischen Strukturen und kulturellen Ausgestaltung der DU hielte ich die Vermittlung des Konzepts einer "Micronation" innerhalb des deutschsprachigen Raumes gegenüber potenziellen Teilnehmern aus anderen Sprachräumen.
Dieses über die Jahre gewachsene und in seiner genauen Struktur auch für Eingeweihte scheinbar immer noch schwierig zu erfassende und zu beschreibende Konstrukt aus Politiksimulation, Rollenspiel und Weltenbau entspricht in seiner Form und seinem Selbstverständnis keineswegs notwendigerweise auch dem Konzept einer "Micronation", wie es in anderen Sprachräumen verstanden wird.
Die deutschsprachige MN-Szene ist erwiesenermaßen nun schon seit Jahren außer Stande, ihre Prinzipien und Ziele einem außenstehenden Kreis deutschsprachiger potenzieller Teilnehmer verständlich zu vermitteln und diese für selbiges zu begeistern.
Zu welchen gedanklichen Verständnisproblemen es darüber hinaus noch mit Personen aus anderen Sprachräumen kommen kann, illustriert das Beispiel
Reunion...
Verfasst: Di 25. Jan 2011, 18:13
von Palin Waylan-Majere
Interessanter Gedanke. Vor Jahren wollte ich sowas mal in meiner kindlichen Naivität für Heroth starten - nur müsste man dazu italienisch können...
Über kurz oder lang würde sich eine solche Simulation wohl entlang der Sprachgrenzen aufspalten. Man sieht ja (leider), dass es trotz zahlreicher Versuche nur bei einzelnen Kontakten bleibt. Wir könnten natürlich mal Ydemos den Krieg erklären und Elsaß-Lothringen zurückfordern, aber dann kommt uns sicherlich der ein oder andere V-Mann ins Haus... obwohl - das wären ja auch wieder neue Bürger.

Verfasst: Di 25. Jan 2011, 18:29
von Bernardo Macaluso
Original von Lord Macshire
/edit: die Idee/das Prinzip der DU ist ja nun auch kein Staatsgeheimnis, Micronationen gibt es auch in anderen Ländern.
Jein, definitiv nicht mit dem gleichen Konzept wie in Deutschland.
Verfasst: Di 25. Jan 2011, 21:47
von Lord Macshire
Also meiner Erfahrung nach ist bspw. die französische MN/VN-Community der deutschen recht ähnlich, vielleicht nicht ganz so groß, aber doch auch existent.
Die deutsche MN-Community ist halt die Perfekteste, mit viel Akribie und Detailversessenheit, typisch deutsch eben.
Außerdem fände ich das auch gar nicht schlimm, wenn es teilweise Abweichungen gäbe. Dann wird eben im englisch-sprachigen Roldem anders simuliert als im deutschsprachigen Imperia. Diese kulturelle Vielfalt wäre ja gerade der Reiz und würde den Föderalismus stärken.
Momentan sind die Unionsländer praktisch auch alle austauschbar, abgesehen davon daß man sich eine willkürlich Ausgestaltung anhand eines frei festgelegten RL-Vorbildes gegeben hat und Namen und Avatarwahl danach ausrichtet.
Verfasst: Mi 26. Jan 2011, 13:43
von Laura van Middelburg
Das Land hier hat schon keinen Namen mehr, durch das Ausdünnen der Spielerschaft und Überaltern ihrer verbliebenen Reste ist von seinem einst prägenden Charakter (hohe Aktivität, weltanschaulich-politische Polarisation, Parteienvielfalt, "raues" Diskussionsklima usw.) realiter auch schon nichts mehr übrig.
Wenn man jetzt noch hergeht und das Grundkonzept teilweise bis überwiegend modifiziert, dann ist vom alten Ratelon wirklich endgültig nichts mehr übrig. Natürlich, dafür ist dann etwas Neues da, das entgegen meiner Prognose vielleicht sogar funktioniert.
Aber was hätte das noch mit dem "alten Ratelon" zu tun? Dieses wäre dann ebenso Geschichte, wie denn der Hoster im Einvernehmen mit den verbliebenen Teilnehmern einfach den Stecker zieht.
Verfasst: Mi 26. Jan 2011, 23:39
von Alexander Krüger
Ach, ich glaube, das Problem ist vor allem der verschwindend gerine Bekanntheitsgrad von Micronations. Kein Arsch kennt Ratelon und Co mehr, andere Onlinespiele haben die MN's verdrängt. Da hilft nur ein altbewährtes Mittel: Werbung und PR...
Verfasst: Do 27. Jan 2011, 07:42
von Palin Waylan-Majere
Versteh aber gar nicht, was die Leute an bspw. Power of Politics so fasziniert. Da klickt man jeden Tag dutzendfach das Gleiche an und wenn man wirklich was erreichen will, müsste man sich ein paar Specials dazukaufen.
Verfasst: Do 27. Jan 2011, 16:02
von Sigismund Emmanuel Hirschensohn-Marx
ganz einfach Kanzlerhasi: Die Phantasie ist tot!
Die Kinder von heute sind nicht in der Lage aus einem Forum und einer HP sich eine Phantasiewelt zu erdenken. Sie brauchen flash und bunte Bildchen zum draufrumklicken.
Das große Problem ist doch an diesen ganzen online politiksimulationen (neben dem genannten POP auch eRepublic u.a.), dass es zwar optisch schicker ist, als unsere Foren, aber die Handlungsoptionen total eingeschränkt sind. Aber scheinbar stört das wenige. Mir ist es ja unbegreiflich, denn spätestens nach 3 Wochen hat mal alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Aber ohne Phantasie stört das wenig, dann fährt man eben Routinen... hauptsache bunte animierte Bildchen.
Früher war alles besser. so!
Verfasst: Do 27. Jan 2011, 16:46
von Hajo Poppinga
Original von Sigismund Emmanuel Hirschensohn-Marx
Früher war alles besser. so!
Das ist aber keine neue Erkenntnis.
