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Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:14
von Hajo Poppinga
Original von Patrick Behrens-Nilsson
Ich weiß gar nicht, ob ich weinen oder lachen soll.
Verehrtes Präsidium,
vielleicht täte es dem Kollegen Behrens gut, zuerst in Anerkennung seiner bisherigen Sünden zu weinen, anschließend daran jedoch zu lachen und sich der Gnade des HERRN zu erfreuen. Niemand der ernsthaft glaubt, wird abgewiesen, verehrtes Präsidium, das freut sicherlich auch den Kollegen Behrens.
Blubbern Sie doch Ihr fundamentalistisch-christlich Zeug runter, es interessiert hier eh keinen, außer Frau Kreyttmayr.
Welch erfreuliche Äußerung des Präsidiums.
Sie sollten versuchen von Ihren verstörten moralischen Vorstellungen wegzukommen und einen Blick für Realität und Moderne bekommen.
Verehrtes Präsidium,
der Kollege Behrens ist noch jung und arm an Lebenserfahrung, doch bereits jetzt hätte er erkennen können, daß wir in einer Gesellschaft der Gleichgültigkeit und Beliebigkeit leben - das sagt ein geschulter Blick für die Realität. Was daran modern sein soll, erschließt sich mir nicht, ist doch dieser Begriff eigentlich stets positiv besetzt.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:17
von Patrick van Bloemberg-Behrens
Herr Poppinga, das Präsidium bin im Moment ich, deshalb können Sie sich diese Doppelanredungen sparen. Allerdings kann ich meine unabhängige Arbeit als Sitzungsleitung von meiner Arbeit als kritischer Abgeordneter trennen.
Und zu Ihrem religiösem Unsinn äußere ich mich nicht weiter.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:21
von Hajo Poppinga
Original von Marko Untrial
Wenn die UFD eine Partei stockkonserativer Menschen sein sollte, die sich bei ihrem Gesellschaftsbild grundsätzlich auf die Bibel berufen, müssten ohnehin ca. die Hälfte der Mitglieder der Partei verlassen. Soviel dazu.
Verehrtes Präsidium,
wenn der Kollege Untrial hier schon so frei ist, die desolate der einstigen Kanzlerpartei anzusprechen, so sei die Bemerkung gestattet, daß die UFD einen weiteren Niedergang erleben wird, wenn sie sich nicht auf alte Werte besinnt - immerhin war sie schon nicht Manns genug, den eigenen Kanzleranspruch durchzusetzen - und das trotz eines zwar geschmältertem, aber dennoch gutem Wahlergebnisses.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:29
von Marko Untrial
Verehrtes Präsidium,
ich sehe hier nicht, das man daraus auf einen desolaten Zustand schliessen kann. Aber diese Meinung lasse ich dem Herrn Poppinga gerne.
Ich möchte aber auch den Herrn Poppinga darauf hinweisen, das der Zustand der UFD nicht wirklich Gegenstand dieser Aussprache ist.

Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:40
von Hajo Poppinga
Verehrtes Präsidium,
dem Kollegen Untrial danke ich für seinen Hinweis - er hat natürlich recht.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:45
von Fiete Schulze
Herr Poppinga möchte bitte mal ein Blick auf seinen Kalender werfen, die Zeit der Hexenverbrennungen und Kreuzzüge ist vorbei.
Die Linke wird diesen Antrag selbstverständlich nicht zustimmen.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 15:48
von Hajo Poppinga
Original von Fiete Schulze
Herr Poppinga möchte bitte mal ein Blick auf seinen Kalender werfen, die Zeit der Hexenverbrennungen und Kreuzzüge ist vorbei.
Verehrtes Präsidium,
leider muß ich darauf verzichten, mich auf den Kalender von Herrn Schulze zu berufen - Enteignungen und Klassenkampf sind ebenfalls nicht mehr en vogue.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 21:23
von Helmut Hennrich
Herr Präsident, Hohes Haus,
gestatten Sie mir, angesichts der Urteile und Verurteilungen, die sich der Kollege Poppinga über andere Menschen, insbesondere gegenüber Kollegin Ford, anmaßt, ihm volgendes Bibelwort entgegenzuhalten: "Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben." Herr Kollege Poppinga, Sie sollten sich dieses Bibelzitat zu Herzen nehmen. Als ich Sie nämlich reden hörte, viel mir zunächst folgendes Bibelzitat ein: "Es ist niemand, der eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich richtet. Man vertraut auf Nichtiges und redet Trug; mit Unheil sind sie schwanger und gebären Verderben."
Herr Präsident, Hohes Haus, nun befinden wir uns hier aber nicht auf einem Bibelseminar, sondern mitten in einer Gesetzesdebatte über eine Gesetzesnovelle, die nichts anderes zum Ziel hat als intolerantes Denken gesetzlich zu verankern, Minderheite zu diskriminieren und die dazu geeignet ist, das Klima im Lande gegenüber homosexuellen Menschen zu vergiften. Ich frage mich übrigens, Herr Poppinga, warum Sie nicht gleich die Einführung der heiligen Inquisition gefordert haben, um Abeichungen von der in Ihrer Gesetzesnovelle verankerten Norm wirksam verfolgen und ahnden zu können.
Werte Kolleginnen und Kollegen, für die sozialdemokratische Fraktion kann ich erklären, dass wir uns darin einig sind, dieser Gesetzesnovelle unsere Zustimmung zu verweigern; die Demokratische Union wird auch in Zukunft ein Hort der Toleranz sein - lassen Sie uns dafür zusammenstehen.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Verfasst: So 19. Aug 2007, 21:35
von Patrick van Bloemberg-Behrens
:klatsch:
Verfasst: So 19. Aug 2007, 21:41
von Amber Marie Ford
Original von Hajo Poppinga
Verehrtes Präsidium,
leider muß ich darauf verzichten, mich auf den Kalender von Herrn Schulze zu berufen - Enteignungen und Klassenkampf sind ebenfalls nicht mehr en vogue.
Sehen Sie es doch einmal so: selbst die Linke, deren Programmatik teilweise ins 19. Jahrhundert gehört, empfindet Ihre Ansichten als mittelalterlich -
mir gäbe das ja doch mal zu denken...
