Ich weiß um Ihre Skepsis und Ihre Vorbehalte, Exzellenz. Es geht mir, als Gastgeberin, in der Tat in erster Linie um Inhalte. Ob für diese tatsächlich dann eine, wie auch immer geartete, Organisationsform notwendig ist, wissen wir, wenn wir abschätzen können ob, und wenn ja, in welchem Umfang tatsächlich Verwaltungsbedarf anfällt.Original von Jónas Sigur sson
Wie Helen Bont bestätigen kann, habe ich auf die Einladung erst einmal skeptisch reagiert. Die Themen, die sie aufgezählt hat, sind sicher alle interessant und könnten und sollten diskutiert werden, und damit bin ich größtenteils auch einverstanden. Mein Problem liegt im Titel "Gründung des Transnordanikrats".
Deswegen will ich gleich an dieser Stelle für Eldeyja klarstellen, was ein erfolgreiches Ergebnis wäre. Wenn das Ergebnis ein Vertrag ist, in dem festgehalten wird, dass ein Transnordanikrat gegründet wird, welche Institutionen und Organe er hat und wer die Leitung übernimmt, dann ist die Konferenz für mich gescheitert und eine Teilnahme Eldeyjas wäre unwahrscheinlich. Wenn am Ende konkrete inhaltliche, und nicht organisatorische Vereinbarungen stehen, dann kann sie ein Erfolg sein.
Kann es übrigens sein, dass bei den Einladungen Glenverness vergessen worden ist?
Ich kann mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass für viele Bereiche der Zusammenarbeit eine Verwaltungsstruktur nicht notwendig ist, wie etwa bei der Vereinbarung einer Freihandelszone, einer Justiz-Kooperation in Form zum Beispiel eines gemeinsamen Haftbefehls, der, in einem Mitgliedsland ausgestellt, in allen anderen automatisch Gültigkeit hat. - Wie gesagt, das sind nur Beispiele.
In diesem Falle könnten die einzige Form von Verwaltung darin aussehen, dass bei einer Regierung eines Mitgliedslandes die ratifizierten Verträge deponiert werden und Austritte oder Beitrittsgesuche dort erklärt werden.
Der Begriff "Transnordanikrat" soll erst einmal nur ein Arbeitstitel sein.
Der Begriff "Rat" in der Bezeichnung "Transnordanikrat" soll verdeutlichen, dass hier etwas Beständiges existiert, was zum Beispeil darin zum Ausdruck, kommt dass sich entweder die Staats- und Regierungschefs oder die Fachminister regelmäßig zu Ratssitzungen treffen.
Zur Frage nach der Einladung von Glenverness , habe ich mir erlaubt - zumindest vorläufig, ob wir diese Kriterien letztendlich übernehmen wollen oder nicht, soll damit nicht vorgegriffen werden - diejenigen Staaten einzuladen, die offensichtlich Demokratien im Sinne einer parlamentarischen Demokratie sind, das heißt, indem die staatliche Gewalt auf der Volkssouveränität beruht. Das heißt, ein Parlament wird vom Volk gewählt oder die Staatsbürger sind aufgrund ihrer Staatsbürgerschaft dort Mitglied und die Regierung ist dem Parlament oder dem Souverän Volk in irgendeiner anderen Weise Rechenschaftspflichtig.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dies in Glenverness nicht der Fall. Hier haben wir es mit einer - nach meiner Auffassung - Mischung aus absoluten Monarchie und Aristokratie zu tun: der Monarch bestimmt den höheren Adel, der das Parlament bildet; das Volk bleibt von den politischen Entscheidungen ausgeschlossen.