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Verfasst: Di 4. Dez 2007, 21:51
von Silvester Lasalle
Im Osten hingegen klatschen vielerorts die Menschen wenn sich Rechte offen zeigen...
So wie das klingt kommst du aus dem tiefsten Westen und hasst noch nicht einen Fuß in Richtung ''Dunkeldeutschland'' gesetzt. :rolleyes:
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 07:02
von vSzP
Original von Silvester Lasalle
So wie das klingt kommst du aus dem tiefsten Westen und hasst noch nicht einen Fuß in Richtung ''Dunkeldeutschland'' gesetzt. :rolleyes:
Jepp - komme aus einer westdeutschen "Vorzeigegend" (eine der jüngsten Gegenden Deutschlands, moderate Arbeitslosenquote, gewachsene Wirtschaftsstruktur. Die Deutsche Bank hat neben anderen Gegenden meine Umgebung zu den "glücklichsten" Regionen Deutschlands gewertet).
Wohne aber mittlerweile in Ostberlin - und kenne daher Brandenburg ganz gut.
Deine Vorwürfe passen also nicht...
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 12:13
von Palin Waylan-Majere
Original von vSzP
Wenn aber in einer westdeutschen Stadt Nazis auf die Straße gehen gibt es Gegendemonstrationen die vom Bürgermeister über die Kindergärten, alle politischen Parteien, Vereinen etc. reicht. So ist es den Rechten hier viel schwerer, Fuß zu fassen... Im Osten hingegen klatschen vielerorts die Menschen wenn sich Rechte offen zeigen...
Als ob es in Dresden & Leipzig und anderswo auch keine Gegendemos gegeben hätte, wenn hier die _westdeutschen_ Nazis Worch & Co. mit ihrer brauen Suppe durch die Straßen laufen wollen.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 12:48
von Mikael Grönholm
Ich glaube nicht das West- und Ostdeutschland sich je irgendwie großartig unterschieden haben.
Zwei Jahre nach dem hier propagierten Vorfall in Rostock-Lichtenhagen brannte in meiner Heimatstadt ein von Türken bewohntes Haus nieder.
Die verurteilten Täter wurden der Neonazi-Szene zugeordnet.
Es war ein politischer Prozess in dem meiner Meinung auch zwei Unschuldige verurteilt wurden. Aber das ist eine andere Geschichte (die den Jurastudenten hier bestimmt gefallen würde - ich komm am Jahrestag drauf zurück

).
Also auch in Westdeutschland gibt es das, vielleicht nicht so offen...aber versteckt am Stammtisch und beim Abendbrot. Ich erinnere mich an ein Gespräch dass ich vor vielen Jahren im Bus mitbekommen habe. Da haben zwei Schüler sich über den ersten schwarzen Fußballnationalspieler mukiert...Zitat: "Warum haben wir es jetzt noch nötig Schwarze in der Nationalmannschaft zu haben". Da musste sogar ich mich zurückhalten die beiden Rotzblagen nicht aus dem fahrenden Bus zu werfen...davor selbstverständlich.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 15:12
von vSzP
Original von Palin Waylan-Majere
Als ob es in Dresden & Leipzig und anderswo auch keine Gegendemos gegeben hätte, wenn hier die _westdeutschen_ Nazis Worch & Co. mit ihrer brauen Suppe durch die Straßen laufen wollen.
In Dresden und Leipzig, ja... Und wie sieht es in den Mittelstädten aus?
Und warum fahren wohl soviele westdeutsche Nazis zum pöbeln in den Osten? Weil sie dort nicht ausgebuht sondern bejubelt werden!
Jede Region hat ihre Probleme. Hamburg hat andere Probleme als Südbayern, der Osten andere als der Westen.... Und der Osten hat nun einmal mehr Probleme mit Extremismus als der Westen.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 16:26
von Fiete Schulze
Original von vSzP
Das glaube ich nicht. Natürlich kommt es in den westlichen Bundesländern auch zu rechtsextremen Taten - aber nicht in dieser Größe und Brutalität.
Na aber Hallo! Schon Mölln und Solingen vergessen? Rostock-Lichtenhagen war sicherlich bis jetzt von der Größe her nicht zu überbieten aber von der Brutalität schon. Und man muss sich auch mal Rostock-Lichtenhagen beschäftigen. Es war wirklich nur eine Frage der Zeit, wann da die Bombe hoch geht.
Rostock-Lichtenhagen ist eine Plattenbausiedlung. In Mitten dieser Siedlung gab es das sogenannte Sonnenblumenhaus, ein Plattenbau in dem Vietnamesen lebten die in der DDR ausgebildet wurden oder gearbeitet haben.
Das war auch bis dahin kein Problem, nur kam irgendein ein kluger Mann auf die Idee immer mehr Leute in dieses Haus zu stecken und darunter ganzen Gruppen von Sintis und Romas. Nun haben diese Leute aber einen, na sagen wir mal, sehr eigenen Lebenstil. Und in Rostock war es schon soweit, dass die Leute nicht im Haus wohnten sondern vor dem Haus. Es ist kein Witz, die wohnten mitten in der Plattenbausiedlung auf dem Rasen, auf den Plätzen u.s.w.
Die Geschäfte in der Umgebung wurden teilweise von denen regelrecht geplündert, die haben Lagerfeuer gemacht und haben irgenwelche Tiere gegrillt und halt Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit vollzogen.
Und das alles in einer Wohnsieldung, stellt euch vor, vor eurem Haus würden solche Zustände abgehen.
Laut Wikipedia kampierten 400 Asylbewerber kurz vor Beginn der Ausschreitungen vor dem Sonnenblumenhaus.
Ich frage mich eigentlich, wie es zu solchen Zusatänden kommen konnte? Es war einfach nur eine Frage der Zeit und hätte in jeder anderen Stadt genauso passieren können - Ob Ost oder West!
Fakt ist das diese Ausschreitungen sich die damalige Regierung auf den Fahnen schreiben kann, denn so dumm kann man ja gar nicht sein, dass man nicht selber auf die Idee kommt, dass das so nicht klappen kann.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 17:26
von Jonathan Metternich Hughes
Jesus, es ist ja nun nicht zu bestreiten, dass Ostdeutschland ein Problem im Umgang mit Nazis hat. Das wird ja wohl der ein oder andere Ostdeutsche hier zugeben können, ohne sich gleich in selbstdiffamierende Opferrhetorik flüchten zu müssen. Ich kann es ja auch.
Das Problem ist doch nicht, dass ganz Ostdeutschland eine einzige braune Suppe ist, sondern dass die Winzdörfer im hintersten Sachsen und im an Polen grenzenden MV (und einigen anderen Gegenden) keine politische, sondern eine Dorfgemeinschaft bilden. Dort hält man nicht zusammen, weil "der liebe Jung" oder "dat Mädel" Nazis sind, sondern obwohl sie es sind. Das ist ein Dorfphänomen - und in diesem Zusammenhang dann ein Dorfproblem.
Natürlich kommt sowas auch in Magdeburg oder Potsdam vor. Aber Jesus Christ, wer wird denn so naiv sein zu glauben, dass am helllichten Tag Ausländer durch die Malls getrieben werden und die Herumstehenden sich verzweifelt überlegen, wie sie mit ihrem Tchibo-Kaffee in der Hand nock klatschen können? Natürlich nicht. Das passiert abends und nachts - zu einer Zeit, in der in Magdeburg und Potsdam auch Punks, HipHopper, Sprayer, Schwule und Lesben, Sozen, Juden und - Leute wie Du und ich zusammengeschlagen werden. Wenn ich in diesem Moment nicht schwarz bin, habe ich eben gerade zu wenig Geld rübergerückt oder mein Handy ist scheiße oder ich habe schief geguckt.
Vielleicht kann man sich diesen endlosen Vereinfachungen mal entziehen. Und es ist natürlich einfach, aus Bielefeld oder Westdeutsch-Hastenichtgesehen zu kritisieren, dass sich die ostdeutsche Oma nicht den Nazis in den Weg stellt. Damit ist aber nicht gesagt, dass der westdeutsche Opa das machen würde. Natürlich gibt es in Teilen Ostdeutschlands ein Nazi-Problem, aber vielleicht verliert man mal nicht die Realität aus dem Blick.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 17:31
von Jonathan Metternich Hughes
Original von Fiete Schulze
Die Geschäfte in der Umgebung wurden teilweise von denen regelrecht geplündert, die haben Lagerfeuer gemacht und haben irgenwelche Tiere gegrillt und halt Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit vollzogen.
Und das alles in einer Wohnsieldung, stellt euch vor, vor eurem Haus würden solche Zustände abgehen.
Erstmal einen Molotowcocktail drauf werfen und gucken, was passiert?
Nee, ernsthaft: So sieht der Mauerpark praktisch von Ende April bis Ende August aus.
Aber was genau entschuldigt oder erklärt das jetzt?
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 17:34
von Konrad Grimm
Original von Fiete Schulze
Fakt ist das diese Ausschreitungen sich die damalige Regierung auf den Fahnen schreiben kann, denn so dumm kann man ja gar nicht sein, dass man nicht selber auf die Idee kommt, dass das so nicht klappen kann.
Da waren eben die Multi-Kulti-Ideologen am Werk.
Verfasst: Mi 5. Dez 2007, 18:24
von Fiete Schulze
Original von Jonathan Metternich
Erstmal einen Molotowcocktail drauf werfen und gucken, was passiert?
Nee, ernsthaft: So sieht der Mauerpark praktisch von Ende April bis Ende August aus.
Aber was genau entschuldigt oder erklärt das jetzt?
Ich versuche zu erklären, wie es dazu kam, dass so viele Bewohner von Lichtenhagen bei den ersten Ausschreitungen Beifall geklatscht haben und das es eine Frage der Zeit war, das Rostock Lichtenhagen expoldiert. Die verantwortlichen Politiker wussten was seit Wochen in Rostock-Lichthagen los war, sie haben es infach ignoriert.
Und der Mauerpark ist eine Parkanlage und keine Plattenbausiedlung.