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Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:26
von Rafael van der Linden
Original von Palin Waylan-Majere
Weil die Medienlandschaft von Bertelsmann, Springer etc. beherrscht wird?
Und diese suggerieren immer offen oder unterschwellig - z.B. wenn man die RTL-Nachrichten rückwärts hört: "CDU wählen, Zweitstimme FDP".
RE: Münte und Ypsilanti
Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:26
von Madonna Ritchie-Ashcraft
Du liebe Güte :rolleyes:

Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:28
von Rafael van der Linden
Original von SRM
Ich erinnere an seine Kampagne bzgl. Doppelstaatsbürgerschaft

Wenn es einen rechten MP gibt, dann sicher Koch.
Rechts ist nicht = radikal und rechtsradikal wiederum eine Frage der Definition von rechts und radikal. Und wie gesagt, er mag populistisch unterwegs sein manchmal, aber von seinen Positionen her ist er relativ ordoliberal und eben relativ konservativ im Gegensatz zur derzeitgen CDU-Marketingstrategie.
Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:34
von Palin Waylan-Majere
Original von Rafael van der Linden
Und diese suggerieren immer offen oder unterschwellig - z.B. wenn man die RTL-Nachrichten rückwärts hört: "CDU wählen, Zweitstimme FDP".
Man ist entweder blind oder ignorant, wenn man nicht merkt, in welche Richtung der Großteil der Berichterstattung geht. Bild-Kampagnen wie beim Post-Mindestlohn sind ja nur die Spitze des Eisberges.
Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:44
von Konrad Grimm
Original von Palin Waylan-Majere
Man ist entweder blind oder ignorant, wenn man nicht merkt, in welche Richtung der Großteil der Berichterstattung geht. Bild-Kampagnen wie beim Post-Mindestlohn sind ja nur die Spitze des Eisberges.
Das ist Unsinn. Es ist die SPD, die ein riesiges Medienimperium aus Zeitungen und Radiosendern im Parteieigentum hält, darunter mit der Frankfurter und der Westfälischen Rundschau zwei der großen Tageszeitungen in Deutschland; hinzu kommt das Staatsfernsehen, das bis auf den Bayerischen Rundfunk den Namen Rotfunk verdient hat.
Die Union hat dagegen grade mal den Bayernkurier, den außer Parteimitgliedern kein Mensch liest, sowie den erklärtermaßen CDU-nahen Rheinischen Merkur.
Bei den Privatsendern WAR ProSiebenSat. 1 Media mal unionsnah, als die noch zu Kirch und Springer gehört haben. Den jetzigen Eigentümern ist die deutsche Politik völlig wurscht.
Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:46
von Rafael van der Linden
Original von Palin Waylan-Majere
Man ist entweder blind oder ignorant, wenn man nicht merkt, in welche Richtung der Großteil der Berichterstattung geht.
Ich schaue wenig RTL-Nachrichten und wenn, dann fand ich die meist ähnlich sogar teilweise ausgewogener als die des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.
Bild-Kampagnen wie beim Post-Mindestlohn sind ja nur die Spitze des Eisberges.
Netzeitung/AP
Die Post und Springer sind Konkurrenten, weil sich der Verlag die Mehrheit an der Briefzustellerfirma Pin Group gesichert hat. Seit Wochen streiten die Konzerne über den Vorstoß der Post, einen Branchen-Mindestlohn einzuführen. Der würde Konkurrenten wie Pin in Schwierigkeiten bringen.
Unter Beteiligung von Springer hatten mehrere Zeitungshäuser eine Werbekampagne gestartet, in der Post und Politik gemeinsames Spiel bei der Aufrechterhaltung des Monopols unterstellt wurde.
1. Legitim, dass der Springer Verlag nicht will, dass sein gerade gekaufter Zustellwettbewerber durch staatlich festgelegte Löhne plattgemacht wird. Dass die BILD-Zeitung keine seriöse Berichterstattung liefert ist glaube ich nicht ernsthaft bestritten.
2. Man kann dagegen, dafür oder es einem egal sein. Aber nicht nur der (selbst betroffene) Springer-Verlag hat kritisch über die Zusammenarbeit von Regierung und dem ehemaligen Staatsmonopolisten Post berichtet.
Verfasst: So 14. Sep 2008, 19:01
von Wolfgang Müller
Original von Konrad Grimm
Das ist Unsinn. Es ist die SPD, die ein riesiges Medienimperium aus Zeitungen und Radiosendern im Parteieigentum hält, darunter mit der Frankfurter und der Westfälischen Rundschau zwei der großen Tageszeitungen in Deutschland;
Also, so groß ist das "Medienimperium" nicht, im übrigen sind das meistens nur Minderheitsbeteiligungen. Bei der Westfälischen Rundschau sind dies gerade mal 13,1%. Und dir ist entgangen, dass die Frankfurter Rundschau mittlerweile der Verlagsgruppe duMont gehört.
hinzu kommt das Staatsfernsehen, das bis auf den Bayerischen Rundfunk den Namen Rotfunk verdient hat.
So ein Blödsinn. :rolleyes:
Die Union hat dagegen grade mal den Bayernkurier, den außer Parteimitgliedern kein Mensch liest, sowie den erklärtermaßen CDU-nahen Rheinischen Merkur.
Bei den Privatsendern WAR ProSiebenSat. 1 Media mal unionsnah, als die noch zu Kirch und Springer gehört haben. Den jetzigen Eigentümern ist die deutsche Politik völlig wurscht.
Klar. :rolleyes:
Verfasst: So 14. Sep 2008, 19:05
von Damian Fuller
Original von Konrad Grimm
Soso. Warum liegen CDU und FDP in Hessen dann in den Umfragen bei 51 % ?
Original von Palin Waylan-Majere
Weil die Medienlandschaft von Bertelsmann, Springer etc. beherrscht wird?
Das ist aber mal eine verblüffend einfache Erklärung. Aber ernsthaft: Warum hat die CDU dann bei der aktuellen Hessen-Wahl ihre absolute Mehrheit eingebüßt? Damals gab es auch schon BILD und Bertelsmann-Medien.
Wenn die CDU verliert ist das Ausdruck der Unzufriedenheit der Bürger, wenn sie in Umfragen wieder zulegt sind die "parteiischen Medien" schuld?
Verfasst: So 14. Sep 2008, 19:14
von Jose Alverano
Es ging ja eigentlich um Frau Ypsilanti...
Und in der Tat ist dieses Telefonat nicht dazu geeignet, sie von der besten Seite zu präsentieren... Ich meine die Müntefering Nachmache ist echt nicht überzeugend und sie redet dann genauso platt daher wieder der Moderator...
Verfasst: So 14. Sep 2008, 19:17
von Konrad Grimm
Original von Damian Fuller
Damals gab es auch schon BILD und Bertelsmann-Medien.
Zumal ich der RTL-Gruppe eher Nähe zu Rot-Grün unterstellen würde. Schröder hat mit denen immer gut gekonnt, und Clement hat zu Bertelsmann auch enge Beziehungen unterhalten. Und gegen Heiner Bremer, lange Jahre einer der führenden Leute bei RTL, ist wegen pro-sozialistischer Aussagen ein Ausschluß aus der FDP gefordert worden, bevor er 1982 wegen des Regierungswechsels ausgetreten ist.