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Verfasst: So 21. Sep 2008, 14:59
von Wolfgang Müller
Original von Rafael van der Linden
Stimmt, ohne Verflechtung von Politik und Wirtschaft würde die Wirtschaft wirtschaften und die Politiker die Rahmenbedingungen setzen.
Aber das wäre neoliberal und nicht gut für die Macht der Eliten.
Du meinst wohl
nicht neoliberal.
Wenn es diese Verpflechtung nicht gebe, wäre das sozialstaatlich-interventionistisch. Das sehen die Oligarchen nicht gerne.
edit: Bzw. einige Forenuser bezeichnen sowas als Kommunismus/Sozialismus.

Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:00
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Wenn es diese Verpflechtung nicht gebe, wäre das sozialstaatlich-interventionistisch. Das sehen die Oligarchen nicht gerne.
Oligarchen - leben wir in Russland?
Sozialstaatlich-interventionistisch ist in allen westlichen Ländern der status quo.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:04
von Wolfgang Müller
Original von Rafael van der Linden
Oligarchen - leben wir in Russland?
Nö, ich rede von den USA.
Sozialstaatlich-interventionistisch ist in allen westlichen Ländern der status quo.
Noch ist es der Status quo, aber sogenannte Neolibarale, Libertäre und auch wirtschaftsliberale Konservative wettern dagegen.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:08
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Nö, ich rede von den USA.
Welche Oligarchen gibt es denn in den USA so? Und was ist in den interventionistisch-verschwenderischen USA grundlegend anders als bei uns, außer dass die Regierung das Geld der Bürger für andere Prioritäten ausgibt?
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:16
von Rafael van der Linden
Original von Wolfgang Müller
Noch ist es der Status quo, aber sogenannte Neolibarale, Libertäre und auch wirtschaftsliberale Konservative wettern dagegen.
Neoliberale - Minderheit, Libertäre - winzige, machtpolitisch völlig unbedeutende Idealisten, wirtschaftsliberale Konservative (à la Friedrich Merz) - abgemeldet.
Die SPD/Grünen-Regierung hat Reformen für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit - im Feld des Arbeitsmarktes - in geringem Maße probiert. => Abgewählt.
Die CDU hat es im Wahlkampf 2005 mit Reformen in Richtung mehr sozialer Marktwirtschaft probiert => Wahldebakel.
Also keine Angst, Rüttgers hat gezeigt, dass die CDU mit sozialstaatlicher, reformverweigernder Politik gewinnt. Rate mal, welche Themen der nächste Wahlkampf haben wird: Eine angebliche "Soziale Gerechtigkeit", die die Menschen vor der Globalisierung "schützt" in dem sie sie in der Arbeitslosigkeit staatlich versorgt; noch mehr Ausgaben für den Wohlfahrtssektor und eine Volkswirtschaft, die den Anforderungen der globalen Wirtschaft immer weniger gewachsen ist.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:22
von Wolfgang Müller
Naja, mir bereitet ja Sorge, wie der Kurt weggemobbt wurde.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:27
von Kreittmayr
Original von Wolfgang Müller
Naja, mir bereitet ja Sorge, wie der Kurt weggemobbt wurde.
Das arme Butzele.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:31
von Damian Fuller
Original von Wolfgang Müller
Naja, mir bereitet ja Sorge, wie der Kurt weggemobbt wurde.
Das passt zwar eigentlich nicht zur bisher meist offenen Streitkultur der SPD, aber die Genossen möchten halt auch gewählt werden. Bei so schlechter Öffentlichkeitsarbeit und Umfragewerten war halt ein Wechsel gefordert, um nicht bundesweit hinter die Linkspartei zu rutschen.
Lafontaine putschte damals Scharping weg.
Heute ist die SPD in einem tiefen Richtungsstreit zwischen Mitte-Links und Linkspartei, zwischen sozialer Marktwirtschaft und Abkehr davon.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:41
von Wolfgang Müller
Original von Damian Fuller
Das passt zwar eigentlich nicht zur bisher meist offenen Streitkultur der SPD, aber die Genossen möchten halt auch gewählt werden. Bei so schlechter Öffentlichkeitsarbeit und Umfragewerten war halt ein Wechsel gefordert, um nicht bundesweit hinter die Linkspartei zu rutschen.
Lafontaine putschte damals Scharping weg.
Heute ist die SPD in einem tiefen Richtungsstreit zwischen Mitte-Links und Linkspartei, zwischen sozialer Marktwirtschaft und Abkehr davon.
Naja, offene Streitkultur ist nicht gerade die Stärke der Seeheimer.
Und die Öffentlichkeitsarbeit finde ich selber mies. Die Umfragewerte hat die SPD erst seitdem, zigzack gefahren wird und das Wählerpotenzial der Arbeitnehmerschicht zunehmend verkrault wird.
Mitte-Links sind im übrigen die Seeheimer und Netzwerker nicht, eher wollen die die Mitte verkörpern. Einen säkularen CDU-/CSU-Klon und die CDU propagiert jetzt Dinge, die die SPD teilweise schon seit 60 Jahren will.
Verfasst: So 21. Sep 2008, 15:41
von Tennessee Rockefeller
Original von Wolfgang Müller
Naja, mir bereitet ja Sorge, wie der Kurt weggemobbt wurde.
Wieso, ich dachte du bist JuSO-/SPD-Mitglied? An deiner Stelle würde ich mich freuen, der Abgang des Dicken war das beste, das der Partei passieren konnte. Sein Nachfolger Müntefering dürfte wieder etwas Wind längst vergangener Schröder-Zeiten wehen lassen, als zumindest noch offen über Reformen geredet werden durfte. Mit Beck wäre das nichts geworden, mit seinem Rauswurf hat die SPD wieder ein kleines Stück an Zukunftsfähigkeit zugelegt.