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Verfasst: So 30. Aug 2009, 18:56
von Peter Wickel
Original von SRM
*so*Freiheitlich Liberale Allianz ;) *so*

Ich danke ebenfalls für die Einladung.

Nun, Herr Wickel, die Aufgabengebiete sind mit Sicherheit vielschichtig. Am wichtigsten schätze ich allerdings den Dialog zwischen teils zerstrittenen Bevölkerungsgruppen ein. Es gilt, die imperianischen Adligen mit den anderen Gruppen in der DU, beispielsweise die vom Krieg gebeutelten Freisteiner, an einen Tisch zu bringen und eine neue Gesprächskultur zu schaffen. Dies wird eine vordringliche Aufgabe sein.
Stichwort "Dialog": wenn man sich die politischen Diskussionen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Unionsparlament oder dem Unionsrat der Vergangenheit vor Augen führt, dann zeigten sich oft sehr stark auseinandergehende Meinungen, die sich in zum Teil doch sehr heftigen Debatten bis hin zu Klagen vor dem Unionsgericht niederschlugen. Sehen Sie hier eventuell eine Vermittlerrolle für den Unionpräsidenten?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:00
von Peter Wickel
Original von Montgomery Scott
Guten Abend,

mein wichtigstes Anliegen ist, dass das Präsidentenamt mit der Ernsthaftigkeit und Verantwortung geführt wird, die im Interesse einer positiven Entwicklung der Unionspolitik notwendig ist. Diese Souveränität haben die letzten Amtsinhaber immer wieder vermissen lassen. Diese Qualität ist dann auch Maßstab dafür, ob es dem Präsidenten gelingt, für einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessengruppen zu sorgen.
Was bedeutet dies konkret? Ich meine, die letzten Unionspräsidenten haben ja zum Teil sehr weitreichend in die Unionspolitik eingegriffen. Denken Sie nur an Unionspräsident Schneider, der sich weigerte, dem Unionsparlament einen Kandidaten vorzuschlagen, weil er ihn für das Amt des Unionskanzlers für untauglich hielt, oder andere Unionspräsidenten, die eine Gesetzprüfungskompetenz für sich beanspruchten. Wie würde sich eine ernsthafte und verantwortliche Amtsführung von Ihnen von denen Ihrer Vorgänger unterscheiden?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:05
von Peter Wickel
Original von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Vielen Dank Herr Wickeln für die Einladung und auch für das Ausrichten dieser Kandidatenrunde,

nun mein wesentliches Anliegen für eine mögliche Amtszeit ist es, die Exekutive der Demokratischen Union zu verschlanken. Eine Zusammenlegung von entscheidenen Ämtern und eine stärkere Kontrolle über diese durch die Legislativorgane. Wir haben schon lange gesehen, dass Versuche Reformen zu machen, die aus dem Unionsparlament stammen, stark verwässert worden. Es braucht eine starke Führung die die wichtigen Stellen an ihre Pflichten erinnert, Schaden von der Union abzuwenden, um diese wieder stark zu machen. die Union ist sehr geschwächt und ich sehe es die Pflicht das alle Ämter der Union sich auf ein gemeinsames Ziel kümmern, welches die Stärkung des Staates ist. Als Unionspräsident sehe ich mich als eine überparteiliche Verbindung zwischen den verschiedenen Perspektiven, eine dritte Sichtweise im Föderalismus und als ein Mentor der Politik. Wir müssen den kleinen Mann der Union wieder fit machen, ihm sein Pflichtbewusstsein einimpfen, nur so kann die Union wieder ein florierender Garten werden.
Das sind ja sehr weitreichende Ziele. Wenn Sie zum Beispiel die Exekutive verschlanken wollen: wie wollen Sie zum Beispiel Einfluss auf den Unionskanzler ausüben, dass er sein Kabinett - ich sage mal - verschlankt?
Eine zweite Frage, Herr von Blomkohl Cullen: haben Sie vor zu einer weiteren Reformrunde einzuladen, diesmal unter der Ägide des Unionspräsidenten?
Und noch eine dritte Frage: wie sehen Sie die Rolle des Unionspräsidenten als eigenständige Instanz zwischen den Staatsorganen oder sein Verhältnis zu den Bürgern, wenn Sie sagen, sie wollen ein Mentor der Politik sein und die Bürger fit machen?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:14
von SRM
Original von Peter Wickel
Stichwort "Dialog": wenn man sich die politischen Diskussionen sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Unionsparlament oder dem Unionsrat der Vergangenheit vor Augen führt, dann zeigten sich oft sehr stark auseinandergehende Meinungen, die sich in zum Teil doch sehr heftigen Debatten bis hin zu Klagen vor dem Unionsgericht niederschlugen. Sehen Sie hier eventuell eine Vermittlerrolle für den Unionpräsidenten?
Exakt. Ich sehe eine Aufgabe des Präsidenten darin, die Schärfe aus politischen Debatten herauszunehmen. Es spricht nichts gegen einen Diskurs zwischen verschiedenen Interessensgruppen, dieser sollte aber weitgehend friedfertig verlaufen. Sollte dieser aus dem Ruder laufen, ist der Präsident der Steuermann.

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:47
von Sven Wenzel
*so* Ich habe meine Frage bereits beantwortet, s.o. ;) Also hier nochmal *so*
Original von Sven Wenzel

Ich denke, der Präsident hat natürlich die Kompetenzen, die die Verfassung ihm vorgibt und dazu gehört auch, dass er im Extremfall auch einem Gesetz die Ausfertigung verweigert oder gar einen Kanzlerkandidaten ablehnt. Gerade letztgenanntes ist ja keine Behinderung der Exekutive, sondern ein eindeutiger Fingerzeig in Richtung der politischen Kultur, die dort abzusacken droht.

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:51
von Peter Wickel
Original von SRM

Exakt. Ich sehe eine Aufgabe des Präsidenten darin, die Schärfe aus politischen Debatten herauszunehmen. Es spricht nichts gegen einen Diskurs zwischen verschiedenen Interessensgruppen, dieser sollte aber weitgehend friedfertig verlaufen. Sollte dieser aus dem Ruder laufen, ist der Präsident der Steuermann.
Wenn Sie zum Beispiel an die Diskussion Monogamie-Polygamie denken, die ja mit zum Teil sehr großer Schärfe geführt worden ist: sehen Sie hier ein Mittlerrolle für den Unionspräsidenten in dem Sinne, dass die verschiedenen politischen Parteien eine Lösung finden, mit der diese dann auch auf Dauer mit leben können?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:54
von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Original von Peter Wickel
Das sind ja sehr weitreichende Ziele. Wenn Sie zum Beispiel die Exekutive verschlanken wollen: wie wollen Sie zum Beispiel Einfluss auf den Unionskanzler ausüben, dass er sein Kabinett - ich sage mal - verschlankt?
Eine zweite Frage, Herr von Blomkohl Cullen: haben Sie vor zu einer weiteren Reformrunde einzuladen, diesmal unter der Ägide des Unionspräsidenten?
Und noch eine dritte Frage: wie sehen Sie die Rolle des Unionspräsidenten als eigenständige Instanz zwischen den Staatsorganen oder sein Verhältnis zu den Bürgern, wenn Sie sagen, sie wollen ein Mentor der Politik sein und die Bürger fit machen?
Zu ihrem ersten Punkte: Also, mir schwebt ein präsidiales System vor Augen, wo nach das Amt des Unionskanzlers mit dem des Präsidenten zusammen geführt wird, oder halt andersrum. Auf jeden Fall, dass es eine stärkere Regierung gibt. Gleichzeitig aber stärkere Prüfungsgewalt ausgehend von den beiden Kammern der Legislative, so dass beide Seiten verhältnismässig gestärkt werden.

Ich denke, so was könnte ich mir vorstellen, wobei ich mir nicht sicher bin, inwiefern Gesprächsrunden noch einen nutzen haben zum derzeitigen Zeitpunkt, oder ob nicht konkrete Vorschläge besser wären, an Hand derer man dann weiter arbeit. Jedoch, da muss man sehen, wie man das genau macht, da man hier halt auch sehr stark auf den Rahmen der Verfassung achten muss. Nichts ist destruktiver, als wenn eine vernünftige Reform daraufhin scheitert, weil man deren Zustandekommen in Frage stellt. Daher muss man die richtigen Stellen mitziehen für den langen Weg, so dass diese Reform gut und erfolgreich wird. Das wird viele Gespräche bedürfen, viel Arbeit und noch viel mehr Schweiß, nicht nur vom Unionspräsidenten, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern der Union.

Und zu ihrem letzten Punkt. Nun, er muss Unionsrat und Unionsparlament zusammenführen, zumindest so weit, dass die beiden Kammern nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander. Vorwürfe, ob dies oder jenes gegen den Föderalismus ist, sind hinderlich. Es ist einzigallein wichtig, wer kann was am Besten machen und vielleicht sind flexible Lösungen besser, wo beide die Möglichkeit haben, in bestimmen Bereichen zu arbeiten, ohne sich in die Quere zu kommen und das beste herausarbeiten. Ein Unionspräsident muss die Türen öffnen können, wo die anderen dann ihren Nutzen von schlagen können. Er muss aber nicht nur die Brücken bauen, er muss sie auch überqueren können. Es hat sich immer als fatal erwiesen, vor einem Hindernis stehen zu bleiben, als es nicht direkt zu probieren, es zu überqueren.

Verfasst: So 30. Aug 2009, 19:58
von Peter Wickel
Original von Sven Wenzel
*so* Ich habe meine Frage bereits beantwortet, s.o. ;) *so*
*so* sorry, habe ich übersehen *so*
Original von Sven Wenzel

Ich denke, der Präsident hat natürlich die Kompetenzen, die die Verfassung ihm vorgibt und dazu gehört auch, dass er im Extremfall auch einem Gesetz die Ausfertigung verweigert oder gar einen Kanzlerkandidaten ablehnt. Gerade letztgenanntes ist ja keine Behinderung der Exekutive, sondern ein eindeutiger Fingerzeig in Richtung der politischen Kultur, die dort abzusacken droht.
Wenn ein Unionspräsident einen Kandidaten ablehnt, der ihm vorhher von den neuen Mehrheitsfraktionen genannt worden ist, und dieser dann trotzdem gewählt ist, ist das dann nicht ein Machtkampf, aus dem alle Beteiligten - Unionpräsident, Unionskanzler und Unionsparlament beschädigt hervorgehen?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 20:05
von Peter Wickel
Original von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Zu ihrem ersten Punkte: Also, mir schwebt ein präsidiales System vor Augen, wo nach das Amt des Unionskanzlers mit dem des Präsidenten zusammen geführt wird, oder halt andersrum. Auf jeden Fall, dass es eine stärkere Regierung gibt. Gleichzeitig aber stärkere Prüfungsgewalt ausgehend von den beiden Kammern der Legislative, so dass beide Seiten verhältnismässig gestärkt werden.

Ich denke, so was könnte ich mir vorstellen, wobei ich mir nicht sicher bin, inwiefern Gesprächsrunden noch einen nutzen haben zum derzeitigen Zeitpunkt, oder ob nicht konkrete Vorschläge besser wären, an Hand derer man dann weiter arbeit. Jedoch, da muss man sehen, wie man das genau macht, da man hier halt auch sehr stark auf den Rahmen der Verfassung achten muss. Nichts ist destruktiver, als wenn eine vernünftige Reform daraufhin scheitert, weil man deren Zustandekommen in Frage stellt. Daher muss man die richtigen Stellen mitziehen für den langen Weg, so dass diese Reform gut und erfolgreich wird. Das wird viele Gespräche bedürfen, viel Arbeit und noch viel mehr Schweiß, nicht nur vom Unionspräsidenten, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern der Union.

Und zu ihrem letzten Punkt. Nun, er muss Unionsrat und Unionsparlament zusammenführen, zumindest so weit, dass die beiden Kammern nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander. Vorwürfe, ob dies oder jenes gegen den Föderalismus ist, sind hinderlich. Es ist einzigallein wichtig, wer kann was am Besten machen und vielleicht sind flexible Lösungen besser, wo beide die Möglichkeit haben, in bestimmen Bereichen zu arbeiten, ohne sich in die Quere zu kommen und das beste herausarbeiten. Ein Unionspräsident muss die Türen öffnen können, wo die anderen dann ihren Nutzen von schlagen können. Er muss aber nicht nur die Brücken bauen, er muss sie auch überqueren können. Es hat sich immer als fatal erwiesen, vor einem Hindernis stehen zu bleiben, als es nicht direkt zu probieren, es zu überqueren.
Das würde ja im Endeffekt auf ein - ich sage mal - astorisches System hinauslaufen oder sehe ich das falsch?
Wenn ich es also richtig verstanden habe, verstehen Sie die Rolle des Unionspräsidenten als das einer Persönlichkeit an, die, neben dem Alltagsgeschäft, auch Reformvorschläge oder Reformanstöße gibt?

Verfasst: So 30. Aug 2009, 20:25
von Jan-Claudius von Blomkohl Cullen
Ich verstehe ihn so unter den aktuellen Bedinungen. Der Union fehlt es an Personal und vor allem an Personal, welches willig genug ist, auch die Arbeit auszuführen, um den Karren aus den Dreck zu fahren. Wenn hier nochmal Leben in das Land kommen soll, dann nur durch starke Hände. Dies kann vom Unionspräsidenten ausgehen, oder vom Unionskanzler, oder vom Unionsparlament, hauptsache es kommt. Ich sehe meine Chance als Unionspräsident, hier was zu machen.