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Verfasst: Do 30. Apr 2015, 21:57
von Helen Bont
Der Bericht, Herr Präsident, ist mir bekannt. Davon können Sie wirklich ausgehen. Nur: allein die Tatsache, dass hier offenbar aus geheimen Akten zitiert wurde, ist noch lange kein stichhaltiger Beweis dafür, dass Spionage betrieben wurde oder dass in Andro Geheimdokumente nicht so gelagert werden, dass sie nicht öffentlich einsehbar sind. Das Einsehen und zitieren aus öffentlich zugänglich Quellen wird man aber, selbst beim schlechtesten Willen, nicht als Spionage qualifizieren können. Sonst wäre zum Beispiel jedem investigativem Journalismus ein schwerer Riegel vorgeschoben.
Auch entschuldigt dies in keinster Weise das Vorgehen der androischen Behören gegen die Botschaft der Demokratischen Union in Koskow. Denn weder wurde gegen den Botschafter oder einem anderen Botschaftsangehörigen der Vorwurf der Spionage erhoben, noch konnte der Beweis erbracht werden, dass aus der Botschaft heraus Spionage betrieben wurde.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:06
von Nikolai Demidow
"Wird das so in der Union gehandhabt?", fragte Präsident Demidow rhetorisch.
Die Geduld des Präsidenten neigte sich ob dieser Farce langsam aber sicher dem Ende. Im Grunde war er durchaus gewillt gewesen zur Entspannung beizutragen - doch diese an den Haaren herbeigezogene Erklärungen waren eine respektlose Unverfrorenheit, die ihres gleichen suchte.
Glaubte die Kanzlerin allen ernstes, was sie ihm, Nikolai Demidow, da versuchte aufzutischen? Er hatte stets ein offenes Wort geschätzt - manche Dinge geschahen. Man schaffte sie aus der Welt. Aber dies hier. Seine Gesichtszüge verhärteten sich.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:16
von Helen Bont
Ich bin davon überzeugt, dass in jedem Rechtsstaat eine Person nur aufgrund stichhaltiger Beweise verurteilt wird, und nicht aufgrund irgendwelcher Behauptungen.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:23
von Nikolai Demidow
"So wird es sein.", der Präsident sah auf die Uhr. "Frau Kanzlerin, es war mir ein Vergnügen - aber wichtige Termine erfordern meine Aufmerksamkeit.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:25
von Helen Bont
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Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:27
von Helen Bont
Original von Nikolai Demidow
"So wird es sein.", der Präsident sah auf die Uhr. "Frau Kanzlerin, es war mir ein Vergnügen - aber wichtige Termine erfordern meine Aufmerksamkeit.
Nun, dann will ich Sie nicht unnötig aufhalten. Ich begleite Sie gerne zurück zum Flughafen.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:30
von Nikolai Demidow
"Bemühen Sie sich nicht unnötig. Der Weg ist mir wohl bekannt.", antwortete der Präsident, stand auf und verließ den Konferenzraum.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:33
von Helen Bont
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall eine angenehme Rückreise.
Verfasst: Do 30. Apr 2015, 22:42
von Helen Bont
Verlässt nach Präsident Demidow den Kleinen Konferenzraum.
Verfasst: Mi 8. Mai 2019, 21:09
von Helen Bont
Der kleine Konferrenzraum wurde für das Gespräch mit dem Premierminister von Heijan hergerichtet: Eine Kanne mit Kaffee und Tee sowie Teller mit Gebäck und Schnittchen wurden bereitgestellt.