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Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 13:59
von Helen Bont
Original von Karl Abel
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieses Parteikonzept für mich eher einem Wahlmanifest gleichkommt. Ich vermisse die Visionen und Träume.
Die UFD zeigt darin mal wieder ihr doch recht eingeschränktes Sichtfeld und ihre Konzeptionslosigkeite für weitergehende Gesellschaftsvorstellungen.
Das sehe ich ganz anders:
in den ersten beiden Punkten beschreibt das Grundsatzprogramm unsere Vorstellung, über die Beziehung des Einzeln zu Staat und Gesellschaft sowie unseren Willen, die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Vielfalt in der Demokratischen Union zu erhalten und zu fördern.
Oder nehmen Sie Punkt drei, in der wir eine größtmögliche Transparenz staatlichen Handelns gegenüber den Bürgerinnen und Nürgern aussprechen und somit für eine demokratische Gesellschaft essentielle Grundlage ansprechen: die Kontrolle der Regierenden durch die Regierten.
Oder nehmen Sie Punkt fünf: wir begreifen Familienpolitik umfassender, nämlich als Stärkung der Familie, indem wir Ihnen zum Beispiel auch die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichem Leben ermöglichen wollen.
Oder nehmen Sie Punkt sieben: wir haben eine Vision vom selbstbestimmten Menschen, der sein Schicksal selbst in die Hand. Wir wollen Menschen, die, aus welchem Grund auch immer, in Not geraten sind, zum einen Hilfe zur Selbsthilfe geben, zum anderen wollen wir durch eine verantwortungsvolle Sozialpolitik dazu beitragen, dass Notfälle erst gar nicht eintreten, und zwar durch Vorsorge. Wir wollen den aktiven Menschen, der sich selbst aus der Not befreit und auf seine Leistungen stolz sein kann, und nicht den passiven und frustrierten Menschen, der vom Staat und der Gesellschaft alimentiert wird. Wir Konservative beschreiben damit einen fundamentalen Paradigmenwechsel.
Oder nehmen Sie Punkt 11: Kunst und Kultur sind neben den "harten" Lehrfächern in der Schule ein wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsbildung und zur Stärkung der Persönlichkeit junger Menschen. Wir Konservative haben das erkannt, wir Konservative wollen diese Erkenntnis in praktische Politik umsetzen.
Punkt 12 beinhaltet eine ganz wesentliche Komponente für ein selbstbestimmtes Leben: lebenslanges Lernen. Wir sprechen die Notwendigkeit an, dass Menschen sich weiterqualifizieren müssen, um im Berufleben bestehen zu können, und nicht irgenwann zum "alten Eisen" zu gehören, weil ihre Qualifikation den Anforderungen der Zeit nicht mehr genügt. - Auch dies ein wichtiger Paradigmenwechsel, den wir Konservative hier formulieren.

Ich denke, es wird deutlich, was wir Konservative an Visionen haben, und das wir programmatisch für die Zukunft gut gerüstet sind.

RE: [UFD]Neues Parteikonzept

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:10
von Helen Bont
Original von Palin Waylan-Majere
Allgemeinplätze, Wahlkampfversatzstücke und ein paar Selbstverständlichkeiten.
Dass ich das anders sehe, habe ich ja bereits vorhin erläutert erläutert.
Original von Palin Waylan-Majere

Am besten im sozialistischem Wettbewerb!
Ach, im Sozialismus gibt es Wettbewerb?
Original von Palin Waylan-Majere

Dies wird dadurch gewährleistet, dass kein Werktätiger um seine Arbeitskraft betrogen wird; der Mehrwert seiner Arbeit also nicht ausbeuterisch von einem Kapitalisten abgeschöpft wird, sondern dass die Betriebe genossenschaftliches (oder Volks-) Eigentum sind und demokratisch organisiert werden. Alles andere ist Enteignung.
Freies Unternehmertum stellt erst Arbeitsplätze zur Verfügung, die den Werktätigen - um einen Ihrer Begriffe aufzugreifen - erst ein Einkommen und somit ein Leben in Freiheit und Würde sichern, und garantiert, dass mit den knappen Ressourcen wirtschaftlich umgegangen wird. Ihr Vorschlag des "Volkseigentums", Herr Waylan-Majere, wird dagegen unweigerlich in den wirtschaftlichen Bankrott von Staat und Gesellschaft führen.

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:14
von Helen Bont
Original von Mikael Grönholm
Mir klingt das wie viele Worte ohne echten Inhalt. Fair, gerecht, sozial, vaterlandstreu, föderal....fast alle schönen Worte kommen drin vor. Damit sich jeder mindestens einmal angesprochen fühlt? Ich persönlich fühle mich nicht wohl beim Lesen...aber vielleicht geht es nur mir so.
Nun, was erwarten Sie? Wenn eine Partei will, dass es im Lande fair, gerecht, sozial, vaterlandstreu und föderal zugehen soll, dann wird sie dass doch noch aussprechen dürfen?

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:15
von Helen Bont
Original von Konrad Grimm
Panikreaktion auf die wachsenden Erfolge der VU. Aber das nützt diesen Epigonen des Konservatismus auch nichts mehr.
Also, Herr Grimm, Sie erheitern mich jedes Mal auf's Neue. =)

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:24
von Helen Bont
Original von Literoy Goldheart
In der Tat klingt mir das alles zu... lieb. Ist wahrscheinlich auch so gemeint, aber wie begegnet man echten Problemen? Wie bekommt man all die Ausgaben, die hier anklingen, mit dem staatshaushalt auf eine Linie?
Endlich mal ein halbwegs vernünftiger Beitrag aus einem "anderen" politischen Lager: zunächst denke ich, dass Unterlassen, in der Hoffnung, so Gelder zu sparen, in der Zukunft uns weit teuerer zu stehen kommen. Nehmen Se als Beispiel die Familienpolitik, die wir Konservative unter anderem mit Bildung, Kultur oder Sport verknüpfen wollen. Wenn es uns nicht gelingt, die Persönlkichkeit und das Selbstbewußtsein junger Menschen von vornherein zu stärken, wenn es uns nicht gelingt, ihnen die beste Bildung angedeihen zu lassen, die nach dem neuesten Stand der Pädagogik möglich ist, wenn wir ihnen keine Aussichten auf Ausbildung und Beruf geben, werden wir mittel- bis langfristig mit enormen Folgekosten konfrontiert werden, die die Kosten für die oben genannten Bereiche bei weitem übersteigen werden. Das Selbe gilt für die Gesundheitsvorsorge oder eine Sozialberatung, die zur Selbsthilfe führen soll: wer an der falschen Stelle spart, der wird an anderer Stelle doppelt und dreifach draufzahlen. Im übrigen gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die die Staatshauhalte so gut wie gar nicht oder gar nicht belasten: eine stabile Familie ist die beste Entlastung des Staates.

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:31
von Mikael Grönholm
Original von Helen Bont

Nun, was erwarten Sie? Wenn eine Partei will, dass es im Lande fair, gerecht, sozial, vaterlandstreu und föderal zugehen soll, dann wird sie dass doch noch aussprechen dürfen?
Jede Partei möchte dass.....diese Dinge aufzuzählen zeigt kein Profil, ganz im Gegenteil.

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:40
von Karl Abel
Original von Mikael Grönholm

Jede Partei möchte dass.....diese Dinge aufzuzählen zeigt kein Profil, ganz im Gegenteil.
Dem kann ich mich nur anschließen. Was jedoch noch auffällt, ist wie hartnäckig Sie ihr papierchen verteidigen Frau Bont. Dass Ihr "Parteikonzept" erst noch diverse Zusatzerläuterungen und Ausführungen benötigt, spricht nicht gerade für die Qualität.

Und eine Frage warf sich mir noch auf. Was verstehen Sie eigentlich unter Konservatismus? Für mich scheint Ihr papier lediglich eine Anhäufung von allgemeinen Phrasen zu sein, deren Bestandteile aus verschiedensten politischen Systemvorstellungen geklaut sind.

Sozusagen Gratulation Sie haben es geschafft ein Konzept ohne jegliche Schärfe und ohne irgendein Profil zu verfassen.

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:44
von Helen Bont
Original Hajo Poppinga

Stimmt doch gar nicht. Die UFD ist relativ jung...
Wie Sie schon selber sagen, "relativ". Im übrigen stehen wir in der Nachfolge von wie vielen Parteien mittlerweile?
Original Hajo Poppinga

Im Klartext: Wir haben unsere Werte über Bord geworfen, möchte aber gerne für Werkonservative Menschen irgendwie wählbar bleiben und wahren deshalb den Schein.
Sie liegen mal wieder meilenweit daneben, Herr Poppinga: Im Klartext heißt dass, dass wir Konservative wertgebunden sind ohne geistig verknöchert zu sein.
Original Hajo Poppinga

Warum haben die Mitglieder der UFD dann in den Ländern nichts dergleichen angestrebt?
Wo UFD-Mitglieder direkt in der Verantwortung in den Ländern stehen, tun sie dies mit Sicherheit. Im Gegensatz Landtag von Katista, wo Sie derzeit eine komfortable Mehrheit haben. Sie haben nämlich einen Haushalt verabschiedet, der überhaupt nichts aussagt. Dafür haben Sie ein Sozialgesetz auf den Weg gebracht, der unter anderem völlig utopische und überzogene Sanktionen für diejenigen vorsieht, die es versäumen, ihre Mitgliedsbeiträge zu zahlen.
Original Hajo Poppinga

Erweist man diesen Traditionen Respekt, indem man etwa den vielen Gläubigen Christen es zumutet, eine Homo-Ehe zu haben? Erweist man den Traditionen der Kamaleuten den Respekt, indem man ihnen ihre traditionelle Eheform verbietet?
Nennen Sie mir einen Fall, wo ein Christ gezwungen wurde, eine Homo-Ehe einzugehen, Herr Poppinga. Wasa die traditionelle Eheform der Kamaleute angeht, so bin ich zu wenig informiert, um mir hier ein Urteil erlauben zu können. Jedoch so viel: sollte durch diese traditionelle Eheform zum Beispiel einer der Eheleute in seiner Frieheit oder Würde verletzt werden - was ich nicht weiß - dann wäre das Verbot der traditionellen Eheform in der Tat keine Versagung des Respekts, sondern ein notwendiger Eingriff des Rechtsstaates zum Schutz der Wahrung der Menschenwürde.
Original Hajo Poppinga

Die UFD hat doch jüngst bewiesen, daß sie für Familien keinerlei Verständnis hat.
Aber dem interessierten Zuhörer werden Sie schon noch diesen jüngsten Fall darlegen?
Original Hajo Poppinga

Das soll konkret wie umgesetzt werden?
Exakt.
Original Hajo Poppinga

Warum hat die UFD damit noch nicht längst in den Ländern begonnen?
Nehmen wir als Beispiel Katista. Das Land, aus dem wir beide stammen: dort blockiert zum einen ein Pensionär den Zugang ins Regierunsamt und somit jeden fortschrittlichen Politikansatz, zum anderen weil die UFD derzeit nicht im Landtag vertreten ist, und erreichen kann, dass neben Amtbladdjegesetz auch mal was Vernünftiges beraten wird.

Weitere Fragen, Herr Poppinga?

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:45
von Helen Bont
Original von Mikael Grönholm

Jede Partei möchte dass.....diese Dinge aufzuzählen zeigt kein Profil, ganz im Gegenteil.
Für sich allein genommen sicherlich nicht. Ich empfehle daher, den Rest des Parteiprogramms ebenfalls zu lesen.

Verfasst: Fr 9. Nov 2007, 14:56
von Helen Bont
Original von Karl Abel

Herr Abel, ich denke es ist völlig in Ordnung, wenn ein Parteimitglied das Programm seiner Partei gegen Angriffe verteidigt. Des Weiteren ist nicht jeder in der Lage zwischen den Zeilen zu lesen, weshalb ich gerne bereit bin, Interpretationshilfe zu geben, auch wenn die Intention der meisten Punkte eigentlich klar sein müsste.

Unter Konservatismus verstehe ich zunächst und allgemein gesagt: das Bewährte bewahren und Dinge, die sich nicht bewährte haben zu reformieren. Wohlgemerkt: Refomieren, nicht revolutionieren. damit unterscheiden wir Konservative uns fundamental von Kommunisten, wie Sie einer sind. Wir Konservative wollen positive und wertgebundene Politikgestaltung, während der Kommunismus bislang die Zerrisenheit der Gesllschaften ausnutzte, um bestehende gesellschaftliche, wirtschaftliche und staatliche Strukturen zu vernichten, um anschließend die Diktatur ihrer Parteikader zu errichten.
Original Karl Abel
Sozusagen Gratulation Sie haben es geschafft ein Konzept ohne jegliche Schärfe und ohne irgendein Profil zu verfassen.
Dass dieses Programm nicht zur Schärfung des politischen Profils der UFD beiträgt, ist Ihre Sicht; ich teile Sie nicht, wie ich bereits erläutert habe.

Edit: Fehlendes Wort eingefügt.