Original von Montgomery Scott
Zuerst mal sind die Fragen grottenschlecht und total am Problem vorbei gestellt.
Naja, teilweise ja. Kommt aber darauf an, was man - marxisch (marxistisch nennt sich oft was anderes als was Marx theoretisiert hat) ausgedrückt - für ein Problembewusstsein hat.
Und dann verharmlost Ackermann eben einfach.
Nein, er stellt wie gesagt manche aus politischen propagandistischen Gründen übertriebenen Darstellungen und Vorwürfe wieder in ein realistisches Verhältnis und stellt einige Sachen aus seiner Perspektive als Unternehmenschef dar.
Auf den Vorwurf, "Spitzenmanager" wie er meinten, sie stünden über den Dingen, antwortet er,...
Das war eine Frage, unabhängig davon ob der Journalist das selbst glaubt oder nicht. Diese beinhaltet jedoch einen derzeit von manchen interessierten Politikern geschürten Vorwurf:
Spiegel Online
SPIEGEL: Ist es nicht systemimmanent, dass sich Manager mit Millionengehältern vom normalen Leben entfernen, dass sie glauben, über den Dingen zu stehen - vielleicht sogar über dem Gesetz?
Ackermann antwortet darauf recht konkret, dass Manager in der Regel in Beruf und Privatleben genauso viel "Erdung" bzw. realitätsnähe haben wie andere Menschen auch:
Ackermann: Das sind doch Klischees! Manager müssen sich ständig mit der Realität auseinandersetzen. Wir diskutieren mit Aktionären und Analysten, Kunden, Mitarbeitern, Politikern und Medien. Und wir haben schließlich auch einen Familien- und Freundeskreis.
Original von Montgomery Scott
...Lafontaine hätte ein schöneres Haus als er.
Das sagt er als nicht unzutreffender Vergleich nach seiner obigen Antwort auf die "Realitätsferne"-Frage. Er antwortet aber auch nicht mit dem geschmacksbedingten "schöner", welches keinen sachlichen Aussagewert - außer über seinen Häusergeschmack - hätte. Er sagt "prunkvoller", was für sachlich teurer steht und keine geschmackliche Bewertung darstellt.
Also bitte, sowas nennst Du sachlich?
Sachlicher als "Die Arbeitslosen sind alle faul!" oder "Die Reichen zahlen alle keine Steuern!". Und eben wohltuend bei seinen Leisten bleibend. Er antwortet auf die Fragen und doziert nicht allgemein über Gott und die Welt. Das sollte man auch tun, aber eben dann bei passenden Fragen bzw. im richtigen Forum.