Kaiser
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Ich bin mir völlig bewusst, dass die Linke eher Teil des Problems als Teil der Antwort ist.Original von Hajo Poppinga
...das wird aber mit der Linkspartei nur schlimmer, weil sie die Notwendigkeit zu Veränderungen konsequent ignoriert und ihre Vorschläge zur Änderung allesamt rückwärtsgewandt sind und jeweils die Notwendigkeit zur richtigen Änderung verneint. Davon einmal abgesehen, beschönst Du unangemessen die Lage, indem Du es positiv siehst, daß sich die "Linke" als "Sprachrohr der gefühlten Verlierer" etabliert - das, was die "Linke" da betreibt, ist nichts weiter als billiger Populismus, der mit den Ängsten der Leute spielt. So eine Entwicklung ist keinesfalls als positiv einzuschätzen, sondern vielmehr als die Demagogie zu bennen, die sie ist.
Aber kann man sie deswegen ignorieren und von einer temporären Erscheinung sprechen?
Und wäre es besser, wenn als die Wähler der Linken nicht, oder braun, wählen würden? Ich denke nicht. Dagegen ist Links noch das kleinere Übel.
Anton von Sorbarban zum Paradies
Unionsminister für Wirtschaft und Finanzen a.D.
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Eine Partei links der Sozialdemokratie ist europäische Normalität. Das ist aus meiner Sicht (SPD-Mitglied seit nunmehr 6 Jahren) zwar nicht wünschenswert, muss man aber wohl akzeptieren.
Vor allem im Osten ist die Linke (ein total bescheuerter Name) quasi staatstragende Partei, besteht aus älteren Leuten, die die DDR an sich nicht schlecht fanden, 1990 keine Aufnahme bei der SPD bekamen oder eben Sozialisten. Mit denen kann man - vor allem lokal und punktuell - prima kooperieren und auch auf Landesebene ist die Linke durchaus pragmatisch und sieht die Realitäten (siehe Berlin, MeckPomm und Sachsen-Anhalt). Auch kenne ich einige sächsische Linke-Abgeordnete ganz gut und muss sagen, dass eine Regierung aus SPD, Linke und Grüne in Sachsen sicher auch funktionieren würde.
Im Westen besteht die Linke m.E. jedoch zum Großteil aus enttäuschten und - man muss es so sagen - karrieregeilen Schlammspritzern, die bei der SPD nichts mehr geworden sind oder sich wohl mehr versprachen (Uli Maurer, Leo Stefan-Schmitt, Oskar Lafontaine), oder eben tatsächlich linken Gewerkschaftern, die die zum Großteil sinnvolle und notwendige Reformpolitik Schröders nicht mittragen wollten oder konnten.
Zum anderen ist die Linke im Westen auch noch zum "Linkenlumpensammler" geworden, d.h. saugt die ganzen Spinner auf (DKP, Marxisten, ...). Und dort liegt auch das Problem.
Vor allem im Osten ist die Linke (ein total bescheuerter Name) quasi staatstragende Partei, besteht aus älteren Leuten, die die DDR an sich nicht schlecht fanden, 1990 keine Aufnahme bei der SPD bekamen oder eben Sozialisten. Mit denen kann man - vor allem lokal und punktuell - prima kooperieren und auch auf Landesebene ist die Linke durchaus pragmatisch und sieht die Realitäten (siehe Berlin, MeckPomm und Sachsen-Anhalt). Auch kenne ich einige sächsische Linke-Abgeordnete ganz gut und muss sagen, dass eine Regierung aus SPD, Linke und Grüne in Sachsen sicher auch funktionieren würde.
Im Westen besteht die Linke m.E. jedoch zum Großteil aus enttäuschten und - man muss es so sagen - karrieregeilen Schlammspritzern, die bei der SPD nichts mehr geworden sind oder sich wohl mehr versprachen (Uli Maurer, Leo Stefan-Schmitt, Oskar Lafontaine), oder eben tatsächlich linken Gewerkschaftern, die die zum Großteil sinnvolle und notwendige Reformpolitik Schröders nicht mittragen wollten oder konnten.
Zum anderen ist die Linke im Westen auch noch zum "Linkenlumpensammler" geworden, d.h. saugt die ganzen Spinner auf (DKP, Marxisten, ...). Und dort liegt auch das Problem.
Joel S. Homolka (RCL)
Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ist es das? Der Einfluss einer Stimme für die extreme Rechte ist doch gleich null. Diese Parteien haben in Deutschland noch nicht einen Gesetzesentwurf durchgesetzt. Die Linke ist aber eine Mehrheitsbeschafferin für die SPD. Als *räusper* Bürgerlicher oder sowas kann ich dem nichts positives abgewinnen.Original von vSzP
Und wäre es besser, wenn als die Wähler der Linken nicht, oder braun, wählen würden? Ich denke nicht. Dagegen ist Links noch das kleinere Übel.
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Jungspund
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Das ist in den nord-ostdeutschen Bundesländern schon jetzt so. Im Westen wird das allerdings derzeit bis auf das Saarland höchstens mit rot-rot-grün passieren.Original von Konrad Grimm
Die Linke ist aber eine Mehrheitsbeschafferin für die SPD.
In Bayern könnte die CSU die bisher kleine Linkspartei einfach integrieren.
In den restlichen Bundesländern ist derzeit ohne die Grünen keine linke (im Sinne von "mehr Sozialstaat", "mehr Umverteilung") Regierung zu machen.
Damian Fuller
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Ich kann keiner Partei irgendeinen Rat zu ihrem Verhalten geben. Wenn ich es täte, müsste sie sich bei Befolgen sehr weit von der Meinung der allermeisten Menschen entfernen und würde, sehr optimistisch gesehen, nie mehr als 2 Prozent erhalten. Es gibt in diesem Land - wieder optimistisch gesehen- vielleicht 50 Menschen, die meine Meinungen zu den zentralen Themen der Politik teilen würden.
Ich kann die Antwort nur für mich finden: auswandern in eine Gesellschaft für Menschen, nicht Affen.
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Jungspund
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Das klingt zwar alles nach alter christlicher Soziallehre, doch überzeugt das nicht recht. Die FDP fordert doch - sogar mit einigen sozialdemokratischen Zugeständnissen, wie z.B. Wandel von familiärer Primärverantwortung hin zu staatlicher Kindererziehung etc. - in etwa die Rückkehr zu den Erhard'-/Müller-Armack'schen Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.Original von Konrad Grimm
...noch mit den Positionen der FDP, deren "schneller, höher, weiter" viele Menschen einfach überfordert.
Die haben die Menschen damals auch nicht überfordert, sondern eher Energien freigemacht und Rahmenbedingungen geschaffen, diese auch produktiv einzubringen.
Die Menschen heute sind doch teilweise, gerade wenn sie in jahrelange staatliche Alimentierung geraten sind, eher mit ihren echten Talenten und Energie unterfordert als überfordert.
Damian Fuller
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Registriert: So 9. Mär 2008, 18:22
Warum bist du eigentlich noch bei diesem radikalliberalen Magazin tätig, wenn Du inzwischen nach einigen "Sturm und Drang"-Irrungen und Wirrungen in den warmen Schoß des Bayernkuriers zurückgekehrt bist?Original von Konrad Grimm
Das ist richtig, aber man wird das Problem weder mit den Parolen der Linkspartei lösen, die den Einfluss nationaler Politik auf eine globale Wirtschaft gnadenlos übertreibt, noch mit den Positionen der FDP, deren "schneller, höher, weiter" viele Menschen einfach überfordert.
Nicolas Dühring Fournier
Selbständiger Unionist
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Kaiser
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Registriert: Sa 17. Mär 2007, 13:41
Ich habe im letzten Jahr nur noch meine beiden Kolumnen zuende gebracht. In der letzten Ausgabe stand von mir nicht eine Zeile mehr.Original von Nicolas Fournier
Warum bist du eigentlich noch bei diesem radikalliberalen Magazin tätig, wenn Du inzwischen nach einigen "Sturm und Drang"-Irrungen und Wirrungen in den warmen Schoß des Bayernkuriers zurückgekehrt bist?