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Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 18:15
von Baudouin de Billancourt
Eine SPD, die dem Neoliberalismus die Tür öffnet? In welchem Staat? In einem Staat, in dem beispielsweise öfter mal Höchstgrenzen von Löhnen gefordert werden (Kuba hat sie abgeschafft) und in dem man teilweise mehr Steuern zahlt als in China.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 18:17
von Julia Elián
Natürlich steht die SPD schlecht da und wahrlich auch schlechter als vielleicht vor drei Jahren. Dennoch ist das Problem m.E. nach weniger substanziell, als man aufgrund von Umfragen vermuten könnte. Diese waren in den letzten Jahren ja immer extremer als die Wahlergebnisse. Soll heißen. Beck muss eigentlich nur die nächsten 1 1/2 Jahre politisch überleben (und das wird er notgedrungen, obwohl er immer wieder alles dagegen tut) und er darf sich mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit schon auf Kanzleramt freuen.

Denn obwohl die SPD in besagten Umfragen so schlecht dasteht, hat Schwarz/Gelb nur eine knappe Mehrheit, aber bei den Wahlen wird es eben anders sein. Soll bedeuten:

CDU: ca 38%
SPD: ca 30%
Die anderen drei: Alle um die 10

Da keiner mehr die große Koalition will, Jamaika nicht klappen wird, genausowenig wie Rot-Rot-Grün (Gott sei Dank und nicht weil ich Beck für besonders glaubwürdig halte, sondern einfach wegen der Personen), Guido aber diesmal "schlau" genug ist, ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf zu ziehen, gibt es eben die tolle Ampel mit Kurt als Kanzler, Jürgen Trittin und Guido Westerwelle... juhu, das wird ein Spaß.... :rolleyes:

@Mehrheitswahl: JAAAA!!!! Da bin ich schon seit Jahren dafür!

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:05
von Rainer Zufall
@Mehrheitswahl: JAAAA!!!! Da bin ich schon seit Jahren dafür!
Hat natürlich auch Nachteile. Erstens demokratisiert das die Sache nicht gerade und zweitens wird der Parteienklüngel dadurch nur noch mehr zunehmen.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:27
von Michael Schneider
Original von Konrad Grimm

Die CDU/CSU kommt bei den Jungwählern nur noch auf einen Stimmenanteil von 15 %. Ich denke, wir sollten dringend das "C" aus dem Parteinamen streichen, wie ja auch etwa von Kardinal Erzbischof Meisner vorgeschlagen, der ganz richtig erkannt hat, dass eine Partei, die sich zum Christentum bekennt, in einer in ihrer ganz großen Mehrheit atheistischen Bevölkerung keinen Blumentopf gewinnen wird.
Die CDU war bei Jungwählern nie groß dabei. Und das schwankt hin und her wie ein Schiff im Wind. Das C steht inzwischen auch nciht für die Religion muss man sagen, sondern für christliche Grundwerte und einen gewisser moralischer Ansprüche.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:38
von Rainer Zufall
...Wobei ich manchmal denke, die meisten Herren der Union haben die Bergpredigt nie gelesen.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 20:59
von Konrad Grimm
Original von Michael Schneider
Das C steht inzwischen auch nciht für die Religion muss man sagen, sondern für christliche Grundwerte und einen gewisser moralischer Ansprüche.
Trotzdem fühlen sich viele Nicht-Christen vom C im Namen abgestoßen.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 22:12
von vSzP
Original von Konrad Grimm

Trotzdem fühlen sich viele Nicht-Christen vom C im Namen abgestoßen.
Ist das so?

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 22:32
von Konrad Grimm
Original von vSzP
Ist das so?
Da bin ich mir sicher. Christentum ist "uncool".

Als "Union" und Sammelbewegung aller "rechten" Strömungen (nationalkonservativ, christkonservativ, nationalliberal, wirtschaftsliberal) hat die Partei eine strahlende Zukunft.

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 22:45
von Albert von Romanow-Bernstein
Original von Konrad Grimm
nationalkonservativ, christkonservativ, nationalliberal, wirtschaftsliberal
Dito, auch wenn ich das mit dem Christentum etwas anders sehe.
Aber recht hast Du: Diese schwarzen Sozis *in seine alte Heimatblick und Kopfschüttel* braucht niemand in der Union

Verfasst: Mi 11. Jun 2008, 23:21
von David G. Whitman
Original von Rainer Zufall
...Wobei ich manchmal denke, die meisten Herren der Union haben die Bergpredigt nie gelesen.
Es ist sicher besser, die Bibel gar nicht zu lesen, oder höchstens partitiell, als sich an ihr zu orientieren. Dieses Rosinengepicke bei der Bibel (böse Stellen/gute Stellen) ist doch nur noch entnervend.

Ich wär auch dafür, dass "C" wegzustreichen. Ein Bürgerlicher ist schließlich nur noch allerhöchstens eventuell ein Christ, aber nicht mehr im Regelfall.