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Verfasst: Sa 21. Feb 2009, 20:29
von Konrad Grimm
Original von Robert Cullen
Heute könnte man sagen, dass die katholische Kirche strenger ist, aber die Menschen sehnen sich auch danach. Für mich aber, ist eine Kirche, die "versehentlich" Holocaustleugner begnadigt, untragbar. Das so einer überhaupt noch arbeiten darf ist eine Schande. Rechte Menschen sollten vom Blitz getroffen werden, widerlicher Ausschuss, meist arbeitslose Loser, die von ihrer Mami gepampert wurden oder auch nicht, dumme Menschen... Aber Luther selber wollte sicherlich nicht den Absolutismus.
Richtet nicht, auf daß ihr nicht selbst gerichtet werdet. - Mt 7,2
Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. - Joh 8,7
Verfasst: Sa 21. Feb 2009, 20:49
von Robert Cullen
Deswegen sage ich ja nicht das, was ich mir bei rechten am liebsten wünsche, an den Baum hängen. Ich bin sicherlich nicht ohne Sünde, aber ich würde nicht gegen die Gebote verstoßen und unschuldige Menschen in KZs töten, keine Behinderten vergaßen und auch Andersgläubigen verfolgen. Aber ich lasse mir nicht verbieten, und selbst wenn es in der Bibel steht, zu sagen, das rechtes Gesindel der Abschaum der Gesellschaft ist. Da verstehe ich kein Spaß, solche Menschen, sind schwache Blagen, die sich schwächere suche. Solche Feiglinge, kann, will und werde ich nicht "gut reden" oder nicht kritisieren.
Verfasst: Sa 21. Feb 2009, 20:53
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
Der Merkantilismus war durchaus eine Äußerung ökonomischer Rationalisierung, das gilt auch für Frankreich in gewissem Maße.
Man ging mit rationalen Mitteln daran, zu versuchen, Vorteile - in dem Falle die der fürstlichen Staatskassen - zu mehren. Zugegebenermaßen ist das wiederum eigentlich subjektiv: Für die absoluten Fürsten war der Merkantilismus eine sinnvolle Verknüpfung von staatlich dirigierter Wirtschaft und politischer Herrschaft.
Der heutige Merkantilismus - der Protektionismus - hat so auch seinen politischen Sinn.
Aufklärung nein, Wirtschaft ja.
Mit Luther habe ich mich nicht viel beschäftigt, deshalb ja auch meine ursprüngliche Frage. Was sagte der denn so zur Wirtschaft?
Verfasst: Sa 21. Feb 2009, 23:34
von Kreittmayr
Original von Damian Fuller
Für die absoluten Fürsten war der Merkantilismus eine sinnvolle Verknüpfung von staatlich dirigierter Wirtschaft und politischer Herrschaft.
Mit dem Ergebnis, das Frankreich z.B. nach der Herrschaft Ludwig XIV., nicht zuletzt auch dank der merkantilistischen Wirtschaftspolitik Colberts, praktisch pleite war.
Verfasst: So 22. Feb 2009, 10:10
von Robert Cullen
Original von Damian Fuller
Man ging mit rationalen Mitteln daran, zu versuchen, Vorteile - in dem Falle die der fürstlichen Staatskassen - zu mehren. Zugegebenermaßen ist das wiederum eigentlich subjektiv: Für die absoluten Fürsten war der Merkantilismus eine sinnvolle Verknüpfung von staatlich dirigierter Wirtschaft und politischer Herrschaft.
Der heutige Merkantilismus - der Protektionismus - hat so auch seinen politischen Sinn
Mit Luther habe ich mich nicht viel beschäftigt, deshalb ja auch meine ursprüngliche Frage. Was sagte der denn so zur Wirtschaft?
Also, Protektionismus ist ein Irsinn und kann lange nicht funktionieren. Wobei in manchen Branchen wird er betrieben, durch die schönen "Auflagen" die z.B. ein ausländisches Auto haben muss um zugelassen zu werden.
Um deine Wirtschaftsfrage zu beantworten, hier ist ein guter Link, da steht das schön erklärt:
Luther...
Verfasst: So 22. Feb 2009, 11:22
von Montgomery Scott
Original von Damian Fuller
Mit Luther habe ich mich nicht viel beschäftigt, deshalb ja auch meine ursprüngliche Frage. Was sagte der denn so zur Wirtschaft?
Ich habe spontan kein Zitat parat aber ich bin relativ sicher, etwas von Luther zum Thema Wirtschaft gelesen zu haben. Werd mich bei Gelegenheit mal auf die Suche machen. Aber wie gesagt, auch da sollte man bei Calvin eher fündig werden.
Verfasst: So 22. Feb 2009, 11:36
von Robert Cullen
Guck dir einfach meinen Link an :rolleyes: Da sparst du dir das suchen...
Verfasst: So 22. Feb 2009, 11:42
von Konrad Grimm
Original von Robert Cullen
und selbst wenn es in der Bibel steht,
Die übliche christliche Heuchelei.
Verfasst: So 22. Feb 2009, 11:52
von Damian Fuller
Original von Montgomery Scott
Werd mich bei Gelegenheit mal auf die Suche machen.
Danke. Und da sag noch einer Servicewüste Deutschland.
Aber wie gesagt, auch da sollte man bei Calvin eher fündig werden.
Die durchaus auch plausible Theorie vom Zusammenhang von protestantischer Arbeitsethik im Bezug auf den Calvinismus und der Entwicklung des Kapitalismus von Weber und anderen ist mir bekannt. Aber Calvin und Luther sind zwei paar protestantische Schuhe. Und auch die verschiedenen Calvinismen haben sich verschieden entwickelt, Calvin hat das mit der Prädestination vermutlich anders gemeint, als es dann - zunächst besonders in den Niederlanden und England - interpretiert wurde.
Auf jeden Fall ein vielschichtiges Thema.
Verfasst: So 22. Feb 2009, 12:13
von Damian Fuller
Original von Kreittmayr
Mit dem Ergebnis, das Frankreich z.B. nach der Herrschaft Ludwig XIV., nicht zuletzt auch dank der merkantilistischen Wirtschaftspolitik Colberts, praktisch pleite war.
Dass der Merkantilismus im Ergebnis volkswirtschaftlich wohlstandsmindernd war hat die Geschichte gezeigt. Aber für den Herrscher brachte er Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen und eine Zentralisierung der Macht, die es vorher, z.B. im Mittelalter so nicht gegeben hat.