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Verfasst: Di 22. Jan 2013, 08:36
von Anaïs Gribonne-Fritz
Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte eindrücklich, dass dieser Vertrag in dieser Form nicht allein wegen den darin abgezeichneten barnstorvischen Imperialismus abgelehnt wird.
Meine Damen und Herren,
wo bitteschön ist denn auf der Karte das gesamte Staatsgebiet der Demokratischen Union abgezeichnet. Oder, Frau Unionskanzlerin, habe ich in den letzten Wochen und Monaten etwas verpasst? Erstreckt sich der Schutzbereich, den die Unionsregierung noch absichert nur noch die adrasteanischen Gebiete der Union? Wo sind denn die Westlichen Inseln und Roldem? Sollen Ihre Nachbarn auf dem alten Kontinent denn nicht auch die Grenzen der Länder der Union auf dem astorischen Kontinent anerkennen? Ich hoffe nur inständig, Sie haben uns noch nicht aufgegeben oder gar vergessen... Der Vertrag lässt hier in Ziffer 1 noch zu viel unschönen Interpretationsspielraum!
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 09:02
von Kamler Johanssen
Der FLA-Abgeordnete bringt hiermit ebenfalls sein Interesse an der Beantwortung der Punkte und Fragen von Herrn Bokelmann und Frau Gribonne-Fritz zum Ausdruck.
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 11:50
von Massimiliano Napolitani
Original von Franz Sperling
Im übrigen, Herr Napolitani, wir alle sind Menschen, menschliches Handeln kann immer fehlerbehaftet sein. Und wenn Sie sich nun hier hinstellen und sich gebärden wie der Retter der Naiton, der einen Riesenstaatsskandal aufgedeckt hat, dann kann ich Ihnen nur sagen: diese Rolle nimmt Ihnen niemand ab.
Herr Sperling, ich möchte Ihnen sehr nahelegen sich wieder abzuregen. Die Ausführungen, die Sie jedenfalls hier machen, sind grotesk. Ich habe mich nicht in der Weise aufgeführt, die Sie beschreiben, sondern einfach nur festgestellt, dass die Kanzlerin überrumpelt wurde, weil Sie (a) die Karte nicht genug kennt und/oder (b) nicht sorgfältig genug war. Nachdem sie aufmerksam gemacht wurde, monierte sie und verkauft es nun Lapsus, der längst bekannt war. Übrigens wäre die richtige Vorgehensweise diesen Antrag zurück zu ziehen, ihn neu zu verhandeln und dann hier beraten zu lassen.
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 16:50
von Helen Bont
Original von Bernardo Macaluso
Dann ist es aber doch sehr erstaunlich, warum der Vertrag dann in dieser Form eingebracht wurde. Es gäbe doch die Möglichkeit, entweder zu warten, bis eine Karte vorgelegt wird, die auch tatsächlich für beide Vertragsparteien akzeptabel ist, oder aber, wenn es denn so eilig ist, vorerst auf eine Karte zu verzichten.
Herr Kollege Macaluso, es ist durchaus parlamentarische Gepflogenheit, dass während der Beratung Vertrags- oder Gesetzesenzwürfe geändert werden. Im übrigen betrifft es lediglich den Anhang.
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 17:01
von Helen Bont
Original von Massimiliano Napolitani
Ganz offenbar ist Frau Unionskanzlerin in den Verhandlungen überrumpelt worden und hat es nicht gemerkt. Die Presseerklärung, auf welche sich die Kanzlerin beruft, ist ein Tag nach dem
Hinweis zur Karte von Frau Dr. Anaïs Gribonne-Fritz verfasst worden. Sich hier zu winden man wäre bereits "aktiv" geworden erscheint mir, mit Verlaub, albern.
Herr Kollege Napolitani,
ich denke nicht, dass ich mich, wie von Ihnen beschrieben, verhalten habe.
Tatsache ist, dass ich bezüglich der Karte nicht die genügende Aufmerksamkeit zuteil habe werden lassen.
Darauf wurde ich bereits innerhalb des Kabinetts auf die Karte aufmerksam gemacht.
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 17:52
von Helen Bont
Original von Anaïs Gribonne-Fritz
Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte eindrücklich, dass dieser Vertrag in dieser Form nicht allein wegen den darin abgezeichneten barnstorvischen Imperialismus abgelehnt wird.
Meine Damen und Herren,
wo bitteschön ist denn auf der Karte das gesamte Staatsgebiet der Demokratischen Union abgezeichnet. Oder, Frau Unionskanzlerin, habe ich in den letzten Wochen und Monaten etwas verpasst? Erstreckt sich der Schutzbereich, den die Unionsregierung noch absichert nur noch die adrasteanischen Gebiete der Union? Wo sind denn die Westlichen Inseln und Roldem? Sollen Ihre Nachbarn auf dem alten Kontinent denn nicht auch die Grenzen der Länder der Union auf dem astorischen Kontinent anerkennen? Ich hoffe nur inständig, Sie haben uns noch nicht aufgegeben oder gar vergessen... Der Vertrag lässt hier in Ziffer 1 noch zu viel unschönen Interpretationsspielraum!
Frau Kollegin Gribonne-Fritz,
ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie sich nicht zu so unbesonnenen Aussagen hinreißen ließen. Denn wenn Sie sich den Vertrag genau absehen, werden Sie feststellen, dass es nicht Aufgabe der in der Anlage gezeigten Karte ist das gesamte Staatsgebiet der Demokratischen Union wiederzugeben, sondern das Grenzgebiet von Barnstorvia und der Demokratischen Union aufzeigt.
Verfasst: Di 22. Jan 2013, 18:53
von Anaïs Gribonne-Fritz
Frau Unionskanzlerin, bitte nachvollziehen Sie meine gesamte Aussage, ich wiederhole gern: „Der Vertrag lässt hier in Ziffer 1 noch zu viel unschönen Interpretationsspielraum.“ Warum lassen Sie durch eine ehemals verfeindete Macht nicht das gesamte Staatsgebiet der Demokratischen Union anerkennen, statt nur die Grenzen auf Adrastea festzusetzen? Wer weiß denn schon, welche Ansprüche dieser Staat noch erheben wird? Immerhin gibt es in Roldem eine barnstorvischsprachige Minderheit und auf den Westlichen Inseln eine barnstorvischsprachige Mehrheit...
Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 05:08
von Helen Bont
Frau Kollegin Gribonne-Fritz,
gerne erläutere ich Ihnen die Passage, auf die Sie bezug nehmen. Dieser Abschnitt gliedert sich in zwei Sätze. Der erste Satz bezieht sich auf die gemeinsame Grenze zwischen Barnstorvia und der Demokratischen Union. Der zweite Satz dagegen bezieht sich ohne jede Einschränkung auf das gesamte Staatsgebiet der Demokratischen Union und damit natürlich auch auf die Unionsländer Roldem und Westliche Inseln.
Herr Präsident, Hohes Haus,
gestatten Sie mir noch einen grundsätzlichen Gedanken zu formulieren: wer, nach einem erbitterten geführten Krieg und nach fünf Jahren Waffenstillstand mit dem einstigen Kriegsgegner Frieden schließen will, der muss bereit sein den Mut aufzubringen diesem einstigen Kriegsgegner zu vertrauen und eben nicht hinter jeder Vertragsformulierung eine Finte zu sehen, mit der er sich irgendwelche strategischen Vorteile erschleichen könnte.
Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 09:19
von Bernardo Macaluso
Die Naivität der Unionsregierung in dieser Frage ist doch sehr erschreckend. Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien sondern darum, dass der Vertrag eine Anerkennung von Staatsgrenzen darstellt, die nicht ernsthaft zur Diskussion stehen können. Und durch diese Anerkennung werden wir unter dem Strich nur mehr Gegner bekommen.
Verfasst: Mi 23. Jan 2013, 13:24
von Helen Bont
Original von Bernardo Macaluso
Die Naivität der Unionsregierung in dieser Frage ist doch sehr erschreckend. Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien sondern darum, dass der Vertrag eine Anerkennung von Staatsgrenzen darstellt, die nicht ernsthaft zur Diskussion stehen können. Und durch diese Anerkennung werden wir unter dem Strich nur mehr Gegner bekommen.
Herr Kollege Macaluso,
der zur Debatte stehende Friedensvertrag regelt nicht pauschal die Anerkennung von Staatsgrenzen, sondern regelt explizit die Anerkennung der gemeinsamen Staatsgrenze von Barnstorvia und der Demokratischen Union durch Barnstorvia und die Demokratische Union. Es ist mir absolut schleierhaft, wie Sie sich hierhin stellen und behaupten können, eine solche bilaterale und gegenseitige Anerkennung der gemeinsamen Grenze könne uns in Gegnerschaft zu andere Staaten bringen.