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Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 13:05
von Bernardo Macaluso
Original von Richard Stresemann
Gibt es eigentlich noch irgendwo auf der Welt ein anderes Land, das sich über die eigene Kriegsniederlage freut ... ?
Wohl eher nicht. Deutschland ist in dieser Hinsicht Vorreiter und kann meiner Meinung nach stolz darauf sein.
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 13:30
von Melissa Adelaide
Das muss man differenzierter sehen. Das Ende des 2. Weltkrieges war für Millionen Deutsche erfreulich, weil es nicht ihre Niederlage war. Sie haben diesen Krieg nicht gewollt, sie hatten in ihm nichts für sich zu gewinnen. Es war nicht ihr Krieg und nicht ihre Niederlage. Sie hatten ihren Frieden wieder, den ihre Regierung ihnen aus nicht in ihrem Interesse liegenden Zielen genommen hatte.
Es gibt demgegenüber auch Kriege, die moralisch richtig oder sogar notwendig sind. Der Widerstand der im 2. Weltkrieg von Deutschland überfallenen Länder ist so ein Beispiel. Ein Volk, dass durch eine Kriegsniederlage tatsächlich legitime und vernünftige eigene Interessen verliert, braucht sich über Niederlage nach der Devise: "Hauptsache Frieden!" nicht zu freuen.
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 15:54
von SRM
In erster Linie hab ich heut erstmal Geburtstag

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 16:09
von Richard Stresemann
Original von Lord Macshire
Das Paradoxe ist doch - aus der heutigen Perspektive und auch durch den Einfluss der Alliierten ist der 8. Mai ein Tag der Befreiung - aber wie wäre es, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte. Das klingt absurd - Weltherrschaft ? Nein, sicher nicht. Die Kriegsführung hätte sich natürlich komplett unterscheiden müssen.
Es hat nicht viel gefehlt. Hätte man nicht bei Dünkirchen das britische Expeditionskorps entkommen lassen (Chance 1) oder später die Überlegenheit im Luftkrieg gegen England fahrlässig vergeben (Chance 2), wäre der Krieg im Westen gewonnen gewesen. Es wären kaum noch Besatzungstruppen in Westeuropa nötig gewesen, und man darf davon ausgehen, dass noch erheblich mehr Verbände aus den besiegten Staaten hätten gewonnen werden können. Man hätte freien Zugriff auf die arabischen Ölquellen gehabt. Die USA hätten sich ab diesem Punkt herausgehalten. Der Angriff der Wehrmacht auf Russland hätte früher eingesetzt und wäre mit mehr Masse erfolgt. Angesichts des knappen Scheiterns der Wehrmacht in Russland wäre es in diesem Fall wohl gelungen, die UdSSR zu besiegen.
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 16:13
von Ot Helfsen
Original von Richard Stresemann
Angesichts des knappen Scheiterns der Wehrmacht in Russland wäre es in diesem Fall wohl gelungen, die UdSSR zu besiegen.
Gut möglich, dass es dann einen Kalten Krieg zwischen den jüdisch-kapitalistischen USA und einem Großgermanischen Reich gegeben hätte. Hitler wäre heute Held der Linken und wir hätten auf der Hermann-Göring-Universität o.ä. studiert.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 16:15
von Ot Helfsen
Original von SRM
In erster Linie hab ich heut erstmal Geburtstag
Herzlichen Glückwunsch. Auf ein gutes neues Jahr.

Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 16:33
von Bernardo Macaluso
Original von Melissa Adelaide
Das muss man differenzierter sehen. Das Ende des 2. Weltkrieges war für Millionen Deutsche erfreulich, weil es nicht ihre Niederlage war. Sie haben diesen Krieg nicht gewollt, sie hatten in ihm nichts für sich zu gewinnen. Es war nicht ihr Krieg und nicht ihre Niederlage. Sie hatten ihren Frieden wieder, den ihre Regierung ihnen aus nicht in ihrem Interesse liegenden Zielen genommen hatte.
Es gibt demgegenüber auch Kriege, die moralisch richtig oder sogar notwendig sind. Der Widerstand der im 2. Weltkrieg von Deutschland überfallenen Länder ist so ein Beispiel. Ein Volk, dass durch eine Kriegsniederlage tatsächlich legitime und vernünftige eigene Interessen verliert, braucht sich über Niederlage nach der Devise: "Hauptsache Frieden!" nicht zu freuen.
Ich würde das natürlich auf Angriffskriege einschränken.
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 17:20
von Cameron Philips
Original von Richard Stresemann
Es hat nicht viel gefehlt. Hätte man nicht bei Dünkirchen das britische Expeditionskorps entkommen lassen (Chance 1) oder später die Überlegenheit im Luftkrieg gegen England fahrlässig vergeben (Chance 2), wäre der Krieg im Westen gewonnen gewesen. Es wären kaum noch Besatzungstruppen in Westeuropa nötig gewesen, und man darf davon ausgehen, dass noch erheblich mehr Verbände aus den besiegten Staaten hätten gewonnen werden können. Man hätte freien Zugriff auf die arabischen Ölquellen gehabt. Die USA hätten sich ab diesem Punkt herausgehalten. Der Angriff der Wehrmacht auf Russland hätte früher eingesetzt und wäre mit mehr Masse erfolgt. Angesichts des knappen Scheiterns der Wehrmacht in Russland wäre es in diesem Fall wohl gelungen, die UdSSR zu besiegen.
eEin Angriff auf Russland wäre dann unnötig gewesen weil man kaukasisches Öl dann nicht mehr gebraucht hätte.
Gut möglich, dass es dann einen Kalten Krieg zwischen den jüdisch-kapitalistischen USA und einem Großgermanischen Reich gegeben hätte. Hitler wäre heute Held der Linken und wir hätten auf der Hermann-Göring-Universität o.ä. studiert.
Lies mal 'Vaterland' ...
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 17:24
von Ot Helfsen
Original von Cameron Philips
eEin Angriff auf Russland wäre dann unnötig gewesen weil man kaukasisches Öl dann nicht mehr gebraucht hätte.
Wobei unwahrscheinlich gewesen wäre, dass sowohl Schicklgruber als auch Stalin ihre Machtbereiche dauerhaft friedlich abgesteckt hätten, glaube ich. Sowohl Hitler als auch Stalin hatten manifeste Eroberungsstrategien in ihren politischen Vorstellungen.
Verfasst: Sa 8. Mai 2010, 17:34
von Cameron Philips
Da beginnt die Spekulation. Mit der Atombombe wäre das vermutlich dann alles zuende gewesen, heiß oder kalt.