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Verfasst: Mo 17. Sep 2012, 17:45
von Helen Bont
Original von SRM
Die WI importieren einen erheblichen Teil der Gegenstände des täglichen Bedarfs. Ein klassischer Warenkorb einer Familie würde sich daher um 25 % erhöhen, was dem Ruin gleich käme.
Sollte die Regierung entgegen der Interessen der Bevölkerung durchsetzen, werde ich den Gang vor das Unionsgericht antreten.
Ich weiß nicht, woher Sie diese Zahlen haben. Soweit ich weiß, wird der überwiegende Teil der auf die Westlichen Inseln gebrachten Güter aus den anderen Unionsländern eingeführt.
Was die 25% Verteuerung angeht, so ist dies bestenfalls eine Milchmädchenrechnung, denn sie impliziert, dass es keine gleichen Produkte "Made in DU" gibt, auf die der Verbraucher im Zweifelsfall ausweichen kann.
Verfasst: Mi 26. Sep 2012, 22:01
von Bernardo Macaluso
Wenn es bis morgen Abend keinen Redebedarf mehr gibt, werde ich die Abstimmung starten.
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 07:37
von SRM
Die Westlichen Inseln beziehen den Großteil der Getreide- und Milchprodukte, Vormaterialien für die Industrie sowie raffinierte Ölprodukte vom astorischen Kontinent, weil dieser geographisch näher ist. Ein Einfuhrzoll verteuert den Import auf den WI und mit Sicherheit auch in Roldem deutlich. Nach Unionsverfassung sind alle Bürger gleich zu behandeln - dies wäre nicht gegeben.
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 09:35
von Helen Bont
Herr Kollege Rousseau-Mason, so viel ich weiß, spielen, dank verbesserter und kostengünstiger Transportmöglichkeiten, Distanzen für den Handel keine entscheidende Rolle mehr, so dass eine Umstellung ohne weiteres und ohne unverhältnismäßig hohe Mehrkosten - wenn überhaupt Mehrkosten anfallen - möglich ist.
Darüber hinaus verweise ich darauf, dass auch Astor auf Agrarprodukte einen Einfuhrzoll erhebt.
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 09:42
von SRM
Original von Helen Bont
Herr Kollege Rousseau-Mason, so viel ich weiß, spielen, dank verbesserter und kostengünstiger Transportmöglichkeiten, Distanzen für den Handel keine entscheidende Rolle mehr, so dass eine Umstellung ohne weiteres und ohne unverhältnismäßig hohe Mehrkosten - wenn überhaupt Mehrkosten anfallen - möglich ist.
Darüber hinaus verweise ich darauf, dass auch Astor auf Agrarprodukte einen Einfuhrzoll erhebt.
Ich empfehle Ihnen eine Grundlagen-Vorlesung in Betriebswirtschaftslehre. Statistisch fallen zwischen 15 und 20 Prozent für den Transport an. Diese Kosten würden ja bei transatrlantischen Transporten aus der REst-DU ja noch steigen. Ferner spielt der Einfuhrzoll in Astor keine Rolle, da wir die Agrarprodukte auf Grund der geringen Landesfläche gar nicht exportieren können.
Verfasst: Sa 29. Sep 2012, 01:27
von Helen Bont
Zu Ihrer Empfehlung, Herr Kollege Rousseau-Mason: Sie wissen doch sehr gut, dass wenn man zwei Ökonomen zu einem Thema fragt, man drei verschiedene Aussagen erhält. Tatsache ist doch, dass aufgrund sinkender Transportkosten diese in der Preiskalkulation eine immer geringere Bedeutung spielen.
Und auch, wenn aus den Westlichen Inseln in die USA keine Agrarexporte stattfnden, wird es in Zukunft Zollerleichterungen und der gleichen nur noch im Rahmen des Gegenseitigkeitsprinzips geben können oder im Rahmen entwicklungspolitischer Zusammenarbeit.
Verfasst: Sa 29. Sep 2012, 10:38
von SRM
Original von Helen Bont
Zu Ihrer Empfehlung, Herr Kollege Rousseau-Mason: Sie wissen doch sehr gut, dass wenn man zwei Ökonomen zu einem Thema fragt, man drei verschiedene Aussagen erhält.
Nein, das sind die Juristen. Kosten lügen nicht.
Tatsache ist doch, dass aufgrund sinkender Transportkosten diese in der Preiskalkulation eine immer geringere Bedeutung spielen.
Das ist schlichtweg falsch. In Zeiten knapper Ressourcen, allen voran Erdöl-Produkte und steigender Löhne, können Transatlantikflüge oder gar die Schifffahrt nicht profitabler werden.
Verfasst: Sa 29. Sep 2012, 19:43
von Bernardo Macaluso
Original von Helen Bont
Und auch, wenn aus den Westlichen Inseln in die USA keine Agrarexporte stattfnden, wird es in Zukunft Zollerleichterungen und der gleichen nur noch im Rahmen des Gegenseitigkeitsprinzips geben können oder im Rahmen entwicklungspolitischer Zusammenarbeit.
Dieses Argument ist ja durchaus bedenkenswert aber das kann doch nicht bedeuten, dass die Zollfreiheit, die z. B. auf den Westlichen Inseln die Lebenshaltungskosten auf einem akzeptablen Level hält, einfach von einem Tag auf den anderen abgeschafft wird. Warum schauen sie sich nicht die Handelsstatistiken an und versuchen dann, mit den wichtigen Handelspartnern entsprechende gerechte Zollabkommen auszuhandeln?
Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 12:00
von Helen Bont
Original von SRM
Nein, das sind die Juristen. Kosten lügen nicht.
So ist es, Herr Kollege Rousseau-Mason: Kosten lügen nicht. Tatsache ist, dass die Transportkosten per Schiff umso günstiger sind, je länger die Strecken sind, die die Schiffe zu bewältigen haben. Eine Tatsache, an der auch Sie nicht vorbeikommen.
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Original von SRM
Das ist schlichtweg falsch. In Zeiten knapper Ressourcen, allen voran Erdöl-Produkte und steigender Löhne, können Transatlantikflüge oder gar die Schifffahrt nicht profitabler werden.
Ich bin in der glücklichen Position Ihnen in diesem Punkt widersprechen zu können, Herr Kollege Rousseau-Mason, denn die Seeschiffahrtsunternehmen werben unter anderem mit der Aussage - ich zitiere: "Die Güterbeförderung durch Seefracht verfügt über freie Transportkapazität und ist kostengünstig."
Und auch wenn man sich konkret die Zusammensetzung der Seeschifffahrtstransportkosten ansieht, sind nicht die so genannten Fortbewegungskosten- also die Kosten für Diesel oder Schmieröl - entscheidend, sondern die Bereitshaltungskosten diese stehen, laut Angaben der Reedereien im Verhältnis von 1:14. Das heißt: die Bereitstellungskosten liegen 14 mal höher als die reinen Fahrtkosten.
Und wenn ich vorhin sagte, dass man bei drei Ökonomen vier verschiedene Meinungen einholen kann, dann ist das durchaus richtig, Herr Rousseau-Mason, den bei der Berechnung, wie man zum Beispiel die Kapitalisierung des eingesetzten Kapitals berechnet, gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa die in einigen Ländern möglichen Abeschreibungen - von denen Ihnen die Ökonomen allein fünf verschiedene aufzählen können - , oder die Kapitalverzinsung.
Verfasst: So 21. Okt 2012, 12:51
von Bernardo Macaluso
Gibt es hier noch Diskussionsbedarf?