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Verfasst: Di 6. Jan 2009, 07:48
von Isabelle Corinne de La Fayette
Natürlich löst diese Feststellung kein Problem. Aber sie beschreibt ein Problem. Wir haben in Deutschland ein ebenso erstarrtes wie verbissen verteidigtes Parteiensystem, das kaum noch relevante inhaltliche Alternativen bietet.
Die Schelte und Ausgrenzung der Linken hat doch weniger mit ihrem Programm oder ihrer entfernten Vorgängerin zu tun als mit der Empörung darüber, dass sie das eingespielte Parteiensystem aufgebrochen hat.
Verfasst: Di 6. Jan 2009, 08:53
von Michael Schneider
Die LINKE ist spätestens seit Lafontaine doch kein Stück besser als das, was an den anderen Parteien der Bundeslandschaft kritisiert wird. Und in Westdeutschland ist es noch schlimmer als im Osten muss man dazusagen. Während im Osten die alte SED wenigstens noch halbe Disziplin hat sind hier die ganzen Alt-Kommunisten, Sozialutopisten und verbitterten Linken der SPD verklumpt zu einem Brei aus Widersprüchen.
Dabei geht es Ländern mit Linken-Regierungsbeteiligungen eher schlechter als solchen ohne. Zumal auch die Linke höchstens an Symptomen herumdoktert, und das auch noch in einer Weise, die gefährlich typisch für den realexperimentierenden Gesellschaftstheoretiker ist. Am Schulwesen vor allem.
RE: DIE LINKE: Mitgliederschwund in Hessen
Verfasst: Di 6. Jan 2009, 11:10
von Damian Fuller
Original von Michael Schneider
Da bleibt aber ein wenig gutes Bild übrig.
Das ist ein gutes Stichwort. Ich glaube, dass die BILD(-Zeitung) dafür verantwortlich ist.

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 13:44
von pjotr
Original von Michael Schneider
Dabei geht es Ländern mit Linken-Regierungsbeteiligungen eher schlechter als solchen ohne.
cum hoc, ergo propter hoc? Die Frage der Kausalität ist schwierig zu klären, da es genausogut auch sein kann, dass die Linke als "Protestpartei" eben genau da gewählt wird wo es den Leuten schlechter geht.
Verfasst: Di 6. Jan 2009, 13:53
von Montgomery Scott
Original von pjotr
cum hoc, ergo propter hoc? Die Frage der Kausalität ist schwierig zu klären, da es genausogut auch sein kann, dass die Linke als "Protestpartei" eben genau da gewählt wird wo es den Leuten schlechter geht.
Was ganz eindeutig zu beobachten ist. Die Konservativ-Liberalen werden zumeist dann und dort gewählt, wenn es den Leuten gut geht, die Linken dann, wenn die ersteren den Karren in den Dreck gefahren haben

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 14:51
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Die Konservativ-Liberalen werden zumeist dann und dort gewählt, wenn es den Leuten gut geht, die Linken dann, wenn die ersteren den Karren in den Dreck gefahren haben
Wenn das stimmt, müsste die PDS/Linke Bayern spätestens seit den Achtzigern regieren, ohne sich einen Koalitionspartner suchen zu müssen

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 14:53
von Montgomery Scott
Bayern gehört zu den wirtschaftlich stärksten Ländern in der BRD. Insofern kann ich diesen Schluss nicht teilen.
Verfasst: Di 6. Jan 2009, 14:53
von pjotr
Original von Baudouin de Billancourt
Wenn das stimmt, müsste die PDS/Linke Bayern spätestens seit den Achtzigern regieren, ohne sich einen Koalitionspartner suchen zu müssen
Du hast die CSU noch immer nicht verstanden. Die CSU ist NPD, FDP und Linkspartei in einem - zumindest in der Öffentlichkeitswirkung; deswegen braucht es in Bayern keine anderen Parteien

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 16:25
von Michael Schneider
Original von Montgomery Scott
Was ganz eindeutig zu beobachten ist. Die Konservativ-Liberalen werden zumeist dann und dort gewählt, wenn es den Leuten gut geht, die Linken dann, wenn die ersteren den Karren in den Dreck gefahren haben
Ja, deswegen regiert die Linke ja auch noch in McPomm, nech? Oder halt, da hat sie ja den Karren in den Dreck gefahren...
Verfasst: Di 6. Jan 2009, 16:35
von Baudouin de Billancourt
Original von Montgomery Scott
Bayern gehört zu den wirtschaftlich stärksten Ländern in der BRD. Insofern kann ich diesen Schluss nicht teilen.
Das zeigt aber, dass "die ersteren" den Karren nicht zwangsläufig in den Dreck fahren.