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Verfasst: Mo 20. Okt 2008, 20:33
von Thorstein Richter
Original von Jan Frederik Frohn
Ich bin dafür, dass Erstehilfe-Kurse zur Pflicht in der Schule werden!
Ein erster Ansatz, der im Endeffekt aber eher zu wenig Effekt erzielt, Herr Frohn. 80 % der Bürger der DU haben schon einmal an einem Erste Hilfe-Kurs bzw. an einem Lehrgang "Lebensrettende Sofortmaßnahmen" teilgenommen, allerdings lag er bei ihnen im Mittelwert 15 Jahre zurück. Ein vollständiger O2-Mangel führt dazu, dass bereits nach drei Minuten Neuronen im Gehirn beginnen, abzusterben. Und das geschieht rapide. Ich war lange genug auch als Rettungsmediziner im Notarztdienst tätig, um zu wissen, wie es aussieht, wenn man an einen Unfallort kommt, wo ein Bewusstloser auf dem Boden liegt, eine Traube Menschen um ihn herumsteht, aber niemand im Stande ist, vernünftige Ersthilfe durchzuführen. Ich bin ja schon froh, dass man wenigstens im Stande ist, die Notrufnummer eigenständig zu wählen. :rolleyes: Ich bin in dieser Hinsicht sehr radikal: es sollte Fristen geben, an dem verpflichtend Erste Hilfe-Kenntnisse angeeignet und upgedatet werden müssen. Und das auch nach der Beendigung der Schule. Beispielsweise aller zwei oder drei Jahre.

Tut mir leid, ich werde da etwas emotional.

Verfasst: Mo 20. Okt 2008, 20:44
von Thorstein Richter
Original von Bianca Böhm
Einverstanden? ;)
Ich handle nach festgeschriebenen Themen, die die Gesellschaft für Notfallmedizin der DU ausgearbeitet hat. ;) Wir sind hier doch nicht auf dem Basar. :D ;)

Herzinfarkt ist ein Thema des Kurses, aber stellen Sie sich das nicht zu einfach vor. Das, was man oftmals für einen Myokardinfarkt hält, ist unter Umstände nicht einer. Es gibt eine Vielzahl ähnlicher Syndrome. Das kann unter Umständen etwas Harmloses, aber auch noch Ernsteres sein. Dazu brauchen wir klinische Tests. Aber das ist ein anderes Thema ... Jedenfalls: Erkennungszeichnen bekommen Sie trotzdem erklärt. ;) Und, was Sie im Ernstfall tun müssen.

Verfasst: Mo 20. Okt 2008, 20:47
von Arthur T. Washington
Original von Bianca Böhm
Entstehen dafür Kursgebühren? ?(
Auch eine Privatuniversität und ihre ebenso privaten Einrichtungen sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst. :)

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 00:22
von Bianca Böhm
Original von Thorstein Richter
Jedenfalls: Erkennungszeichnen bekommen Sie trotzdem erklärt. ;) Und, was Sie im Ernstfall tun müssen.
Gut, wenn Sie nicht wie wild mit Fachbegriffen umsich schmeißen, dann komme ich auch zu Ihrem Kurs! ;) Ich finde das sehr wichtig, dass man da immer fit ist, in Übung bleibt und kann mich Ihren Worten....
Original von Thorstein Richter
Ich bin in dieser Hinsicht sehr radikal: es sollte Fristen geben, an dem verpflichtend Erste Hilfe-Kenntnisse angeeignet und upgedatet werden müssen. Und das auch nach der Beendigung der Schule. Beispielsweise aller zwei oder drei Jahre.
... voll inhaltlich anschließen! :klatsch:

Das müsste auch für den Führerschein gelten: Nachprüfung alle fünf Jahre! :]

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 13:19
von Jan Frederik Frohn
Prof. Richter, entschuldigen Sie, ich habe mich missverständlich ausgedrückt.Verpflichtende Kurse in der Schule dürfen natürlich nur der Anfang sein. Auch nach der Schulzeit sollte jeder Bürger im Stande sein jederzeit Erste Hilfe zu leisten. Auffrischungskurse halte ich da für sinnvoll. Man muss da natürlich ein Maß finden, dass für Staat und Bürger zumutbar ist. Ich denke, eine Auffrischung im 7-Jahres-Rhytmus wäre ausreichend.
Ich möchte darauf hinweisen, dass es durchaus nicht den Vorstellungen des Liberalismus widerspricht, wenn Menshen Menschen helfen sollen und können.

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 13:31
von Montgomery Scott
Original von Jan Frederik Frohn
Ich möchte darauf hinweisen, dass es durchaus nicht den Vorstellungen des Liberalismus widerspricht, wenn Menshen Menschen helfen sollen und können.
Vom "Helfen sollen und können" ist ja auch nicht die Rede sondern von einer "staatlich regulierten Zwangseinheitsausbildung", um es in Ihrem Jargon auszudrücken ;)

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 13:34
von Bianca Böhm
Original von Montgomery Scott

Vom "Helfen sollen und können" ist ja auch nicht die Rede sondern von einer "staatlich regulierten Zwangseinheitsausbildung", um es in Ihrem Jargon auszudrücken ;)
Was spricht denn dagegen, wenn es dazu Kurse an Schulen gibt, die genau so vorgeschrieben werden, wie Mathe- und Deutschunterricht? Man könnte das in den Soziologieunterricht mit einbauen.

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 13:40
von Palin Waylan-Majere
Original von Bianca Böhm

Was spricht denn dagegen, wenn es dazu Kurse an Schulen gibt, die genau so vorgeschrieben werden, wie Mathe- und Deutschunterricht? Man könnte das in den Soziologieunterricht mit einbauen.
Gar nichts spricht dagegen. Es ist im Gegenteil begrüßenswert, dass der Fraktionsvorsitzende der FLA sich nicht auf betonfeste Glaubensgrundsätze beruft, um solche Maßnahmen von vornherein abzulehnen.

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 14:06
von Montgomery Scott
Original von Bianca Böhm
Was spricht denn dagegen, wenn es dazu Kurse an Schulen gibt, die genau so vorgeschrieben werden, wie Mathe- und Deutschunterricht? Man könnte das in den Soziologieunterricht mit einbauen.
Soweit, dass etwas dagegen spricht, war ich noch gar nicht. Ich wollte zuerst einmal exemplarisch aufzeigen, dass die Glaubenssätze des modernen Liberalismus so unsinnig sind, dass offensichtlich nicht einmal die Liberalen selbst darauf vertrauen.

Was hat eigentlich Medizin mit Soziologie zu tun?

Verfasst: Di 21. Okt 2008, 14:22
von Bianca Böhm
Das Wecken der Bereitsschaft zur Hilfeleistung.... soziale Dienste am Menschen...... sozialer Umgang miteinander..... Helfen statt wegsehen. Reicht das an Schlagworten? :)