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Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:52
von Desireé Heidenberg
*Desirée hört dem Pastor zu, Tränen rinnen ihre Wangen hinab*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:56
von Robert Cichon
In diesen Tagen haben wir alle oft an Denise gedacht. Und ich habe mich immer wieder gefragt, was wohl heute die richtigen Worte sein können. Was kann es sein, das uns heute Trost gibt? Gibt es überhaupt Trost angesichts der Brutalität des Todes? Gibt es Hoffnung, oder haben die Recht, die sagen, mit dem Tod ist ja doch alles aus?
Ja! Aber es sind nicht die Worte, die uns trösten. Es ist das Wort, das lebendige Wort. Jesus, unser Herr. Er tröstet. Die Bibel berichtet uns, dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus Mensch geworden ist. Zu Weihnachten feiern wir das als seine Gemeinde. In dem er seinen Sohn am Kreuz in den Tod gab, bietet er uns Leben an. Leben mit Ewigkeitsqualität. Am Kreuz von Jesus können wir erkennen, was Leiden bedeutet, aber auch, was Leben bedeutet.
Im Lukasevangelium wird uns vom Sterben Jesu berichtet. Da heißt es: Und Jesus rief laut: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Die ganze Ablehnung der Menschen, die Folter, die Tränen, der Schmerz, alles, was IHN im wahrsten Sinne des Wortes fertig machte, brachte ER zu seinem Vater: Vater, in deine Hände! Er wusste: Nur beim Vater ist Leben! Das ist es, Ihr Lieben: Unser Leben hat Qualität von Gott. Diese Qualität hängt nicht von unserem Intellekt, unserem Bankkonto, von Glück oder Unglück, einem langen oder kurzen Leben ab. Diese Qualität schenkt uns der Vater. Das wusste Jesus und deshalb tat das einzig Richtige: Er vertraute sich Gott an. Vater, in deine Hände!
Da ist die bohrende Frage nach dem Warum. Die Antwort kann nur heißen: Lasst uns mit unserer Trauer, unserem Schmerz, unseren unbeantworteten Fragen dort hingehen, wo Gott ist. Wo ist er? Am Kreuz. Er ist dort in unser Leid gekommen. Es heißt schon im Alten Testament: Fürwahr er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen, er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen und durch seine Wunden sind wir geheilt. Deshalb hält er uns fest im Leben und im Sterben.
Wenn er uns Sonnenaufgänge schenkt, dann sollten wir ihm auch für die Sonnenaufgänge danken. Und wenn er uns Sonnenuntergänge schenkt und Tod und Leiden, dann sollten wir ihm auch dafür danken.
Jetzt werdet ihr sagen: Das ist doch eine Zumutung. Ja! Jesus mutetet es uns zu, dass wir sagen: Vater, in deine Hände. So werden wir als Gerettete vor Gott stehen und zu ihm sagen: Danke für diesen Schmerz. Damals habe ich ihn nicht verstanden. Aber jetzt erkenne ich, dass er zu den kostbarsten Dingen in meinem Leben gehört hat.
Ja, Jesus mutet es uns zu, er fordert uns geradezu heraus, zu sagen: Vater, in deine Hände. Wer das tut, der wird erleben, dass die künftige Herrlichkeit Gottes alles Leid dieser Welt aufwiegt.
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:56
von Margarete Heidenberg von Lohe
Original von Robert Cichon
... das ganze Glück der Mutter...
*Bei diesen Worten schluchzt Margaret und nimmt sich von Sean William ein Taschentuch*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 22:59
von Sean William Connor
*Hört sich interessiert den Pastor an, ihm kullern einige Tränen über die Wange. Ihm fällt aber auch auf, dass Desireé die schwarze Kleidung steht*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:01
von Robert Cichon
Und wenn du nicht möchtest, dass dein Leben in der ewigen Gottesferne endet, dann gibt es nur eines zu tun: Hin zu Jesus und mit ihm in die Hände des Vaters. Julie Hausmann hat das getan und es so ausgedrückt: So nimm denn meine Hände und führe mich! Also: Meine Hände in seine Hände und dann in die Hände des Vaters. Ramona hat das getan. Und mancher von uns hat das auch getan. Gott wartet darauf, dass wir das alle tun.
Trotz des Schmerzes, der uns jetzt nicht erspart ist: Es gibt Hoffnung durch die Trauer hindurch. Es gibt für uns eine Zukunft nach dem Verlust von Ramona. Unser Leben kann wieder heil werden. Nicht mühelos, nicht von heute auf Morgen, aber durch die Schritte, die wir mit Gott gehen.
Jesus sagt: Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt. Übersetzt heißt das: Vielleicht verliert ihr euren Job, euer Haus, die Gesundheit oder den liebsten Menschen. Aber mich werdet ihr nie verlieren. Niemals. Ich werde für immer der Reichtum eures Lebens sein.
Lasst uns als Familie und Gemeinde unserem Gott für Denise danke sagen, für die Zeit, die wir sie an unserer Seite hatten, für alle guten Erfahrungen miteinander, für das Glück und die Freude mit ihr. Lasst uns auch Denise danke sagen für ihre Liebe und Herzlichkeit, ihre Offenheit und Fröhlichkeit, die sie uns allen gezeigt hat. Der Abschied von Denise zeigt uns, dass das Leben sehr zerbrechlich und zugleich etwas sehr kostbares ist. Erlauben wir Gott, den Schmerz unseres Lebens zu heilen. Allein ER gibt uns in den stürmischen Zeiten unseres Lebens einen sicheren Anker. Also hin zu Jesus und mit ihm in die Hände des Vaters.
Amen.
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:02
von Thorstein Richter
Thorstein Richter sitzt neben seiner Frau Anna. Er lauscht betroffen und mit versteinerter Mine der Grabrede des Priesters.
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:05
von Desireé Heidenberg
*sie hält feste Jaspers Hand, wischt sich die Tränen von der Wange ab*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:05
von Margarete Heidenberg von Lohe
*Leht sich an Sean William, denkt an die Kinder, an Denise. Sie fühlt sich so leer*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:05
von Jasper Jackson Cullen
* hört der Rede zu*
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 23:07
von Robert Cichon
Liebe Familie, Liebe Freunde
Wir wollen nun Denise auf ihrem Letzten Weg geleiten
*vier Männer in schwarzen Anzügen gehen jeweils zu den Ecken des Sarges*
*Der Sag wird vorsichtig hoch gehoben und aus der Kapelle getragen*