Nein, nur eine Vernichtung:Original von Leandro Eickholm
Gibt es Gegenvorschläge
Alias "Der Kaputtreformierer vom Dienst", will die Demokratische Union in die Vereinigten Staaten von Astor II transformieren und somit die letzten Erinnerungen an das alte Ratelon, auf die sich ein echter Neuaufbau vielleicht noch mal stützen ließe, endgültig hinwegfegen.Unionskanzler: Konrad Grimm
Grimms Märchenland würde im steten Wechsel drei Monate im Dornröschenschlaf schlummern, jeden vierten Monat würden die beiden verbliebenen Parteien - eine große "linke" und eine große "rechte" Sammelpartei - wach, um den Präsidentschaftswahlkampf auszutragen, danach verfielen sie beide wieder ins Wachkoma, da die Regierung ja sowieso nicht gestürzt, und die Opposition sie ergo nicht stürzen kann, Bewerber für das zur Quatschbude entmachtete Unionsparlament fänden sich noch schwerer als bereits jetzt.
Wenn man ihn redet hört, kommen einem die Tränen. Tränen der Wehmut, erinnern seine Worte seit neuestem doch an die quicklebendigen und unterhaltsamen Zeiten mit der damals ultraanarchokapitalistisch abgedrehten FDU um Rudy Baylor, Francis Taubenschlag, Christian Broda und Theo Klatten.Außenminister & Vizekanzler: Sylvain Rosseau-Mason
SRMs neuentdeckte Marktradikalität kreischt im Vergleich dazu ebenso lautstark: "Billig, billig, billig!", wie ein ramschiges Markenimitat aus Tchino, noch trauriger ist allein, dass die Ultralinke mit diesem Schwenk nach seiner Gesichts-OP vor geraumer Zeit nun endgültig ihr Teenieherzen zum Schmelzen bringendes Gesicht verloren hat.
Zum endgültigen Räumungsverkauf der alten Tante Ratelon wegen Geschäftsaufgabe passt es hingegen gut, dass der Diplomatische Dienst dann demnächst wohl auf Franchise-Basis organsiert werden wird...
Sein schwarz-weißer Avatar ist leider Programm: grau in grau steht er unauffällig und wie verloren inmitten des ganzen Elends, und weiß nicht ein noch aus. Man droht ständig zu vergessen, dass er sogar schon mal Unionskanzler war. Der fleißige, zuverlässige und akkurate Beamte in Zeiten der Postapokalypse. Sein Büro ist längst geplündert aus ausgebrannt, er aber arbeitet inmitten der Ruine auf dem Boden weiter. Woran, das weiß keiner, und wahrscheinlich betrifft es auch niemanden...Innenminister: Helmut Hennrich
Damit noch mehr Gesetze abgeschafft und durch undurchsichtiges und willkürliches "Gewohnheitsrecht" ersetzt werden, zu entwickeln von direkt gewählten Richtern, die sich dem Pöbel am besten noch in TV-Duellen präsentieren. Und das selbstredend auf Landesebene, das Oberste Unionsgericht wird abgeschafft und durch den "Vereinigten Senat der obersten Gerichtshöfe der Länder" ersetzt.Justizminister: Hajo Poppinga
Gestatten: Seine Majestät, der König ohne Land. Hochgelobt für seinen ökonomischen Sachverstand, der ihm hier leider noch nichts genutzt hat, und wohl auch nie etwas nutzen wird.Wirtschafts- und Finanzminister: Vincent Bellagio
Etwa fünfeinhalb Jahre lang blühte und gedieh das einstige Ratelon ganz ohne WiSim, bis erstmals ein Kontensystem eingeführt wurde. Dieses stieß auf eine Begeisterung und Akzeptanz, welche im Vergleich zu seinem gegenwärtigen Nachfolgesystem geradezu phänomenal war. Ein weiterer Unterschied ist, dass das alte einst ein Gimmick war, das neue heute vielen als das rettende Stück Treibholz erscheint. Gemeinsam war und ist ihnen jedoch, dass sie beide wunderbar ohne Wirtschaftsfachleute auskamen und auskommen.
Aber um sich wenigstens in den ewigen Grabenkampf zwischen Markt- und Planwirtschaftlern zu stürzen ist, ist er leider zu kühl und nicht exaltiert genug.
Schon zu Zeiten, als der 14-jährige Erzfürst von Schnitzelstein-Karottenburg noch die Telefonleitung seines Elternhauses zum Durchschmelzen brachte, weil er eine ganz Nacht lang, wie es dem damaligen Stand micronationaler Kriegführung entsprach, das ForumRomanum des Generalherzogtums Gänseklein-Rapottenstein mit Spam überflutete, hatte man im damaligen Ratelon begriffen, dass es wichtigeres und aufregenderes gibt als bunte Bilder von Panzer, Strahlflugzeugen und Zerstörern. Entsprechend war das Verteidigungsministerium lange Zeit nur ein Annex des Außenministeriums.Verteidigungsminister: Peter Vain
Bis man eines Tages befand, Ratelon müsse endlich "reifer" und "realistischer" werden, man müsse sich den drängenden Problemen der micronationalen Welt militärisch stellen, und das Verteidigungsministerium endlich aufwerten. In Peter Vain fand man rasch den idealen Minister. Eigentlich hat er nichts zu tun, und weil er ein netter Kerl ist tut er eigentlich auch niemandem was - und sonst tut sich eigentlich auch nichts. Für den Verteidigungsminister ein phänomenaler Erfolg: mit ihm gibtes eben keinen Krieg!
