Original von vSzP
Frage: Was geht in einem solchen Menschen vor? Es sind ja in der Regel keine dummen Mitläufer...
Nun, was genau es ist, weiss ich auch nicht. Aber es gibt da ja ein interessantes Phänomen, das im Zuge des demographischen Wandels beschrieben wurde: Gesellschaften sind dann instabil, wenn es viele Junge (besonders junge Männer) gibt. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass diese Gruppe immer gewalttätig in Erscheinung tritt, in jeder Generation:
- heute Anti-Globalisierungsbewegung
- in den 90ern Chaostage und brennende Asylantenheime
- in den 80ern "Republik freies Wendland", Anti-AKW-Bewegung
- in den 70ern und späten 60ern die "68er", die RAF, die Studentenrevolte
- in den 50ern: Keine nennenswerten Unruhen in Westdeutschland - die entsprechende Generation war an der Front gefallen
- in den 20ern und 30ern: SA und Roter Frontkämpferbund beerdigen die Weimarer Republik
- davor: lange Zeit nichts. Warum? Genügend Kriege.
- um 1848: Friedensperiode der Metternich'schen Restaurationszeit - promt Studentenrevolten, "Hambacher Fest"
Vielleicht sind's die Hormone, aber mit den vorgeschobenen Gründen, all den Hirngespinsten von Nationalismus über Sozialismus bis Ökologismus hat es wohl nichts zu tun. Die sind austauschbar.