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Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 19:18
von Fabian Montary
Ich bin für ein Phrasenschwein der Demokratischen Union...
Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 19:33
von vSzP
Wenn Du die Unterschiede nicht erkennst, hast Du noch nie in beiden Teilen Deutschlands lange gelebt...
Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 20:20
von Fabian Montary
Original von vSzP
Wenn Du die Unterschiede nicht erkennst, hast Du noch nie in beiden Teilen Deutschlands lange gelebt...
Wo hast du gewohnt?
Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 21:49
von Matt Suchard
Ich stimme Prince Harry zu (diesen AvsZpselfkfnsad - Namen werde ich mir nie merken können).
Erst vor kurzem bin ich in ein absolutes Fettnäpfchen getreten. Habe mit ein paar Kumpels in Erfurt gegrillt und irgendwer hat aufgeschmissen, dass die Linke mit 29% derzeitig die stärkste Partei im Osten wäre. Dazu meinte ich nur, dass ich es pervers finde, dass es 18 Jahre nach der Wende noch immer 29% Ewiggestrige, Idioten und Sozialisten gibt.
Ihr wollt nicht wissen, was ich für böse Kommentare erhalten habe, weil wirklich fast jeder meinte, dass seine Eltern und er/sie selbst auch die Linke wählen würde. Danach habe ich das politische Parkett des Abends ganz schnell verlassen.
Ich find's einfach nur frustrierend, dass manche Leute im Sozialismus den Heilsbringer sehen. Sollen die mir gleich Haus, Hof und Vermögen überschreiben. Ich sorge sicherlich besser für die Leute als irgendein Lafontaine dieser Welt...
Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 22:03
von Fabian Montary
Was hast du denn für Freunde??

Verfasst: Mi 21. Mai 2008, 22:29
von Rainer Zufall
Das liegt daran, Matt, daß die gute alte BRD-Erziehung dich dazu zwingt zu glauben, es gäbe nur eine mögliche Form von Demokratie, nämlich den marktwirtschaftlich-bürgerlich-repräsentativen Parteienstaat wie der Aktuelle.

Verfasst: Do 22. Mai 2008, 05:37
von vSzP
Original von Matt Suchard
Ich stimme Prince Harry zu (diesen AvsZpselfkfnsad - Namen werde ich mir nie merken können).
:O X( :O
Erst vor kurzem bin ich in ein absolutes Fettnäpfchen getreten. Habe mit ein paar Kumpels in Erfurt gegrillt und irgendwer hat aufgeschmissen, dass die Linke mit 29% derzeitig die stärkste Partei im Osten wäre. Dazu meinte ich nur, dass ich es pervers finde, dass es 18 Jahre nach der Wende noch immer 29% Ewiggestrige, Idioten und Sozialisten gibt.
Ihr wollt nicht wissen, was ich für böse Kommentare erhalten habe, weil wirklich fast jeder meinte, dass seine Eltern und er/sie selbst auch die Linke wählen würde. Danach habe ich das politische Parkett des Abends ganz schnell verlassen.
Dito. Ich lass Politik auch meistens weg weil es immer ein, zwei, drei, vier Anhänger der Linken gibt die einem das sofort übelnehmen. Und auf diese Art von Stress hab ich keine Lust.
(außer wenn ich sie sowieso nicht mag und ich keinen Wert auf deren Bekanntschaft lege)
Ich find's einfach nur frustrierend, dass manche Leute im Sozialismus den Heilsbringer sehen. Sollen die mir gleich Haus, Hof und Vermögen überschreiben. Ich sorge sicherlich besser für die Leute als irgendein Lafontaine dieser Welt...
Naja, die Linke ist halt die Volkspartei im Osten. Die wird schon aus Protest gewählt oder aber, weil sie die Ostdeutschen besser anspricht (Neidgesellschaft?) als die westdeutschen Parteien.
@ Fabian: Ich habe erst in Herford (NRW) gewohnt und jetzt wohn ich in Berlin. Ich habe einige Ostdeutsche bei mir im Bekanntenkreis, die die DDR nie real mitgemacht habe (weil Jahrgang über 85), die sich aber trotzdem angegriffen fühlen wenn man was über die DDR sagt.
Ich denke daher, es dauert mindestens noch eine komplette Generation, bis das ganze Thema relaxter aufgenommen werden kann.
Verfasst: Do 22. Mai 2008, 11:19
von Fabian Montary
Achso, darum geht's. Hier im Forum und auch in der Politik gibt es so viele, die nicht wissen, worum es geht, wenn sie über etwas reden.
Verfasst: Do 22. Mai 2008, 12:18
von Montgomery Scott
Original von vSzP
Im Westen vielleicht. Aber im Osten? Ich denke, man muss das gerade bei den Linken differenzieren weil im Westen doch ganz andere Leute rumlaufen als im Osten.
Auch da muss man aber wiederum differenzieren. Ein nicht kleiner Prozentsatz der Linke-Wähler im Osten sind sicher Nostalgiker, die die DDR ernsthaft als das Reich des Guten verteidigen. Die Mehrzahl hat aber durchaus eine differenzierte Meinung, schließt sich aber nicht vorbehaltlos der heute vorherrschenden Siegerjustiz an, die die DDR als einen einzigen bösen Verbrecherhaufen darstellt. Das heißt aber nicht, dass solche Leute die DDR mit ihren Menschenrechtsverletzungen irgendwie schönreden oder verteidigen.
Verfasst: Do 22. Mai 2008, 13:18
von Michael Schneider
Original von Montgomery Scott
Auch da muss man aber wiederum differenzieren. Ein nicht kleiner Prozentsatz der Linke-Wähler im Osten sind sicher Nostalgiker, die die DDR ernsthaft als das Reich des Guten verteidigen. Die Mehrzahl hat aber durchaus eine differenzierte Meinung, schließt sich aber nicht vorbehaltlos der heute vorherrschenden Siegerjustiz an, die die DDR als einen einzigen bösen Verbrecherhaufen darstellt. Das heißt aber nicht, dass solche Leute die DDR mit ihren Menschenrechtsverletzungen irgendwie schönreden oder verteidigen.
Die DDR war ein Verbrecherhaufen. Natürlich gab es einige, wie auch im Nazideutschland, die dagegen waren (die dann entsprechend leiden durften) oder einfach nur ihren Job gemacht haben.
Und heute wird vor allem relativiert. Nach dem Motto "Natürlich wurden Menschen an der Grenze erschossen, aber alle hatten Arbeit!" oder "Es war ja nicht alles schlecht.". Nur das haben wir im Westen zur genüge von Alt-Nazis gehört und haben die Nase gestrichen voll das jetzt auch noch von Alt-SEDlern zu hören. Schlimm nur dass im Gegensazt zur Entnazifizierung es keine EntSEDisierung gab udn sich deshalb gewisses Gedankentum uneingeschränkt ausbreiten durfte. Vielleicht gibt es auch gute Leute bei der PDS. Aber in der PDS darf jeder heute von der DDR-Zeit behaupten was er will und wird intern keinen Widerspruch kriegn. Nur wenn es nach außen dringt wird schwach abgewiegelt...
Und ich sage es schonmal: an dem Tag an dem in Deutschland tatsächlich es irgendwie geschafft wird, dass dieser Staat sozialistisch geführt wird (es reicht ja wenn die PDS in Deutschland ihr Programm 1:1 umsetzt mit entsprechenden Mehrheiten bei entsprechenden Wahlbeteiligungen die eigentlich shcon nicht mehr Volkswillen genannt werden dürften [ich bin für Wahlzwang!]) greife ich zur Waffe um demokratische und der vernunft unterworfene Prinzipien zu verteidigen in meinem Heimatland. Ebenso wie ich es tun würde, wenn Nazis erneut die Macht ergreifen.