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Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 01:44
von Sean William Connor
Original von Zachary-John Mason-Smith
Die Legalisierung ließe auch eine Regulierung zu, i.e. eine Festlegung von "ethisch einwandfreien" Quellen. Natürlich darf der Gürtel nicht zu eng geschürt werden, sonst blüht der Schwarzmarkt dennoch.
=)
Sorry. Das amüsiert mich.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 01:58
von Zachary J. Mason Smith
Du setzt hier Prämissen, das ist wirklich unverschämt...
@Thorsten: Sei bitte mal so frei und schau in dein PN-Fach.

RE: wow
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 02:16
von vSzP
Das Gesetz sagt ja nur, dass eben die Menschen, die am längsten warten, als erstes Organe bekommen. Nichts anderes soll entscheiden: weder der Einfluss, noch das Geld noch sonst irgendwas. Deswegen kennen sich Spender und Empfänger ja auch nicht. Meines Erachtens nach eine gute Regelung.
Denn an mehr Spendern würde auch eine Gesetzesänderung nichts ändern. Jeder der seine Organe spenden möchte, kann dieses sehr einfach tun. Aber es reicht eben leider nicht aus. Deswegen diese langen Wartezeiten. Es bleibt zu hoffen, dass die Technik irgendwann so weit ist, dass wir uns die Organe von Schweinen einpflanzen lassen können. Aber bis dahin wird es wohl noch eine Weile dauern.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 03:37
von Konrad Grimm
Original von Sean William Connor
Ich finde es nicht sonderlich fair, wenn sich jemand faktisch gezwungen ist, weil er kein Geld hat, seine Niere zu verkaufen.
Ja, es ist schon wirklich blöd, dass man etwas verkaufen muss, wenn man Geld will.
Ich finde es nicht fair, dass jemand, der das Geld hat, ihm diese Niere "abkauft" und sich ein Vorteil gegenüber anderen Kranken verschafft, die das Geld nicht haben.
Wäre es legal, würde es die Krankenkasse zahlen.
Im übrigen muss nach irgendeinem Kriterium ja entschieden werden, wer zum Zuge kommt. Ich finde es eine gute Regel, dass der Spender des Organs über seine Verwendung entscheiden soll.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass nur, weil Prostitution legal ist, auf den Straßstrich dieser Republik nur Menschen stehen, die schon immer Hure werden wollten, oder glaubst du das?
Nein. Ich glaube aber auch, dass in vielen Geschäften Verkäufer stehen, deren Traumberuf Pilot war und auf vielen Baustellen Arbeiter, die lieber Fußballprofi geworden wären. Das Leben ist kein Wunschkonzert.
Ich glaube weiterhin, dass weit mehr Prostituierte Spaß an ihrer Arbeit hätten, wenn die Menschheit nicht unter Krankheiten wie "Moral" und "Religion" leiden würde.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 13:14
von Michael Schneider
Thorsten, du bist ein Vollidiot.
Sowas, wie Du es getan hast, kann nur jemand sagen, der sich nie die Slums in Südamerika oder Afrika angesehen hat. Der nie verzweifelte Prostituierte aus Osteuropa gesehen hat, die nicht willentlich ihren Körper der geilen Lust irgendwelcher Männer mit Geld hingeben.
Das Bewußtsein, dass Not ohne persönliche Schuld erlangt wird, dass das Bild der eigenen hungernden Kinder absolute Verzweiflung bedeutet...dass kann sich der hohe Kapitalist wohl nicht vorstellen. Und das Geschäft mit dem Elend anderer würde genau dadurch gefördert.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 14:19
von Palin Waylan-Majere
Wir brauchen keinen Organhandel, mit dem sich irgendwelche EADS Manager mit Nieren von Hartz-4-Opfern eindecken, sondern eine Pflicht zur Organspende (im Todesfall natürlich

).
Nur wer vor seinem Tod ausdrücklich verfügt, dass er an einem Stück bleiben soll, nimmt seine (verwertbaren) Organe mit ins Grab. In den anderen Todesfällen kann man die noch verwertbaren Organe nutzen - also quasi die Umkehrung des bisherigen Prinzips der Organspende.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 15:27
von Konrad Grimm
Original von Michael Schneider
Und das Geschäft mit dem Elend anderer würde genau dadurch gefördert.
Wessen Elend? Beide profitieren. Der Schwarzmarkt-Einkaufspreis für Nieren liegt in den Entwicklungsländern bei mehreren durchschnittlichen Jahresgehältern. Mit dem Verzicht auf ein Organ, dass sie nicht wirklich brauchen, hätten sie einen enormen Wohlfahrtsgewinn.
Ich weiss nicht, wie es der Beseitigung des Elends in der Welt dienen soll, wenn man die effektivsten Mittel verbietet.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 15:33
von Konrad Grimm
Original von Palin Waylan-Majere
Wir brauchen keinen Organhandel, mit dem sich irgendwelche EADS Manager mit Nieren von Hartz-4-Opfern eindecken,
Ja, Du nicht. Der Manager und der Hartzi schon.
sondern eine Pflicht zur Organspende (im Todesfall natürlich).
Die meisten Menschen sind zum Zeitpunkt ihres Todes alt und krank. Ich bezweifle, dass das die Nachfrage auch nur Ansatzweise decken würde.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 16:40
von Palin Waylan-Majere
Original von Konrad Grimm
Die meisten Menschen sind zum Zeitpunkt ihres Todes alt und krank. Ich bezweifle, dass das die Nachfrage auch nur Ansatzweise decken würde.
Selbst alte Menschen haben noch immer verwendbare Organe - die Zellen erneuern sich schließlich. Außerdem sterben genug Menschen durch Unfälle. In den meistern Fällen "spendet" man nämlich Organe, ohne die man selbst nicht leben könnte. Den Bedarf nach Lungen und Herzen bspw. decken auch keine sozial Benachteiligten.
Verfasst: Sa 2. Jun 2007, 17:00
von Oliver von Palm
Und jetzt mal etwas kritisches:
http://www.initiative-kao.de/
Es ist entwürdigend, unmoralisch und unethsich, wie mit Toten umgegangen wird. Vor allem eine PFLICHT zur Organspende, außer man wehrt sich... Ich nenne sowas scheinheilig und widerlich. Der menschliche Körper ist kein Recyclinggut.