Verfasst: Mo 26. Apr 2010, 20:41
Die Kopfnoten werden ja von allen Lehrern gemeinsam vergeben. Von daher ist es doch wurst, wie ein einzelner Lehrer tickt.
Das, was von Ratelon über ist und als Imperia-Freistein bekannt ist.
https://ratelon.nationen.org/boards/
Tipp: wenn ich weiß, dass sowohl zustimmende oder ablehnende Positionen der verglichenen Parteien in eine jeweils völlig andere Richtung gehen als meine Meinung, dann wähle ich "neutral" aus.Original von Pandora Friedmann
So Fragen, wie die zum islamischen Religionsunterricht, stecken einen auch in eine falsch Ecke, wenn man Religionsunterricht in staatlichen Schulen ablehnt. Naja...
So geht es mir auch mit Frauenquoten ...Ein Beispiel aus dem NRW 2010 Wahl-O-Maten ist die Frage nach mehr Zuwanderern im öffentlichen Dienst. Meines Erachtens sollten die Stellen dort nach fachlicher Qualifikation besetzt werden, ohne Ansehen der Person des Bewerbers. Ich kann nicht sagen, ob ich für oder gegen mehr Migranten im öffentlichen Dienst bin. Ich für die bestqualifizierten Personen im öffentlichen Dienst. Ob die nun Migranten oder nicht sind, ist mir wurscht.
Nun ja, dass ein Lehrer die Mittel benotet, mit denen man seine fachspezifischen Leistungen erbringt und insbesondere auch Noten darauf gibt, wie man sich gegenüber seinen Mitmenschen verhält, ist schon ein ganz besonders angestaubtes Relikt autoritärerer Jahrhunderte. Dabei handelt es sich natürlich um ein Mittel einer aggressiven Bürokratie: Angestrebt wird eine radikale Komplexitätsreduktion, mit dem man komplexe Zusammenhänge wie das Verhalten und die Persönlichkeitsentwicklung von Menschen auf zwei ordinale Skalen reduziert. Dabei sind drei Aspekte zu krisieren: 1.) gesteht man dem Lehrer eine Kompetenz zur Beurteilung anderer Menschen zu, die ihm so nicht zusteht. Allein der Gedanke einer solchen objektiven Beurteilung durch die Staatsgewalt ist an sich schon undemokratisch. 2.) sind Kompfnoten in der Praxis nicht "leistungsgerecht". Zum einen wird gar keine Leistung benotet, was die Note als Maß sowieso schon untauglich macht. Zum anderen erhalten - insbesondere bei Klassenstärken jenseits von 30 - unauffällige Schüler gleichmäßig gute Kopfnoten, während die auffälligen Fälle näher untersucht werden und dann schlecht benotet werden. Somit sind Kopfnoten ein Mittel zur Diskriminierung auffälliger Elemente. 3.) sind die Kopfnoten nicht nur ein Mittel zur Kommunikation zwischen Schüler und Lehrern sondern diese haben auch Wirkung auf Eltern und spätere Arbeitgeber. Insbesondere Eltern aus Schichten mit geringer Bildung neigen dazu, dem Lehrer und dessen Expertise ohne große Vorbehalte zu vertrauen. Somit nehmen sie auch Kopfnoten für voll und sanktionieren ihr Kind für eine 3 in "Sozialverhalten" genauso wie etwa für eine 3 in "Mathematik". Bzgl. Arbeitgebern können schlechte Kopfnoten im Extremfall negative Karriereverläufe zur Folge haben, was widersinnig ist, weil hinter schlechten Kopfnoten im Allgemeinfall eben keine nichterbrachten Leistungen oder fehlende Kompetenzen stehen sondern Anomalitäten in der Persönlichkeitsentwicklung während der Schulzeit oder sogar bloß die Rolle im sozialen System Schulklasse.Original von Franz Sendlhofer
Was mich wundert, ist die Frage zu den Kopfnoten. Wieso wird da in NRW immer so ein ewiges Geschiss drum gemacht? Meine ganze Schulzeit über hatte ich Kopfnoten. Damit hatte nie jemand ein Problem und schlechte Kopfnoten hatte sich immer jeder selbst zuzuschreiben.
Die Argumentation halte ich aber mit Verlaub für eindeutig übertrieben. Hier wird ein Popanz veranstaltet, der der Sache überhaupt nicht dienlich ist. Typisch links PC-Gequatsche.Original von Bernardo Macaluso
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Da ich gehe ich ganz mit dir konform, wenn ich mal so meinen Sohnemann betrachte. Der weiß mehr, als er sich selbst zutraut, verbaut sich seine Noten aber wegen "mangelnder Beteiligung am Unterricht". Ich könnte ausrasten, wenn ich darüber nachdenke, dass die Beteiligung 50 % einer Note ausmachen soll. Hallo? Ich denke ab einem gewisssen Alter (evt. Oberstufe) muss der Unterricht nicht mehr von der Beteiligung leben.Original von Melissa Adelaide
Kopfnoten sind Kasperletheater für ganz schlichte Gemüter. ...
Andererseits sind sie aber auch nicht dümmer als die Noten in den sog. "mündlichen Fächern". Die sagen auch nichts brauchbares über das Wissen eines Schülers und die Fähigkeit, sein Wissen anzuwenden, aus.
Es sollte einfach in allen Unterrichtsfächern schriftliche oder protokollierte mündliche Prüfungen geben. Die liefern objektive Ergebnisse.
Ging mir genauso.Original von Carmen de Mora-Trauenstein
verbaut sich seine Noten aber wegen "mangelnder Beteiligung am Unterricht"