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Verfasst: So 17. Mai 2009, 12:51
von Robert Cullen
Original von Klaus Quistorp
Sie sollten Ihre Aussage ein wenig präzisieren: Der erste republikanische Imperialkanzler trat sein Amt 2005 an; in der Tat. Man wählte damals diesen Begriff, weil der Regierungschef im Kaiserreich bis zum Jahr 2000 ebenfalls so betitelt war.
Es ist doch ein Witz, dass keiner die Monarchie haben möchte, gleichzeitig aber immer noch an alten Begriffen gehangen wird, die aus der Zeit stammen.
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:03
von Klaus Quistorp
Original von Robert Cullen
Es ist doch ein Witz, dass keiner die Monarchie haben möchte, gleichzeitig aber immer noch an alten Begriffen gehangen wird, die aus der Zeit stammen.
Wenn niemand an den alten Begriffen hängt - wer hat dann 2005 die alten Amtsbezeichnungen wieder eingeführt? Kleiner Tipp: Der alte Kaiser war's nicht, der war da schon lange unter der Erde...
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:06
von Robert Cullen
Und dennoch, wenn einer sagt, er will die Monarchie zurück, laufen alle Sturm, und sind stolz eine Demokratie zu sein
Das ist als wenn ich vegetarier wäre, aber jeden Tag Tofubratwürste esse.
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:08
von pjotr
Original von Robert Cullen
Das ist als wenn ich vegetarier wäre, aber jeden Tag Tofubratwürste esse.
Warum darf ein Vegetarier das nicht, falls die ihm schmecken?
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:10
von Robert Cullen
Klar, wenn es schmeckt wieso nicht, aber mal abgesehen davon, sehen sie das subtile daran nicht? Ich will kein Fleisch essen, aber brauche Bratwüste und Vegichickennuggets?
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:23
von Klaus Quistorp
Ich verstehe nicht, wie Sie auf die Idee kommen, dass Traditionsbewusstsein und eine liberal-demokratische Grundhaltung einander kategorisch ausschließen würden.
Sie plädieren doch wohl auch nicht dafür, sämtliche mittelalterlichen Bauten niederzureißen, nur weil Sie ein Mensch des 21. Jahrhunderts sind und auch moderne Architektur zu schätzen wissen?
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:26
von Robert Cullen
Nein, aber jetzt mal nur auf Herrenhaus bezogen, HERRENhaus. Das ist unterschwellig diskriminierend. Und das finden Sie gut?
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:44
von Klaus Quistorp
Wissen Sie, Herr Cullen, "political correctness" ist ein Konzept, dessen Wert sich mir noch nie erschlossen hat - und dem in diesem Land meines Erachtens viel zu viel Aufmerksamkeit beigemessen wird.
Glauben Sie ernsthaft, etwa in Albernia würde man auch nur eine Sekunde lang einen Gedanken daran verschwenden, aus Antidiskriminierungsgründen das House of Lords in "House of Lords and Ladies" umzubennen?
Verfasst: So 17. Mai 2009, 13:48
von Robert Cullen
Was die in Albernia machen ist mir eigentlich egal, hier geht es um den jetzigen Begriff und der ist diskriminierend. Wenn es Ihnen aber als Mann egal ist, dann ist das so. Ich bin für eine Gleichberechtigung, und das sollte sich , wenn dieses Land an Artikel 8 hängt, so sollte es sich auch im Namen ausdrücken.
Verfasst: So 17. Mai 2009, 14:25
von Heinrich Julius von Jagonburg
Original von Klaus Quistorp
Kleiner Tipp: Der alte Kaiser war's nicht, der war da schon lange unter der Erde...
Bei aller Höflichkeit, aber ich fände es doch freundlich, wenn sie etwas respektvoller über meinen Großvater sprechen würden.